Auf bessere Ergebnisse als in der abgebrochenen Vorsaison hofft der Heeker Spielertrainer Rainer Hackenfort für die neue Saison. © Sascha Keirat
Fußball-Bezirksliga

Heek-Trainer Hackenfort hofft auf ein entspanntes Jahr

Nicht optimal ist Aufsteiger SV Heek vergangenes Jahr in der Bezirksliga angekommen. Nun hofft Spielercoach Rainer Hackenfort, dass sein Team entspannt durch die Serie kommt. Und das ohne Zugänge.

Die Fußballer des SV Heek haben zuletzt seit etlichen Jahren in der Kreisliga A gekickt. Die letzten Spielzeiten konnte der Club auf einstelligen Tabellenplätzen abschließen. Der ganz große Coup ist dem SV Heek aber erst in der Saison 2019/20 geglückt. Da hat das Team um den neuen Spielertrainer Rainer Hackenfort rechtzeitig zur Hundert-Jahr-Feier des Vereins den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht und mit dem Erfolg in der Gemeinde eine richtige Fußball-Euphorie ausgelöst.

Rückblick

Im ersten Bezirksligajahr lief es für die Heeker nicht nach Wunsch. „Da sind wir unter dem Strich einiges schuldig geblieben“, meint Coach Hackenfort. Dabei war der Aufsteiger mit fünf Punkten aus den ersten drei Spielen recht gut in die höhere Spielklasse gestartet. Nach einem 2:1-Auftaktheimerfolg über die SpVgg Vreden II hatten die Heeker im ersten Auswärtsspiel beim Ligafavoriten SuS Stadtlohn immerhin ein 1:1 geholt. „Damals waren 300 Heeker in Stadtlohn. Das war ein Heimspiel für uns“, erinnert sich Hackenfort. Die Negativwende kam dann im Heimspiel gegen den TuS Wüllen. Da gab der HSV eine 3:0-Führung noch aus der Hand und musste am Ende mit einem 3:3 zufrieden sein. Das war der letzte Punktgewinn bis zum Saisonabbruch nach acht Spieltagen. „Am Ende war die Saisonannullierung wegen Corona aus Heeker Sicht gar nicht so schlecht“, kommentiert der HSV-Trainer den Saisonverlauf.

Personal

Die Fußballer aus Heek gehen mit einem Kader von 19 Feldspielern und zwei Torhütern in ihr zweites Bezirksliga-Jahr. Nicht mehr dabei aus der Vorsaison ist Christopher Hölscher. Er möchte etwas kürzertreten und ist deshalb in die zweite Mannschaft gewechselt. Neuzugänge gibt es in Heek keine. „Heeker Nachwuchskicker können während der Vorbereitung mit der ersten Mannschaft trainieren“, erklärt der Coach. „Der weitere Verlauf wird zeigen, ob sich jemand für die Erste empfehlen kann.“

Mannschaft

„Wir sind gut aufgestellt. Der SV Heek hat einen starken Torhüter, eine sichere Abwehr und einen durchschlagkräftigen Angriff“, zeigt sich Trainer Rainer Hackenfort von der Qualität seines Kaders überzeugt. „Die Mannschaft hat das nötige Potenzial für die Bezirksliga. Deshalb bin ich ja auch nach Heek gewechselt. Es gab damals weitere Angebote, da hätte ich sogar etwa mehr verdienen können. Ich wollte aber mit den jungen Heeker Spielern arbeiten.“ Zu verbessern gibt es aus Trainersicht aber immer noch etwas. „Wir brauchen noch etwas mehr Tempo im Spielaufbau. Im ersten Test gegen Ahaus II hat mir auch die letzte Konsequenz vor dem Tor gefehlt“, so Hackenfort weiter „Ich will auch im Training von allen Engagement und Eigenmotivation sehen. Die Spieler müssen wieder richtig Spaß am Fußball haben, dann kommt der Erfolg von selbst und wir nehmen auch die Zuschauer mit.“

Ihr Testspiel gegen Eintracht Ahaus II haben der SV Heek und Tom Wenninghoff am Samstag gewonnen.
Ihr Testspiel gegen Eintracht Ahaus II haben der SV Heek und Tom Wenninghoff am Samstag gewonnen. © Johannes Kratz © Johannes Kratz

Trainer

Rainer Hackenfort hat in seiner Karriere als Spieler vier Jahre in der Oberliga, vier Spielzeiten in der Verbandsliga und sechs Jahre in der Landesliga gespielt. Dann ist er als Spielertrainer zum TuS Wüllen in die Kreisliga A gewechselt. Der TuS hat gleich in der ersten Saison den Titel geholt und ist aufgestiegen. Es folgten zwei Jahren mit einstelligen Tabellenplätzen in der Bezirksliga. Zur Spielzeit 2019/20 ist Hackenfort als Spielertrainer zum SV Heek gewechselt und hat auch mit der Mannschaft in der ersten Saison den Aufstieg realisiert.

Erwartung

Hackenfort erwartet eine spannende Spielzeit in der Bezirks- und auch in der Kreisliga A. Klare Titelfavoriten sieht er nicht. „Die Mannschaften hatten alle acht Monate lang keinen einzigen Wettkampf. Keiner weiß daher genau, wo er steht.“ Für den HSV hofft der Trainer auf eine entspannte Saison. „Wir wollen schnell und regelmäßig Punkten, damit wir nicht in den Tabellenkeller rutschen.“

Vorbereitung

Der SV Heek hat vor einer Woche mit dem Training begonnen und am Samstag gegen Eintracht Ahaus II den ersten Test absolviert, den die Heeker mit 2:0 gewonnen haben. „Das sind jetzt noch lange acht Wochen bis zum Saisonstart. So eine lange Vorbereitung habe ich in meiner Karriere nie absolviert“, meint Hackenfort. Der HSV trainiert drei Mal pro Woche und testet am Wochenende. Vorbereitungsturniere spielen die Heeker nicht. „Beim Eintracht-Pokal hätte ich gern mitgemacht, der findet aber leider nicht statt.“

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