FC Oedings Coach Jeroen van der Veen © Sascha Keirat
Fußball

Jeroen van der Veen, Guido Vierhaus und der FC Oeding sind sich einig

A-Ligist FC Oeding steckt in einer Krise. Es läuft nicht mehr. Von der Tabellenspitze ist die Mannschaft auf Rang sechs zurückgefallen. Und was macht der Verein? Er verlängert mit seinem Trainerduo.

Als ob die Verantwortlichen ein Zeichen setzen möchten, als ob sie ihren Trainern Jeroen van der Veen und Guido Vierhaus den Rücken stärken möchten. So kommt die Vertragsverlängerung daher. „Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit, die die drei hier abliefern und freuen uns auf eine weiterhin sehr gute Zusammenarbeit“, bekräftigt Burkhard Kiss als Seniorenabteilungsleiter Fußball. Der Dritte im Bunde ist übrigens Andreas Wanninger als Betreuer.

„Verein ist da ganz entspannt“

„Wir sind uns schon seit ein paar Wochen grundsätzlich einig“, sagt van der Veen. Als ein solches Bekenntnis absichtlich in dieser sportlich nicht erfolgreichen Zeit sei die Bekanntgabe nicht gedacht. Aber das Verein und Trainer zusammenstehen und das zeigen, schadet auch nicht. „Der Verein ist da ganz entspannt“, erklärt der Niederländer.

Er geht beim FC Oeding in sein fünftes Jahr als Trainer. „Eigentlich in mein drittes normales Jahr“, sagt er und zählt die beiden letzten abgebrochenen Spielzeiten nicht mit. Dabei teilen sich van der Veen und Vierhaus weiterhin als gleichberechtigte Trainer die Verantwortung – so wie schon in dieser Saison. „Das ist richtig gut, das macht viel Spaß“, bestätigt Vierhaus, dass auch ihm die Rolle als einer von zwei Spielertrainern gefällt.

Dauerbrenner Vierhaus und Wewers

Die Freude daran lässt er sich auch nicht durch die jüngsten Ergebnisse nehmen. „Das ist jetzt zum ersten Mal ein kleine Tendenz nach unten zu beobachten“, bestätigt er. Aber schon beim Spiel gegen Fortuna (0:1) habe die Mannschaft nicht schlecht gespielt. Vierhaus, neben Christopher Wewers der Dauerbrenner im Team, der in dieser Saison noch keine Spielminute verpasste, ist felsenfest überzeugt: „Es kommen wieder bessere Zeiten. Denn die Mannschaft hat die Qualität, im oberen Drittel mitzuspielen.“

Nebenbei will der 30-Jährige demnächst die Prüfung zur B-Lizenz ablegen. Danach strebt auch van der Veen, der Ambitionen hat, irgendwann in einer höheren Liga Traineraufgaben zu übernehmen. „Aber noch nicht jetzt. Ich habe noch zu viel Spaß, selber zu spielen und auf dem Platz zu stehen.“

Baustelle zentrales Mittelfeld

Genau das war dem 36-Jährigen zuletzt aber wegen einer Verletzung nicht möglich. Und besonders im zentralen defensiven Mittelfeld taten sich große Schwierigkeiten beim FC Oeding auf, denn auch Jannik Börnemeier, der im Spitzenspiel in Schöppingen die Rote Karte sah, und Bastian Sicking fehlen dort zurzeit.

Guido Vierhaus (re.) teilt sich weiterhin die Arbeit als Spielertrainer des FC Oeding mit Jeroen van der Veen und strebt zudem die B-Lizenz an.
Guido Vierhaus (re.) teilt sich weiterhin die Arbeit als Spielertrainer des FC Oeding mit Jeroen van der Veen und strebt zudem die B-Lizenz an. © Johannes Kratz © Johannes Kratz

Aber wie Vierhaus sieht van der Veen den Wendepunkt erreicht. „In Schöppingen, gegen Lünten und in Stadtlohn haben wir uns selbst geschlagen. Aber zuletzt bei Fortuna Gronau war die Leistung trotz der Niederlage okay“, beurteilt er die Lage.

Saison noch nicht abschreiben

Und beide Oedinger Trainer sind auch nicht bereit, die Saison 21/22 schon ganz abzuschreiben. Acht Punkte fehlen zum Spitzenplatz, den der FC schon mal innehatte. „Der Abstand ist groß. Aber jetzt hat auch der ASC Schöppingen Federn gelassen“, erklärt van der Veen. Bis zur Winterpause möchte er den Rückstand etwa halbieren. Wobei ja auch noch andere Mannschaften um Platz eins mitspielen und sich in den Spielen untereinander Punkte abnehmen werden. „Wenn wir nach der Winterpause nur vier, fünf Punkte Rückstand haben, kann noch alles passieren“, sind van der Veen und Vierhaus einer Meinung. Sie machen weiterhin gemeinsame Sache mit dem FC Oeding.

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