Anke Fischert (l.), Birgit Schmeddes und weitere Mitglieder vom Lauftreff des SuS Legden haben in den vergangenen Tagen fleißig Kilometer auf dem virtuellen Weg nach Spanien gesammelt. © Sascha Keirat
Leichtathletik

Legdener laufen virtuell nach Santiago de Compostela

Während die öffentlichen Sportanlagen in Legden weiterhin geschlossen bleiben, hat die Laufabteilung des SuS einen eigenen Weg gefunden, um aktiv zu bleiben. Genauer gesagt: einen Pilgerweg.

Insgesamt 2830 Kilometer beträgt die Strecke von Legden nach Santiago de Compostela. Den Jakobsweg haben sich jetzt 90 Mitglieder der Laufgruppe des SuS Legden vorgenommen. Allerdings bestreiten sie die Strecke nicht auf herkömmliche Weise.

Unter dem Motto „Wir sind dann mal weg“ – angelehnt an das Buch „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling, der seine Erlebnisse vom Jakobsweg schildert – haben die Legdener jetzt eine eigene Laufaktion gestartet. Während Kerkeling vor 20 Jahren im Baskenland startete und insgesamt über einen Monat lang unterwegs war, sind die Legdener nach knapp einer Woche deutlich schneller vorangekommen.

Warum das so ist, liegt auf der Hand: Schließlich sammeln beim SuS deutlich mehr Füße die Kilometer. Und das im flachen Münsterland. „Ihre Laufergebnisse tragen unsere Walker, Wanderer und Läufer in eine App ein. Jeder gelaufene Kilometer fließt ins Ergebnis mit ein“, erklärt Birgit Schmeddes, die den Lauf mit initiiert hat.

Große Resonanz unter Legdener Läufern

Von der Resonanz auf die Aktion, die am Samstag, 20. Februar, gestartet ist, zeigt sich die Legdenerin begeistert. „Mit den 2830 Kilometern haben wir uns ein Ziel ausgesucht, das uns nicht zu hoch gegriffen schien. Nun haben wir aber schon am Mittwoch ‚Bergfest‘ gefeiert, weil schon über 1400 Kilometer, also über die Hälfte der gesamten Strecke, zusammengekommen sind.“ Am Donnerstag waren es bereits über 1700 Kilometer.

Vorgaben haben die Legdener Läufer übrigens keine. Tempo, Zeit oder gelaufene Kilometer spielen keine Rolle. Jeder Beitrag zählt. Die Teilnehmer erhalten zudem regelmäßig ein Update, auf welchem Abschnitt der virtuellen Pilgerreise sie sich gerade befinden. Das Ziel, den Wallfahrtsort Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens, dürften die Legdener in den nächsten Tagen erreichen. Schließlich finden sie derzeit ideale Laufbedingungen vor.

Birgit Schmeddes, die ihre Runden meist gemeinsam mit Trainer-Kollegin Anke Fischert dreht, macht sich schon Gedanken darüber, welches Ziel als nächstes in Angriff genommen werden könnte. „Mal schauen, vielleicht laufen wir direkt zurück von Santiago nach Legden.“

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Sportredaktion Ahaus