Luis Frieling (r.) rückt von den Junioren des SC Preußen zur neuen Saison in den Seniorenbereich auf und hofft auf Einsätze in der Oberliga. © Peter Lessmann
Fußball

Legdener Talent Luis Frieling auf dem Sprung in die Oberliga

Nur über das Training mit der U19 von Preußen Münster hatte Luis Frieling zuletzt die Chance, sich zu empfehlen. Die hat der Legdener genutzt – und darf sich ab Sommer Oberligaspieler nennen.

JSG Legden/Asbeck, SuS Stadtlohn, Preußen Münster, SpVgg Vreden und erneut Preußen Münster – das sind die bisherigen Stationen in der Laufbahn von Luis Frieling. Im Sommer geht der 18-Jährige nun in den Seniorenbereich über. Dabei winken ihm auch Duelle mit seinem Ex-Klub Vreden.

Während viele Fußballer schon Ende des vergangenen Jahres wussten, für welche Mannschaft sie in der Saison 2021/22 spielen werden, musste sich Luis Frieling etwas gedulden. Ende März haben die Verantwortlichen des SC Preußen dem Legdener dann mitgeteilt, dass sie ihn gern im Kader ihrer U23 in der Oberliga sehen würden. Frieling musste nicht lang überlegen.

Zuvor habe er zwar Anfragen anderer Klubs erhalten, die aber jeweils unterhalb der Oberliga angesiedelt sind. „Ich bin froh, dass ich jetzt in Münster diese Chance bekomme“, sagt Luis Frieling. „Vor allem nach zwei solchen Saisons, in denen ja nur sehr wenige Spiele stattgefunden haben.“

Treffer gegen den SC Paderborn

In der laufenden Spielzeit der A-Junioren-Bundesliga West etwa sind erst vier Spieltage über die Bühne gegangen. Luis Frieling lief für die Preußen dreimal auf und erzielte dabei einen Treffer: das vorentscheidende 2:0 beim Sieg gegen den SC Paderborn. 13 Einsätze verzeichnete der Legdener in seinem ersten U19-Jahr in Münster. „Da wir so wenig gespielt haben, ging es für uns darum, uns über das Training zu empfehlen“, erzählt er.

Und das gestaltete sich gar nicht so einfach, schließlich war auch in Münster über viele Wochen nichts möglich für den Nachwuchs. Anfang März durften die „Youngstars“ dann unter strengen Auflagen wieder Einheiten absolvieren. „Das war schon was ganz anderes als das, was ich die Wochen zuvor gemacht hatte. Zwar habe ich viel für mich selbst trainiert, zum Beispiel für den Oberkörper oder die Beinkraft. Aber eine richtige Einheit mit Abschlussspiel – das ist schon eine andere Sache“, so der Legdener.

Luis Frieling (M.), hier im Trikot der SpVgg Vreden im Duell gegen Schalke 04.
Luis Frieling (M.), hier im Trikot der SpVgg Vreden im Duell gegen Schalke 04. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

Wieder auf das Level von vor dem Lockdown zu kommen, das sei schon eine Herausforderung. Doch nach knapp anderthalb Monaten zurück auf dem Platz werde es immer besser. Der Fokus liege für Frieling in den nächsten drei Jahren aber erst einmal auf dem Beruf: In einem Legdener Unternehmen hat er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann begonnen. „Der Fußball läuft also erst mal eher nebenbei, aber in Münster trotzdem auf einem professionellen Level.“

Mit seinen neuen Mitspielern in der U23 habe er schon das ein oder andere Mal trainiert, viele kenne er natürlich noch aus der gemeinsamen Zeit bei den Junioren. Der 18-Jährige sieht seine Rolle auf dem Platz vor allem im Zentrum. Dribbelstärke, Tempo und Torabschluss nennt er als seine Stärken. Und was muss noch besser werden? „Ich muss noch an meiner Körpersprache arbeiten, das haben mir meine bisherigen Trainer gesagt.“

Im Oberliga-Kader der Münsteraner wird sich Luis Frieling gegen starke Konkurrenz behaupten müssen. So viel Einsatzzeit wie möglich erhofft er sich dabei natürlich. Vielleicht sogar gegen die SpVgg Vreden, für die er in der C- und B-Jugend auflief. Dort könnte er dann auf seine früheren Mitspieler Felix Mensing sowie die aktuellen A-Junioren Henrick Resing, Arian Kraushaar und Nils Cordes treffen, die im Sommer zum Oberliga-Kader stoßen.

Vor seiner Zeit im Hamalandstadion hatte Luis Frieling bereits drei Stationen hinter sich. Nach den Anfangsjahren bei der JSG Legden/Asbeck wechselte er nach der E-Jugend zum SuS Stadtlohn und von dort aus in die U13 des SC Preußen. Nach Münster kehrte er im Sommer 2018 zurück und will dort nun auch seine ersten Schritte im Seniorenfußball gehen. „Ich hoffe, dass es bald wieder losgeht und wir vielleicht mal wieder eine normale Saison erleben werden.“

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Sportredaktion Ahaus