Potenzielle Nachfolger für Joachim Löw? Drei Trainer aus dem Westmünsterland zeigen ihre Bereitschaft mit einem Augenzwinkern. © Montage Martin Klose
Fußball

Löw-Nachfolge: Diese drei Westmünsterländer würden sich überreden lassen

Die Ära Löw bei der Nationalelf endet nach der EM im Sommer. Um Oliver Bierhoff und Co. die Nachfolger-Suche zu erleichtern, haben wir schon mal drei Top-Kandidaten im Westmünsterland gefunden.

Die Frage nach dem neuen Bundestrainer wird in den nächsten Tagen und Wochen wohl eine der spannendsten für die Fußballfans in Deutschland. Dabei gibt es doch ein paar Kandidaten, die sofort parat stehen würden. Wir haben Oliver Bierhoff gespielt und drei Trainer in Ahaus und Umgebung gefunden, die eigentlich schon aufgehört haben, sich für den Job bei der DFB-Elf aber noch mal überreden lassen würden.

Bernd Dirksen, Dominik Sahlmer und Peter Ellermann erklären mit einem Augenzwinkern, was sie als Löw-Nachfolger besser machen und welche Elf sie aktuell auf den Platz schicken würden. Als Bonbon darf jeder auch noch einen Spieler mit zum Nationalteam nehmen, den er in Wirklichkeit mal trainiert hat.

Dominik Sahlmer
Dominik Sahlmer © Sascha Keirat © Sascha Keirat

„Klar, ich wäre sofort dabei“, sagt Dominik Sahlmer. „Nationaltrainer ist doch der deutlich entspanntere Job als Bundesligatrainer. Ich habe direkt ein Bild von Jogi vor Augen, wie er mit einem Tässchen Kaffee in Freiburg auf der Tribüne sitzt. Das könnte ich mir auch gut vorstellen. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich zurzeit zwar lieber Frankreich trainieren, weil dort die besseren Talente rumlaufen. Aber man muss als Trainer eben mit dem arbeiten, was man hat.“

Grundsätzlich zähle sich Sahlmer, zuletzt als Spielertrainer beim ASV Ellewick aktiv, eigentlich nicht zu den ganz großen Löw-Kritikern. „Er hat schon viel gut und richtig gemacht. Wenn ich übernehmen würde, dann würde ich aber schon die besten Spieler aufstellen.“ Damit spielt Sahlmer natürlich auf die Ausbootung von Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng an.

Der frühere Defensivspezialist hat aber noch eine andere Idee, um die DFB-Elf wieder auf Kurs zu bringen: „Ich würde mich mit der Friseurinnung solidarisieren und das Einfliegen aller Privatfriseure verbieten (kein Wunder bei meiner Frisur). So könnten sich die Jungs mal wieder voll auf Fußball konzentrieren.“

Als Backup würde Sahlmer Johannes Dönnebrink mitnehmen. Den aktuellen Spielertrainer des TuS Wüllen trainierte er zu seiner Zeit beim SV Gescher. „Deutschland hat momentan keinen echten Mittelstürmer. Der fehlt meines Erachtens, und Jojo Dönnebrink verkörperte diesen Stürmer: groß, kopfballstark und trotzdem relativ beweglich und technisch mehr als ordentlich.“

Dominik Sahlmers aktuelle DFB-Startelf (4-1-4-1): Neuer – Klostermann, Boateng, Hummels, Halstenberg – Kimmich – Gnabry, Goretzka, Gündogan, Sane – Müller/Dönnebrink

Bernd Dirksen
Bernd Dirksen © Angelika Hoof © Angelika Hoof

„Wenn der DFB ruft, bin ich da – auch auf die Gefahr hin, dass es zu Hause Theater gibt“, sagt der Stadtlohner Bernd Dirksen, zuletzt beim TuS Wüllen an der Seitenlinie. Was den Kader angeht, würde er mit der DFB-Elf ähnliche Pläne wie Dominik Sahlmer verfolgen. Auch er würde Löws Entscheidung mit Müller, Hummels und Boateng rückgängig machen. Zumindest Müller wäre bei ihm gesetzt.

Haaland und Lewandowski einbürgern

Aber der Trainerfuchs würde noch ganz andere Register ziehen. „Ganz viel falsch gemacht hat Jogi in seiner Laufbahn von 2006 bis 2018 ja nicht. Seit der WM in Russland ist aber der Wurm drin. Vielleicht hilft da mal ne Kiste Bier in der Kabine, um den Teamgeist zu stärken. Aber, auch ganz wichtig – Haaland und Lewandowski einbürgern.“ Als lokalen Spieler würde Dirksen Thomas Schneider (ehemals TuS Wüllen) mitnehmen – „einen echten Stoßstürmer als Backup für Lewandowski“.

Und warum wäre Dirksen der richtige Mann für die Nationalelf? „Weil sie mit ein paar motivierenden Maßnahmen (mal ein Bierchen zusammen zischen) als Truppe auf dem Platz stehen und neben Hacke, Spitze 1-2-3 auch die Grundtugenden Kämpfen, Rennen, Kratzen und Beißen wieder auf das Grün bringen würden.“

Bernd Dirksens aktuelle DFB-Startelf (4-4-2): Neuer – Süle, Boateng, Hummels, Klostermann – Goretzka, Gündogan, Müller, Ginter – Haaland, Lewandowski/Schneider


„Nationaltrainer? Das würde ich mir glatt überlegen“, sagt Peter Ellermann. „Dann müsste ich mir zumindest um meine Rente keine Sorgen mehr machen.“ Der frühere Meister-Trainer des SC Südlohn, würde als erste Maßnahme, genauso wie seine Kollegen, das verstoßene Trio Müller/Hummels/Boateng zurückholen und grundsätzlich immer die stärkste Elf aufbieten.

Peter Ellermann © Sascha Keirat © Sascha Keirat

Auch dass die Nationalelf erfolgreicher auftreten würde als zuletzt, könne der Ex-Coach garantieren. „Wenn ich übernehme, können sich Bierhoff und Co. darauf verlassen, dass die Truppe heiß ist, an Motivation wird es ihr nicht fehlen.“

Ellermann hätte außerdem noch eine Spezialwaffe in petto: „Ich würde Dennis Böing mitnehmen, meinen früheren Spieler beim SV Gescher. Der war fußballerisch zwar nicht der Beste, aber wie man heute sagt ein Mentalitätsmonster. Ein absoluter Führungsspieler und unverzichtbar für jede Mannschaft.“

Peter Ellermanns aktuelle DFB-Startelf (4-2-3-1): Neuer – Kimmich, Ginter, Hummels, Klostermann – Neuhaus (Böing), Gündogan – Gnabry, Müller, Werner – Stindl

Über den Autor
Sportredaktion Ahaus

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