Pure Freude nach dem Treffer zum 3:2 durch Koray Arslan © Sascha Keirat
Fußball-Oberliga

Mit Video: Vredener Ekstase dank Arslan und Ostenkötter

SpVgg Vreden gewinnt hoch unterhaltsames Oberligaspiel nach 0:2-Rückstand gegen Westfalia Herne. Der Schiedsrichter zückte dreimal Rot. Doch am Ende machten Vredens Joker den Unterschied.

Fußball mit all seinen Facetten erlebten die über 400 Zuschauer am Sonntag im Hamalandstadion. Beim Spiel gegen Westfalia Herne mit insgesamt drei Roten Karten belohnten sich die Spieler der SpVgg Vreden für ihre Moral. Nach 0:2-Rückstand gingen sie trotz eines verschossenen Elfmeters als 3:2-Sieger vom Platz.

Zum Mann des Tages avancierte dabei Nicolas Ostenkötter. Ohne vorher mit der Mannschaft trainiert zu haben, kam er in der 56. Minute aufs Feld, erzielte später zwei Treffer selbst und legte Koray Arslan das Siegtor auf, das das Vredener Stadion in Ekstase versetzte.

Video

SpVgg Vreden gegen Westfalia Herne (3:2)

Dieses Ende war zunächst aber noch nicht abzusehen. Vier Minuten nach Ostenkötters Einwechslung erzielte Herne erst einmal das 0:2 durch einen Schuss aus spitzem Winkel von Amed Öncel. Dabei war der Gast seit der Roten Karte in der 49. Minute gegen Deniz Ergüzel nach Foul an Felix Mensing (auch ein Herner Betreuer sah in der Szene Rot) bereits in Unterzahl. Einige Vredener Zuschauer waren sich nach dieser kalten Dusche sicher: „Das wird heute nichts mehr.“

Und ganz aus der Luft gegriffen war diese Annahme auch nicht. Denn das Vredener Offensivspiel hatte die Abwehr des Tabellenschlusslichts lange Zeit nicht in Verlegenheit bringen können. Die Herner hingegen hatten eine ihrer Möglichkeiten in der 39. Minute zum 0:1 durch Burinyuy Nyuydine genutzt, der nach einem Steilpass frei vor Ricardo Ottink einschoss. Eine Vredener Großchance gab es bis zur 71. Minute nicht, ehe Timo Grabowsky einen Freistoß knapp ans Außennetz setzte.

Startschuss zur Aufholjagd

Zwei Minuten später dann der Startschuss zur Aufholjagd: Maximilian Hinkelmann kommt über rechts durch, bedient Ostenkötter, der den Ball zum 1:2 ins Tor lenkt.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Erst sah Vredens Bernd Verwohlt die Gelb-Rote Karte (74.), dann bot sich Ostenkötter vom Elfmeterpunkt nach Foul an Hinkelmann die dicke Chance zum 2:2. Er setzte den Versuch aber an den Pfosten (77.).

Doch die Vredener steckten nicht auf. Nach einer Ecke drückte erneut Ostenkötter den Ball zum 2:2 über die Linie (81.). Und vier Minuten später bediente er den ebenfalls eingewechselten Koray Arslan, der das Spielgerät am Keeper vorbei ins Eck spitzelte. Die Freude kannte kein Halten mehr – und Trainer Engin Yavuzaslan war einfach nur begeistert: „In der Halbzeit war ich richtig sauer, aber nach der Pause hat meine Mannschaft dann gezeigt, was sie kann, Herne keine Luft zum Atmen gelassen und das Ding hier gerockt.“

Vreden: Ottink – Resing (41. Heisterkamp), Verwohlt, Hoffmann, Mensing – Wüpping (62. Arslan), Grabowsky – Kraushaar (56. Ostenkötter/90.+2 Niehuis), Kondring, Hakvoort – Hinkelmann
Tore: 0:1 Nyuydine (39.); 0:2 Öncel (60.); 1:2 Ostenkötter (73.); 2:2 Ostenkötter (81.); 3:2 Arslan (85.).
Rote Karte: Ergüzel, Herne (49.); Betreuer, Herne (49.)
Gelb-Rote Karte: Verwohlt, Vreden (74.)
Bes. Vork.: Ostenkötter, Vreden verschießt Foulelfmeter (77.)

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Sportredaktion Ahaus