Rechtezeitig vor dem Münsterland Giro haben die Ottensteiner Radsportler offiziell ihre neuen Trikots erhalten. © Raphael Kampshoff
Radsport

Neue Radabteilung des FC Ottenstein peilt ersten Höhepunkt an

Seit Juni 2021 hat der FC Ottenstein nun eine Radsportabteilung – und am Sonntag wartet mit dem Münsterland Giro schon das erste große Radrennen auf einige der inzwischen 28 Mitglieder.

Bei der Trikotübergabe des Sponsors am Mittwochabend, sprachen die beiden Abteilungsleiter Ralf Baumeister und Oliver Golitsch von einem erfolgreichen Start der Radsportgruppe. Jeden Mittwoch um 18 Uhr treffen sich die Fahrer für eine gemeinsame Runde von meist 60 Kilometern auf wenig befahrenen Strecken. Am Anfang seien die Gruppenfahrten noch ein wenig chaotisch gewesen, doch mittlerweile hat man eine gute Struktur und Dynamik im Team.

Auch die Durchschnittsgeschwindigkeit habe sich von rund 28 km/h auf inzwischen 35 km/h erhöht. Momentan planen die beiden Abteilungsleiter, die auch gerade dabei sind, die entsprechenden Trainerscheine zu erlangen, das Training mit angelesenem Wissen aus Büchern oder aus dem Internet. Aber mit der Teilnahme an den Ausbildungskursen wollen sie ihr Fachwissen so erweitern, dass ein strukturiertes Training angeboten werden kann.

So ist für die kommende Saison, wahrscheinlich ab dem Frühjahr, auch ein Einsteigerangebot geplant. Dort können dann alle, die Lust am Radfahren haben, teilnehmen und man hofft dabei, auch Frauen zum Mitfahren in der bisher rein männliche Gruppe motivieren zu können.

Das erste kleinere Rennen hat die Gruppe schon im September bei der Euregio Gravelrunde in Angriff genommen. Mit sechs Fahrern ging man auf die 55-Kilometer-Runde, zusammen mit der Heimfahrt kamen die Fahrer dann auf insgesamt 90 Kilometer. Auch den ersten Preis hat die Radsportabteilung, die sich auch Fiets Club Ottenstein nennt, dort eingefahren. Als größte gemeinsam fahrende Gruppe gewannen sie ein Fass Bier.

Keine großen Ambitionen beim Giro

Ohne große Ambitionen auf vordere Platzierungen geht es nun am Sonntag nach Nienberge zum Start über die 95-Kilometer-Strecke beim Münsterland Giro. „Wir versuchen, möglichst lange gemeinsam zu fahren, aber wichtig ist uns, dass wir alle gut durchkommen und sturzfrei bleiben. Jeder soll so fahren, wie er kann“, sagte Ralf Baumeister am Mittwochabend.

Die Ottensteiner Radsportler auf der Strecke
Die Ottensteiner Radsportler auf der Strecke © privat © privat

Die Radsportsaison wird dann demnächst zu Ende gehen. Die gemeinsamen Treffen am Mittwochabend sollen aber bleiben. So wird zuerst ein Erste-Hilfe-Kurs für die Mitglieder der Abteilung angeboten, im weiteren Verlauf des Winters möchte man sich zum Stabilisationstraining treffen, um Rücken- und Oberkörpermuskeln aufzubauen, die wichtig sind für lange Radeinheiten. Auch die ersten Termine für das kommende Jahr hat die Abteilung schon geplant. So soll es in jedem Jahr am Vatertag eine längere Radtour von mindestens 100 Kilometern geben, wo man den Tag dann gemeinsam ausklingen lässt.

Um sich auch optisch als gemeinsame Gruppe zeigen zu können, sind die Ottensteiner nun auf die Suche nach einem Trikotsponsor gegangen. Bei einem großen Ottensteiner Unternehmen stieß man da sofort auf offene Ohren. Am Mittwoch wurden die neuen Trikots dann erstmals öffentlich präsentiert, als Dankeschön bekam der Sponsor dann von der Gruppe auch ein eigenes Trikot überreicht.

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