Zwischen dem ersten Sieg in der Liga und dem Pokalerfolg in Ottenstein haben sich Vereinsspitze und Trainer Engin Yavuzaslan zusammengesetzt. © Sascha Keirat
Fußball-Oberliga

„Noch jede Menge Arbeit“: SpVgg Vreden hat die Trainerfrage geklärt

Vor dem anstehenden Heimspiel gegen Westfalia Herne hat Oberligist SpVgg Vreden bei der Trainerfrage Nägel mit Köpfen gemacht und eine recht langfristige Lösung gefunden.

Nein, der Vorstand der Blau-Gelben hat nicht auf den ersten Saisonsieg gewartet, um sich mit Chefcoach Engin Yavuzaslan zusammenzusetzen. „Wir machen unsere Entscheidung nicht von Ergebnissen abhängig“, sagt Klubchef Christoph Kondring.

Zwischen dem ersten Oberliga-Erfolg in Meinerzhagen (1:0) am Sonntag und dem Pokal-Kantersieg in Ottenstein (12:0) am Donnerstag haben sich Kondring und der 2. Vorsitzende der SpVgg, Christian Bengfort, mit Engin Yavuzaslan auf eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre, also bis Sommer 2024, geeinigt. Vor dem Anpfiff in Ottenstein teilte der Trainer seinen Spielern die Neuigkeit mit.

Yavuzaslan habe durchaus auch Anfragen von anderen Vereinen erhalten, diese aber beiseite geschoben, wie er sagt. „Ich bin hier absolut zufrieden und spüre das Vertrauen in meine Arbeit. Die Leute im Verein sind super, die Rahmenbedingungen genauso“, lobt der Recklinghäuser. „Außerdem haben wir hier noch jede Menge Arbeit vor uns, die Spieler entwickeln sich alle noch, können sich noch weiter verbessern. Insofern hätte es für mich keinen Grund gegeben, meine Zelte in Vreden frühzeitig abzubrechen.“

Kondring: „Es ist alles topp“

Dass der Trainer viel Zeit und Herzblut in die Arbeit mit dem jungen Team steckt, sehen natürlich auch die Entscheidungsträger. „Es ist alles topp. Uns ist natürlich vor allem die Entwicklung der Mannschaft wichtig“, sagt Christoph Kondring. „Und die läuft bei allen Spielern gut. Daher sind wir zufrieden.“ Die Gespräche mit den Co-Trainern sowie den Spielern, deren Verträge 2022 auslaufen, stünden als nächstes an. „Mit der Verlängerung haben wir frühzeitig ein Signal gesetzt.“

Yavuzaslan übernahm die Mannschaft im Sommer 2020 von Rob Reekers, mit dem sie den Sprung in die Oberliga geschafft hatte. In der neuen Spielklasse zeigten die Vredener einen gelungenen Start, belegten zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs den achten Platz. Aktuell steht das Team nach sechs Spieltagen auf Rang 17.

Westfalia Herne zu Gast im Hamalandstadion

  • Mit Westfalia Herne gastiert am Sonntag ab 15 Uhr ein kriselnder Traditionsklub bei der SpVgg Vreden. Der frühere Zweitligist ist Tabellenletzter mit erst einem Punkt – und Anfang der Woche trat der langjährige Trainer Christian Knappmann zurück.
  • „In der Oberliga gibt es keine Pflichtsiege, aber das ist schon ein Spiel, in dem wir unbedingt unseren ersten Heimsieg holen wollen“, sagt Trainer Engin Yavuzaslan. Vor allem habe seine Mannschaft nach dem 0:5 im letzten Heimspiel gegen Paderborn etwas gutzumachen.
  • Personell werden die Blau-Gelben voraussichtlich genauso antreten wie unter der Woche im Kreispokal.
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Sportredaktion Ahaus