Im März 2016 als Zuschauer bei der Ersten des SuS: B-Juniorentrainer Stefan Rahsing (l.) und A-Juniorentrainer Hendrik Maduschka, heute Cheftrainer in Stadtlohn und Gescher. © Sascha Keirat
Fußball

Rahsing und Maduschka: Alte Weggefährten treffen sich im Topspiel

Drei Jahre bildeten sie gemeinsam die Talente des SuS Stadtlohn aus. Am Sonntag sind der aktuelle SuS-Trainer Stefan Rahsing und Hendrik Maduschka vom SV Gescher Konkurrenten im Topspiel.

Maduschka war insgesamt sogar 16 Jahre als Coach beim SuS tätig. Lange in der Jugend, am Ende auch als Co- und Interimstrainer der Ersten. Dass der Vergleich am Sonntag für ihn ein besonderer ist, das kann er nicht verhehlen.

„Wenn ich heute ab und zu noch selbst auf dem Platz stehe, dann ist das bei den Alten Herren des SuS. Na klar ist die Verbundenheit noch da, wenn man so lange bei einem Verein war“, sagt Maduschka. „Klar ist aber auch, dass es am Sonntag nicht um mich geht, sondern um das Duell SuS Stadtlohn gegen SV Gescher.“ Und das bedeutet in der Tabelle: Erster gegen Vierter.

Rahsing „Sonst wäre ich nicht in Stadtlohn gelandet“

Auch für Stefan Rahsing ist das Duell mit Hendrik Maduschka kein ganz alltägliches: „Wir haben damals in Kaiserau zusammen unseren Trainerschein gemacht. Ich glaube, sonst wäre ich gar nicht beim SuS gelandet“, sagt Rahsing. Der Holtwicker trainierte ab 2013 die Stadtlohner B-Junioren, Maduschka zu der Zeit die A-Junioren.

Was beide Trainer aktuell noch gemeinsam haben: Ihre Mannschaften sind lange Zeit nicht mehr in einem Ligaspiel als Verlierer vom Platz gegangen. Die Gescheraner sind seit dem 27. September 2020, als sie mit 0:1 beim SuS unterlagen, in elf Liga- und auch Pokalspielen unbesiegt. Die Stadtlohner haben seit der Niederlage in Lüdinghausen am 20. Februar 2020 keines ihrer 16 Ligaspiele verloren, mussten sich seither nur der SpVgg Vreden im Kreispokalfinale und zuletzt im Westfalenpokal-Elfmeterschießen SW Wattenscheid geschlagen geben.

So kommt es nicht von ungefähr, dass Hendrik Maduschka dem Gegner großen Respekt zollt: „Ich denke, mit Stadtlohn erwartet uns die spielstärkste und am besten eingespielte Mannschaft der Liga. Wir sehen uns trotzdem in der Lage, ihnen in diesem einen Spiel Paroli zu bieten.“

Einen kämpferischen Gast erwartet auch Stefan Rahsing: „Ich denke, dass es ein total intensives Spiel wird. Gescher wird versuchen, uns die Räume eng zu machen. Und auch auf Umschaltmomente warten. Für uns heißt das, dass wir mit dem Ball schnell und intelligent agieren müssen und vor allem die Power an den Tag legen, wie wir es letzte Woche in Billerbeck getan haben.“

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Sportredaktion Ahaus