Der VfB Alstätte (hier mit Oliver Tenhagen) sorgte mit dem 3:2 gegen Vorwärts Epe (hier blockt Andreas Fontein) für eine Überraschung. © Angelika Hoof
Fußball

Rote Karte und Elfer als Wendepunkt im Derby

Nach anfänglicher Überlegenheit von Vorwärts Epe schlug der VfB Alstätte zu und feierte einen Heimsieg, der am Ende noch mal wackelte.

Glücklich? Verdient? „Zumindest haben wir es spannend gemacht“, erklärte VfB-Spielertrainer Niklas Hilgemann am Ende des Meisterschaftsspiels zwischen dem VfB Alstätte und Vorwärts Epe. Fest stand für ihn nur: „Durch den 3:2 (0:0)-Erfolg über den bis dato Tabellenvierten haben wir drei wichtige Punkte eingefahren und konnten dadurch auf den neunten Tabellenplatz vorrücken.“

Vorwärts beginnt stark

Wer im Vorfeld der Partie auf einen VfB-Sieg gesetzt hat, wäre spätestens zur Halbzeit nur mitleidig belächelt worden. Obwohl die Gäste aus Epe auf Spielertrainer Marco Aydin und Marcel Deelen verzichten mussten, bestimmten sie das Match nach Belieben. „In der Ballannahme sind wir einfach nicht rattig genug“, bemerkte VfB-Co-Trainer Dirk Haveloh. Ihren deutlich höheren Spielanteil konnten die Eperaner indes nicht in Tore ummünzen.

VfB geht in Führung

Anstelle eines Torjubels aufseiten der Grün-Weißen waren es direkt nach dem Seitenwechsel jedoch die Hausherren, die den Führungstreffer feiern durften. Was war geschehen? Der gerade erst eingewechselte Stef Aagten war durch Vorwärts-Keeper Dante Warner zu Fall gebracht worden. Während Warner Rot sah, ließ sich Henning Feldhaus (49.) nicht zwei Mal bitten und versenkte den fälligen Strafstoß zum 1:0. Aagtens Jubel fiel Schiedsrichter Samuel Hutter offensichtlich zu heftig aus, sodass er ihm die Gelbe Karte zeigte. Eine Karte mit Folgen, wie sich später herausstellte. Als Stef Aagten in der 60. Minute einen Pass von Niklas Hilgemann über Marcel Peters-Kottig hinweg zum 2:0 in die Maschen hob, konnte der Torschütze seine Freude erneut nicht zügeln. Er zog sein Trikot hoch und durfte nach der Gelb-Roten Karte ebenfalls duschen. Beflügelt von ihrem Lauf, ließen die Rot-Weißen nur drei Minute darauf das 3:0 durch Tobias Tenhagen folgen. Doch Vorwärts steckte nicht auf und sollte belohnt werden. Andreas Fontein (88.) markierte den Anschlusstreffer zum 3:1, dem Aleksandar Temelkov (90.+4) das 3:2 per Elfmeter folgen ließ. „Die Alstätter haben nur auf Konter gewartet. Nach dem klaren Torwartfehler haben wir uns die weiteren Gegentore selbst zuzuschreiben“, war Marco Aydin mit der Vorstellung seiner Elf alles andere als zufrieden.

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