Heeks Torhüter Noel Oellerich klärt gegen Christopher Behrendt, darauf prallen sie zusammen. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Der Wüllener verwandelte, doch Heek hatte eine Antwort parat. Wie häufiger im Derby.
Fußball

SV Heek gewinnt turbulentes Derby beim TuS Wüllen

Neun Treffer fielen im Bezirksliga-Derby zwischen dem TuS Wüllen und dem SV Heek. Trotz ständiger Führung mussten die Gäste bis zum Schluss um den Sieg bangen.

Die Zuschauer werden ihr Kommen nicht bereut haben – den Trainern standen dagegen in der einen oder anderen Situation die Haare zu Berge angesichts der individuellen Fehler der eigenen Mannschaft, die dem Gegner immer wieder einfache Toren ermöglichten. Letztlich fielen so neun Treffer, wobei sich der SV Heek ein 5:4 aufgrund der ersten Hälfte durchaus verdiente.

Noch ehe sich die Gastgeber aus Wüllen sortieren konnten, schossen die Gäste aus Heek bereits eine 2:0-Führung heraus. Zunächst köpfte Rainer Hackenfort an alter Wirkungsstätte eine Ecke von Christian Theuring über die Linie (3.), dann schob Luka Kösters im Nachfassen ein (8.). Erst zur Mitte der Spielhälfte fanden die Gastgeber besser ins Spiel, sie schwammen sich etwas frei. Auch die komplett neu zusammengestellte Viererkette hatte sich nun gefunden. Hoffnung kam nach dem Anschlusstreffer vom Punkt durch Christopher Behrendt kurz vor der Pause auf (44.). Behrendt selbst soll nach Ansicht des Schiedsrichters zuvor regelwidrig von Torhüter Noel Oellerich zu Fall gebracht worden sein. Doch quasi im Gegenzug hatte erneut Kösters die sofortige Antwort parat (45.) – nicht die letzte an diesem spektakulären Derby-Sonntag.

Turbulenter Spielverlauf

Nach dem Seitenwechsel wurde es turbulent. Alexander Edel verkürzte für Wüllen (67.), wieder antwortete Kösters prompt (68.). Keine 120 Sekunden später stellte Luca Böwing wieder den Anschluss her (70.). Als dann Spielertrainer Hackenfort zum zweiten Mal für die Heeker traf (78.), wähnten sich die Heeker am Ziel. Doch nach Edels zweitem Tor (88.) mussten die Anhänger doch noch einmal zittern.

„Das Spiel war ein Spiegelbild der aktuellen Lage. Hinten tun wir uns schwer, vorne machen wir es richtig gut. Die drei Punkte tun gut – vor allem, weil nun schwere Spiele kommen“, zeigte sich Hackenfort zufrieden. TuS-Coach Johannes Dönnebrink haderte mit „gefühlt drei Eigentoren“: „Bei der aktuellen Verletztenmisere muss man Verständnis aufbringen. Die Mannschaft hat eine super Moral gezeigt.“

TuS Wüllen – SV Heek 4:5

Wüllen: H. Vortkamp – Fedder, Haeske, Almering, Büning (72. Klöpper), Edel, P. Vortkamp (46. Brinker), Gosling, Möller (63. Böwing), Bastron, Behrendt.

Heek: Oellerich – Schultewolter (60. Gausling), Blömer (67. Sundermann), Kösters, Schabbing, Theuring, Epping, Kersting, Klein (82. Kippel), Olthuis (87. Wenninghoff), Hackenfort.

Tore: 0:1 Hackenfort (3.); 0:2 Kösters (8.); 1:2 Behrendt (44., FE); 1:3 Kösters (45.); 2:3 Edel (67.); 2:4 Kösters (68.); 3:4 Böwing (70.); 3:5 Hackenfort (78.); 4:5 Edel (88.).

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