Die SpVgg Vreden (hier Carlo Korthals) genießt im Viertelfinale des Westfalenpokals Heimrecht. Der Termin steht noch nicht fest. © Sascha Keirat
Fußball

Vredens Pokalgegner steht fest – Weltmeister Großkreutz verpasst das Viertelfinale

Sechs von acht Viertelfinalisten im Westfalenpokal stehen jetzt fest. Nach Preußen Münster, SC Verl und der SpVgg Vreden wurden drei weitere Teilnehmer ermittelt. Ein Weltmeister erlebte einen bitteren Abend.

Das Achtelfinale zieht sich in die Länge. Die Spvgg. Erkenschwick musste am Mittwoch noch ein sogenanntes Zwischenspiel bestreiten. Der Westfalenligist gewann 2:1 beim SuS Bad Westernkotten. Nun folgt das Viertelfinale bei SW Wattenscheid, die Partie ist für den 20. November angesetzt.

Landesligist Wattenscheid hatte sich übrigens in Runde eins erst im Elfmeterschießen beim Bezirksliga-Spitzenreiter SuS Stadtlohn durchgesetzt und danach die Hammer SpVg aus dem Wettbewerb gekegelt.

Runde der besten acht Teams

Aber zurück zur SpVgg Vreden. Die Blau-Gelben warteten am Mittwochabend gespannt auf ihren Gegner in der Runde der letzten acht Mannschaften. Der wurde in der Partie zwischen Westfalia Rhynern und Rot-Weiß Ahlen ermittelt. Stellte sich für die Schützlinge von Trainer Engin Yavuzaslan nur die Frage: Geht es gegen einen Oberligisten oder Regionalligisten?

Die Partie in Hamm war lange offen: Und die Antwort: Die SpVgg Vreden bekommt es mit einem Regionalligisten zu tun, trifft auf Rot-Weiß Ahlen. Mit 2:0 setzte sich die klassenhöhere Mannschaft durch. Yavuzaslan war Augenzeuge: „Da haben wir jetzt mit Ahlen einen interessanten und sehr lukrativen Gegner.“

Was es bedeutet, bei der heimstarken Mannschaft in Rhynern zu spielen, besser noch zu siegen, haben die Vredener Fußballer gerade erst am eigenen Leib erfahren. Erst am Sonntag hatten sie dort noch mit 0:6 das Nachsehen.

SpVgg genießt Heimrecht

Doch es war vorher klar, dass es in der nächsten Runde gegen einen Top-Gegner gehen würde. Da trifft es sich gut, dass die SpVgg Vreden Heimrecht genießt. „Das steht fest“, erklärte Yavuzaslan schon nach dem 8:1-Kantersieg seiner Mannschaft beim Bezirksligisten Greven 09. Wann gespielt wird, weiß Vredens Coach nicht. Aber dass Ahlen das Vredener Publikum ins Stadion lockt, da ist sich Yavuzaslan sicher: „Das lässt sich ein Spielvereinigung-Fan nicht entgehen.“ Und natürlich brennt Yavuzaslan vor Ehrgeiz und lotet die eigenen Chancen aus: „Der Pokal hat bekanntlich immer seinen eigenen Gesetze.“

Dabei ist das Teilnehmerfeld des Westfalenpokals immer noch nicht komplett. Nicht nur die Partie Wattenscheid – Erkenschwick steht aus. Auch der Sieger der Begegnung TuS Ennepetal – SG Finnentrop/Bamenohl muss nächste Woche noch ermittelt werden.

Großkreutz und Odonkor raus

Hingegen zogen neben Rot-Weiß Ahlen auch der SV Rödinghausen (1:0 bei YEG Hassel) und FC Eintracht Rheine (2:0 beim TuS Bövinghausen) in das Viertelfinale des Westfalenpokals ein. Dort brachte der Gronauer Timo Scherping, Mannschaftsführer des Oberligisten, die Rheinenser kurz nach der Halbzeit in Führung. Treffer Nummer zwei fiel erst in der Schlussminute. Damit konnte auch Weltmeister Kevin Großkreutz das Ausscheiden des TuS Bövinghausen nicht verhindern. Mit David Odonkor (37) hatten die Dortmunder einen weiteren ehemaligen Nationalspieler aufgeboten.

Drittligist SC Verl, die Regionalligisten Preußen Münster, SV Rödinghausen und Rot-Weiß Ahlen, Oberligist FC Eintracht Rheine – die SpVgg Vreden bewegt sich in illustrer Runde. Der erstmalige Einzug in das Viertelfinale des Westfalenpokals – ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Bestehen des Vereins – ist eine besondere Leistung des Kreispokalsiegers des Kreises Ahaus/Coesfeld.

Nur Auswärtssiege

Übrigens: Die Vredener können es verschmerzen, dass sie im Westfalenpokal bislang dreimal auswärts antreten mussten. Nach dem 2:0-Auftaktsieg in Attendorn und dem völlig verrückten 5:4-Sieg in Meinerzhagen ging es auch beim 8:1 in Greven auf fremdem Terrain ums Weiterkommen. Und das war wohl gut so: In den bisherigen Partien des Achtelfinales setzten sich ausnahmslos die Gastmannschaften durch.

Über den Autor