Willy Westphal sieht vor allem zeitliche Probleme auf den Fußballkreis Ahaus/Coesfeld zukommen, sollte die Saison noch fortgesetzt werden. © Michael Schley
Fußball

Westphal nach Bund-Länder-Runde: „Dann wird eine Saisonwertung schwierig“

Die Ankündigungen der Bund-Länder-Runde haben am Montag bei den Verantwortlichen im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld für weitere Sorgenfalten auf der Stirn gesorgt, wie Willy Westphal berichtet.

Parallel zur Mammut-Konferenz zwischen Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder hatten sich für Montagabend auch die Mitglieder des Kreisfußballausschusses (KFA) Ahaus/Coesfeld zu einer Video-Besprechung verabredet. „Das war die kürzeste KFA-Sitzung, die wir je hatten“, berichtete der Kreisvorsitzende Willy Westphal am Dienstag gegenüber der Münsterland Zeitung.

Der Grund dafür waren die politischen Entscheidungen, die schon am späten Nachmittag durchgesickert waren. Vor allem die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April und die angekündigte „Notbremse“ für die Lockerungen in NRW brachten den KFA-Mitgliedern die Erkenntnis, „dass wir nicht vor Mitte April auf die Plätze zurück können“, so Willy Westphal.

Dadurch hätten sich viele der geplanten Tagesordnungspunkte für die Sitzung erst einmal erledigt. „Unter diesen Voraussetzungen jetzt eine Entscheidung zu treffen und zu sagen, wir halten an unseren Plänen für die Rückkehr zum Spielbetrieb fest, hätte keinen Sinn ergeben“, so der Kreisvorsitzende. Dazu werde er innerhalb der nächsten zwei Wochen auch Rücksprache mit den Vorsitzenden der anderen westfälischen Fußballkreise halten.

Vier bis fünf Wochenspieltage wären nötig

Westphal persönlich sieht mit dem derzeitigen Sachstand aber Probleme auf den Fußballkreis Ahaus/Coesfeld zukommen. Vor allem zeitlicher Natur. „Unser Verband hat den Vereinen im überkreislichen Bereich ja eine Vorbereitung von vier Wochen zugesagt. Wenn daran festgehalten wird, könnten wir frühestens Mitte Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Dann dürfte es auch bei uns auf Kreisebene eng werden, die nötigen 50 Prozent der Spiele für eine Saisonwertung zu erreichen.“

Wenn es also irgendwie möglich sei, sollte der Spielbetrieb Anfang Mai wieder aufgenommen werden, findet Willy Westphal. „Ansonsten würden wir es nur mit vier bis fünf Spieltagen unter der Woche hinkriegen. Und das wäre gerade für größere Vereine mit vielen Mannschaften schwierig zu organisieren.“

Auch wenn die Zeit bis zum Saisonende am 30. Juni immer knapper wird, die Inzidenzwerte sich bislang nicht in die erhoffte Richtung entwickeln, spricht sich der Kreisvorsitzende weiterhin für die Fortsetzung der Spielzeit aus: „Gerade für die Mannschaften, die sich einen Aufstieg erhoffen, wäre ein Abbruch bitter, denn unter den gegebenen Voraussetzungen können wir definitiv keinen Aufstieg ermöglichen. Die bisherigen Spiele umsonst gemacht zu haben, wäre aus sportlicher Sicht fatal.“

Der Fußballkreis sei jedenfalls vorbereitet für den Fall, dass die Saison noch fortgesetzt werden kann. In seinen Ligen, und im Kreispokal sowieso. Denn der darf auch nach dem offiziellen Saisonende am 30. Juni noch ausgespielt werden.

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Sportredaktion Ahaus

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