Die Zuschauer sahen am Fuchsweg im Duell zwischen dem FC Castrop-Rauxel (weiße Trikots) und der Spvg Schwerin hitzige Zweikampf-Duelle, Wortgefechte, 13 Gelbe Karten plus zwei Gelb-Rote Karten – aber nur ein Tor. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga

Beim FC Castrop-Rauxel: Spvg Schwerin siegt im hektischen Kartenfestival

Am sechsten Spieltag der Bezirksliga 9 gab es das erste Castrop-Rauxeler Derby. Die Zuschauer sahen am Fuchsweg im Duell zwischen dem FC Castrop-Rauxel und der Spvg Schwerin hitzige Zweikampf-Duelle, Wortgefechte, 13 Gelbe Karten plus zwei Gelb-Rote Karten – aber nur ein Tor.

Für die Bezirksliga-Fußballer der Spvg Schwerin könnte dieser Oktober-Einstieg auch wie Weihnachten und Ostern auf einem Tag sein. Die Kicker des FC Castrop-Rauxel haben mit ihren vielen verpassten Torchancen jede Menge Geschenke verteilt.

Schwerin fand nicht statt am Fuchsweg

So war nach dem Spiel der Tenor der beiden Trainer auch gleich – pro FC. Michael Wurst, der mit Castrop-Rauxel auf dem Merklinder Sportplatz der Gastgeber, sagte: „Wir hätten hier locker 5:1 gewinnen können.“

Der Schweriner Coach Dennis Hasecke erwiderte: „Ich verstehe das nicht, am Mittwoch haben wir einen Oberligisten im Pokal besiegt (4:2 gegen Westfalia Herne/ Anm d. Red.). Heute haben wir gar nicht stattgefunden.“

Dennoch haben die Gäste vom Schweriner Berg mit 1:0 gewonnen. Hasecke sagte zudem: „Wir müssen uns bei Torwart Cedric Niemeyer bedanken, der alles weggefischt hat.“ Das Glück hatte André Dante im Tor der Wurst-Truppe einmal nicht. Nico Bothe, kurz vorher für seinen verletzten Bruder Maik im Spiel, erzielte per Freistoß, der schnell und hart geschossen aus 18 Metern über die Handschuhe von Keeper Dante zum Siegtor rutschte, das 1:0 (20.). Das war in der 20. Minute und niemand der 70 Zuschauer hatte wohl nicht gedacht, dass dies schon die Entscheidung bedeutete.

Es begann schon schlecht für die Gastgeber. Mirco Burkamp besetzte früh den Platz des verletzten Emir Alic (8.). Nach dem Tor von Nico Bothe nahm die Hektik zu. Schiedsrichter Amir Aletic veranstaltete förmlich ein Kartenfestival: sechs Gelbe für Castrop-Rauxel, sieben für Schwerin.

Es gipfelte für Marco Führich in einer eher harmloseren Aktion in „Gelb-Rot“. Führich hatte recht ruhig eine Gelbe Karte für den Gegner gefordert. Raus aus dem Derby wegen Unsportlichkeit in der 24. Minute. Der „Bärendienst“ für seine Mannschaft schlug sich ins Gegenteil um. Von nun an bestimmte in Unterzahl nämlich trotz Nachteil der FC Castrop-Rauxel das Tempo.

Ins Netz trafen die Platzherren nicht. In letzter Instanz war entweder Niemeyer auf dem Posten oder wie in der Schlussminute Kevin Wagener, der mit einem Fallrückzieher kurz vor der Torlinie rettete.

FC-Co-Trainer Dustin Wurst, der mit Zahnschmerzen ausfiel („Es fühlt sich an als hätte ich eine Maus im Mund“), sagte schier verzweifelt: „Näher können wir dem Tor nicht kommen.“ Schwerins Lukas Muth sah nach einem Foul noch die Gelb-Rote Karte (89.).

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Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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