Kim Weber, Trainer von Arminia Ickern, hat die Zusage von einem Neuzugang, der aktuell noch Stammspieler bei einem Castrop-Rauxeler Bezirksligisten ist. © Jens Lukas
Fußball

Castrop-Rauxeler Bezirksliga-Spieler schließt sich Arminia Ickern an

Die Kreisliga-A-Fußballer des SC Arminia Ickern bekommen weitere Verstärkung für die Saison 2021/22. Der Spieler bestritt vor dem Lockdown fünf der sechs Bezirksliga-Spiele seines aktuellen Teams.

Der SC Arminia Ickern hat kurz vor dem Jahreswechsel und in den ersten beiden Monaten des Jahres 2021 drei Neuzugänge verpflichtet: Vom Liga-Rivalen Eintracht Ickern kommen Sefa Bal, Timmo Kantarci und Stürmer Kevin Tann. In der ersten März-Woche wurde bekannt, dass auch ein Kicker von einem Castrop-Rauxeler Bezirksligisten in die Glückauf-Kampfbahn kommt.

Kader bekommt bis zu 26 Spieler

Arminen-Trainer Kim Weber ist durch den Transfer-Coup schon an einem Ziel angekommen. Der Kader, den er zusammen mit Kevin Sykora für die Saison 2021/22 zusammenstellt, soll zwischen 24 und 26 Spielern umfassen. Die Maximalzahl ist erreicht.

Neuzugang Nummer vier ist Kerim Steinchen vom FC Castrop-Rauxel. Für ihn setzte Coach Weber die Meldung Richtung Sportredaktion ab: „Der Aufstiegsheld der Saison 2015/2016 und ehemalige Kapitän kehrt aus der Bezirksliga zurück nach Hause zur Arminia aus Ickern.“

Kerim Steinchen (r.) war Kapitän des SC Arminia Ickern im Kreisliga-A-Aufstiegsjahr 2016. © Volker Engel © Volker Engel

Die Geschichte dahinter: Es war der 29. Mai 2016. Kerim Steinchen schnappte sich am abschließenden Spieltag im Kreisliga-B-Topspiel von Ickern (1.) bei TSK Herne (2.) das Leder, visierte den Kasten an und schoss den Ball mit dem Außenrist genau ins lange Eck zum 1:0 (57.) – das Tor des Tages und zugleich das Aufstiegs-Tor.

Der heute 27-jährige Kerim Steinchen erklärt zu seinem Wechsel: „Ich schaffe es aus beruflichen Gründen nicht mehr, garantiert dreimal pro Woche zum Training zu kommen. Das muss aber in der Bezirksliga so sein. Und da mir der SC Arminia Ickern immer eine Herzensangelegenheit war, komme ich gerne wieder heim. Das Aufstiegs-Tor bleibt für mich unvergessen.“ Kim Weber erklärt: „Kerim ist auch angetan von der Entwicklung, die unser Team derzeit nimmt.“

Steinchen ist kein Mitläufer beim FC Castrop-Rauxel. Nach seiner zweijährigen Fußballpause nach einem doppelten Bandscheibenvorfall startete er zu Beginn der Saison 2020/21 sein Comeback und bestritt fünf der sechs Bezirksliga-Spiele in der Premieren-Saison. Über seine Durststrecke sagt Steinchen: „Das war mental die größte Aufgabe in meinem Leben – wirklich keine einfache Zeit. Ich liebe Fußball und musste so lange darauf verzichten.“

Voll des Lobes ist Kim Weber über Steinchen – und sagt: „Er ist absolut flexibel einsetzbar. Von der zentralen Position auf der Sechs bis zur offensiven Außenbahn.“ Den letzten Eindruck bekam Weber von seinem neuen Spieler Mitte August 2020. Damals wurde zwar das Testspiel-Duell zwischen dem FC Castrop-Rauxel und Arminia Ickern wegen eines Gewitters nach 30 Minuten abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber Steinchen bereits zum 1:0 seines FC getroffen.

Für den Posten des Kapitäns ist Kerim Steinchen nicht vorgesehen. Weber: „Die Aufgabe bekommt weiterhin Fatih Kantarci. Er übernimmt auf und neben dem Platz mächtig viel Verantwortung und ist für alle da.“

Uwe Blase, der Vorsitzende und Teammanager des FC Castrop-Rauxel, erklärt: „Arminia Ickern bekommt durch Kerim einen wirklich guten Fußballer und Typen dazu. Es spricht für ihn, dass er mich frühzeitig über seine Pläne und den Grund informiert hat.“

Blase bedauert es, dass Steinchen geht, weil er bei ihm eine hohe Wertschätzung genießt: „Das habe ich ihm auch so gesagt. Und: Dass ich seine Entscheidung verstehe. Bei ihm gehe ich ja auch davon aus, dass er alles für uns gibt, wenn es noch zu einem Re-Start kommen würde.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas