Fußball-Westfalenliga

Duell mit Wacker Obercastrop: Für Gäste aus Sodingen ist es „Das absolute Derby“

Die Westfalenliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop stehen am zweiten Spieltag vor einem Duell, das elektrisch aufgeladen sein kann. Es kommt der Nachbar SV Sodingen, der nur 2,5 Kilometer Anreise hat.

Mit dem 2:0-Sieg bei Westfalia Wickede sind die Fußballer von Wacker Obercastrop gut in die Westfalenliga-Saison 2021/22 gestartet. Die Castrop-Rauxeler können am Sonntag, 5. September, ein zweites Kapitel einer neuen Erfolgsgeschichte schreiben. Ab 15.15 Uhr gastiert der SV Sodingen in der Erin-Kampfbahn. Sodingens Sportlicher Leiter Stefan Gosing erklärt: „Das Spiel ist für uns das absolute Derby.“

Kniescheibe springt heraus bei einem Wackeraner

Die Aussage des SVS-Funktionärs ist nicht zu hoch gegriffen. Die Fahrt vom Sodinger Stadion zur Karlstraße ist bereits nach 2,5 Kilometern und weniger als fünf Minuten beendet.

Personell ist Wacker Obercastrop in der Begegnung nicht auf Rosen gebettet, berichtet Trainer Aytaç Uzunoglu: „Wir haben nach dem Wickede-Spiel einige angeschlagene Spieler gehabt, die diese Woche geschont werden mussten oder weniger trainiert haben.“ Bis zum Spieltag seien hoffentlich alle wieder voll einsatzbereit.

Eine Hiobsbotschaft gibt es seit dem Training am Donnerstag. Ersatztorwart Marvin Kröger wird auf unbestimmte Zeit ausfallen. Ihm ist die Kniescheibe herausgesprungen. Uzunoglu: „Wir hoffe, dass ansonsten nichts beschädigt wurde.“ Benedikt Bals von der zweiten Mannschaft (Kreisliga B) wurde in den Kader berufen – weil Chris Ebeling weiterhin an seiner Handverletzung laboriert. Das Lazarett ist aber noch größer: Auch Kapitän Moritz Budde, Christian Mengert, Moritz Schlegel, Marc Schatterny können nur zuschauen.

Zur K-Frage sagt Aytaç Uzunoglu mit Blick auf das Fehlen von Budde: „Wir haben viele Spieler, die die Binde tragen könnten. Bastian Fritsch ist offiziell unser zweiter Kapitän. In Wickede hatte Nico Brehm die Rolle des Kapitäns sehr gut ausgefüllt und war ein echter Anführer.“

Über die Gäste aus Herne sagt der Wacker-Coach: „Wir kennen viele Spieler der Sodinger Mannschaft, so dass wir einen guten Einblick haben. Sie sind insbesondere in der Offensive sehr gut besetzt und haben einige Spieler, die für Torgefahr sorgen können.“

Den Fans zu bedenken gibt der Trainer: „Viele Teams – und ich zähle uns auch dazu – werden noch drei bis vier Wochen benötigen, um zumindest physisch ihre Bestleistungen abrufen zu können.“ Gegen Sodingen erwartet Aytaç Uzunoglu „ein Spiel zwischen zwei Teams, die über spielerische Mittel kommen werden – mit intensiven Spielsequenzen und Pass-Stafetten.“ Er und sein Team möchten so konzentriert und kompakt wie möglich agieren. Uzunoglu: „Und natürlich als Heimmannschaft auch offensive Nadelstiche setzen.“

Sodingens Sportlicher Leiter Stefan Gosing empfindet es als schade, dass das Wiedersehen auf dem Platz mit seinem Ex-Spieler Christian Mengert ausfällt. Dafür bleibt ihm dieses mit Nico Brehm, der viele Jahre im Stadion am Holzplatz kickte. Gosing: „Er hat für die Liga, in der wir spielen, überragende Fähigkeiten und war bei uns immer ein Teamplayer, der sich voll mit dem Verein identifiziert hat.“

Die Herner müssen auf Moritz Felber nach einer Gelb-Roten Karte aus der Auftaktpartie beim BSV Schüren (2:2) verzichten. Zudem sind vier Akteure verletzt aus der Saisonvorbereitung hervorgegangen.

Frische Eindrücke durch Beobachtungen habe man im Sodinger Lager von den Wackeraner nicht gewonnen. Stefan Gosing: „Wir sind derzeit mehr selbst mit uns beschäftigt.“ Das habe auch damit zu tun, dass man beim 2:2 in Schüren eine 2:0-Führung verspielt habe und im Kreispokal beim Bezirksligisten SF Wanne mit 0:1 ausgeschieden sei.

Gosing: „Dennoch versuchen wir, unser Ding zu machen. Und wir freuen uns, mit unserer technisch guten Truppe auf Kunstrasen spielen zu können. Wir müssen einfach effektiver werden. Denn wir haben uns bislang in jedem Spiel stets einige gute Torchancen herausgearbeitet. Am Ende des Tages wäre es auch OK für mich, wenn wir unattraktiv spielen – und die Punkte mitnehmen.“ Mitnehmen auf den kurzen Heimweg.

Über den Autor
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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