Noch bevor der erste Raureif auf dem Kunstrasen der Erin-Kampfbahn liegt, möchten die Verantwortlichen des SV Wacker Obercastrop alle Vertragsgespräche abgeschlossen haben. © Jens Lukas
Fußball-Westfalenliga

Ein Offensivspieler mit Bundesliga-Erfahrung gibt dem SV Wacker Obercastrop sein Ja-Wort

Beim SV Wacker Obercastrop geht alles ratzfatz über die Bühne: Der Aufstieg in die Westfalenliga wie auch jetzt ein Vertrags-Gespräch nach dem anderen mit den Fußballspielern für die neue Saison.

Die Fußball-Mannschaft des SV Wacker Obercastrop hat ihren Fans im Jahr 2020 atemberaubende Monate beschert. Ein oberliga-erfahrener Spieler aus dem Kader, der daran beteiligt war, hat jetzt seine Zusage für ein weiteres Jahr gegeben. Der Höhepunkt war der Aufstieg in die Westfalenliga. Alles zeugt von guter Planung.

Die Laufbahn begann bei SW Röllinghausen

Jetzt sind die Verantwortlichen bei den Spieler-Gesprächen ebenso rasant bei der Sache. Nach einigen Kameraden vorher, hat nun Stürmer Marc Schröter mit dem Sportlichen Leiter, Alexander Wagner, seinen Vertrag auf ein weiteres Jahr für die Saison 2021/22 ausgedehnt. Wie bei den bisherigen Akteuren ging das am Telefon blitzschnell. Obwohl noch niemand weiß, wann und wie die wegen der Corona-Pandemie aktuell unterbrochene Serie zu Ende gespielt wird.

Am 14. September 2019 erzielte Marc Schröter das vorentscheidende 4:2 beim 5:2-Sieg des SV Wacker Obercastrop bei der DJK Wattenscheid – und deutete mit einer Geste an: „Strich drunter!“ © Jens Lukas © Jens Lukas

Marc Schröter sagte dem Reporter unserer Redaktion: „In Obercastrop spielen einige Freunde von mir, mit denen ich schon früher zusammengespielt habe und ich fühle mich in Obercastrop wohl.“ Er meint damit Serhat Can und Elvis Shala, die ihn zum SV Wacker gelockt hätten.

Vorher lag Castrop-Rauxel eigentlich nicht im Dunstkreis des heute 27-Jährigen, der bei SW Röllinghausen in Recklinghausen mit fünf Jahren erstmals in einer Mannschaft aufs Feld lief. Sein Vater, der Bezirksliga spielte, hatte ihm die Liebe zum Fußball vermittelt.

Das ist Marc Schröter

  • Marc Schröter, Fußballer des SV Wacker Obercastrop, ist am 11. Oktober 1993 in Recklinghausen geboren und aufgewachsen. Er wohnt mit seiner Freundin Agnes im Stadtteil Recklinghausen Süd.
  • Als gelernter Einzelhandelskaufmann in einem Sportgeschäft ist er heute bei der Deutschen Post als Paketzusteller unterwegs.
  • Seine Laufbahn als Fußballer begann der 27-Jährige bei SW Röllinghausen mit fünf Jahren. In der Junioren-Zeit spielte er U19-Bundesliga für Westfalia Herne und MSV Duisburg.
  • Bei den Senioren folgten Oberliga-Teams wie Westfalia Herne, VfB Hüls, TuS Ennepetal, und SV Schermbeck.

Mit dem MSV Duisburg in der Bundesliga

Ab der B-Jugend ging es für den heute mit seiner langjährigen Freundin Agnes immer noch in der Kreisstadt lebende Kicker, zur Westfalia Herne. Von der U19 (Bundesliga) wechselte er in die gleiche Altersklasse des MSV Duisburg. Weitere zwei Jahre spielte er in der Binnenhafen-Stadt, bis er nach Herne zurückkehrte und in die erste Mannschaft der Westfalia kam. Es sollte eine Reise mit einigen Oberliga-Stationen und vielen erzielten Toren werden.

Der in einem Sporthaus gelernte Einzelhandels-Kaufmann, der heute im Paketzustelldienst der Deutschen Post tätig ist, ging 2014 zum VfB Hüls. Dort in der Oberliga lernte er auch die Kollegen Shala und Can kennen.

Nach dem Zwangsabstieg der Hülser wechselte er zum TuS Ennepetal, ebenfalls einem Oberligisten. Nur ein Jahr später (2016) hatte er sich dem SV Schermbeck angeschlossen. Obwohl absehbar war, dass sein neuer Klub in die Westfalenliga absteigen würde. Doch auch mit den Toren von Schröter ging es mit der Mannschaft aus dem Kreis Wesel postwendend retour in die Oberliga.

Das Entscheidungsspiel um den Aufstieg hatte Schermbeck gegen den DSC Wanne mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen. Der heutige Wacker-Akteur hatte am 31. Mai 2018 den Ausgleich zum 1:1 erzielt. An diesen Treffer konnte sich der Kicker im Gespräch noch gut erinnern. Auch, dass er mit Schermbeck eine gute Zeit hatte. Nur die langen Fahrten nervten.

Körperbetonte Duelle lieferte sich Marc Schröter (l.) in den Derbys gegen den FC Frohlinde mit Paul Neese. © Volker Engel © Volker Engel

Marc Schröter hat eine beachtliche Bilanz vorzuweisen. In 130 Oberliga-Spielen erzielte er 34 Tore, 35 Treffer kamen in der Westfalenliga bei 52 Spielen dazu. In 37 Spielen der U19-Bundesliga hatte er neunmal getroffen.

Als Stürmer, der immer vorne draufgeht, was er beim SV Wacker oft zeigt. Steffen Golob, Co-Trainer von Aytac Uzunoglu hatte recht, als er Schröter vor der Saison bei dessen Präsentation in der Erin-Kampfbahn mit den Worten vorstellte: „Mit Marc bekommen wir einen Strafraumspieler.“

Schröter setzt auch Reizpunkte

In der Landesliga erzielte er neun Tore, in der Westfalenliga waren es bis zur Absetzung in sechs Spielen zwei Treffer. Das könnten ruhig noch ein paar mehr werden. Schröter selbst sagt: „Wenn ich auf den Platz gehe, will ich auch gewinnen.“ Dazu setzt er, der sich selbst einen Familienmenschen nennt, auch in Zweikämpfen Reizpunkte. Obwohl er dazu betonte „nicht unfair zu sein“.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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