Nach der Meldung von einigen Abgängen schließen sich bei Eintracht Ickern wieder die Reihen. © Volker Engel
Fußball

Eintracht Ickern: Ist die Mannschafts-Aufstellung ohne Namen ein Täuschungsmanöver?

Wenn in der Kreisliga A in der Aufstellung bei allen Spielern und bis hin zum Trainer „k.A.“ (keine Angaben) steht, ist das auffällig. Bei einem Castrop-Rauxeler Klub war das so.

Zwei Punktspiele hat A-Kreisligist Eintracht Ickern in dieser noch jungen Saison absolviert – zweimal standen bei Fußball.de in deren Aufstellung lediglich Rückennummern vermerkt, jedoch als Namen überall nur „k.A.“ (keine Angaben). Das sogar bis hin zum Namen des Trainers, obwohl jeder weiß, dass Cemal Cicibas die Mannschaft von Eintracht Ickern coacht.

Worin besteht also der tiefere Sinn in der Geheimnis-Krämerei rund um die Aufstellung? Will die Eintracht etwa die Konkurrenz im Ungewissen tappen lassen, wer sich hinter der 9, 10 oder 58 verbirgt, weil ständig ein anderer damit aufläuft? Trainer Cicibas klärt auf: „Nein, so ist das nicht. In Castrop-Rauxel weiß doch jeder, wie wir personell aufgestellt sind. Mir war auch nicht bewusst, welchen Wirbel ich damit auslöse.“ Das Ganze habe nichts mit einem Täuschungsmanöver zu tun.

Neben Eintracht Ickern handelt allein noch Zonguldagspor Bickern mit einer verdeckten Aufstellung – jedoch wegen völlig anderer Sorgen als die Castrop-Rauxeler. Ab Sonntag (19. September) im Derby beim VfB Habinghorst würden in der Ickerner Aufstellung wieder Namen auftauchen, verspricht Trainer Cicibas.

Feste Nummern hätten aber nur wenige der bereits dagewesenen Spieler behalten – alle Neuzugänge griffen sich derzeit einfach ein Trikot, so Cicibas. „Wir haben bisher keine festen Nummern an alle Spieler verteilt – es fehlen auch noch einige oder sind verletzt. Erst im Laufe der Saison wird sich das wohl erst ergeben“, so der Trainer, der mit dem „k.A.“ in der Aufstellung nach eigenem Bekunden „überhaupt nicht an die Presse gedacht hat, die für ihre Berichte ja die Spieler-Namen benötigt“.

Ein Beispiel wie es beim Eintracht-„Nummernsalat“ derzeit ausschaut, ist Emre Baran, der im Spiel beim DSC Wanne-Eickel II mit der Nummer 9 aufgelaufen ist und Ickerns 1:1 geschossen hat beim 3:1-Sieg. Eine Woche davor war beim 3:3 gegen Firtinaspor Herne II Amin El Ouanjili mit eben dieser Nummer einer der Torschützen. Nach dessen Gelb-Roter Karte schlüpfte die Woche drauf halt Baran in dieses Trikot.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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