Die Frohlinde Trainer Jimmy Thimm (l.) und Daniel Diaz bauen in den kommenden Wochen einen neuen Spieler in ihren Landesliga-Kader ein. © Volker Engel
Fußball-Landesliga

FC Frohlinde: Ex-Schweriner verstärkt Landesliga-Kader schneller als geplant

Die Fans des Fußball-Landesligisten FC Frohlinde können sich nicht nur über den ersten Saisonsieg freuen. Jetzt kommt ein neuer Spieler, der schon bei der Spvg Schwerin Spuren hinterließ.

Die neuformierte Landesliga-Elf des FC Frohlinde hat alle Kritiker eines Besseren belehrt. Beim 1:0 (0:0)-Sieg gegen den SV Hilbeck wurden Tugenden offenbart, die sich mancher kritische Fan so nicht vorstellen konnte, wie es im Zuschauerrund schon zu hören war.

Neuer Spieler stammt aus einer Schweriner Fußballer-Familie

Obwohl einige Akteure aus dem Stamm angeschlagen waren und nur hinter der Bande zuschauen konnten. Das Trainer-Duo, Jimmy Thimm und Daniel Diaz, hatte ihrem Team – allen Widrigkeiten zum Trotz – das Sieger-Gen vermittelt. Wie Thimm erzählte, werde jetzt ein neuer Spieler den Kader auffüllen, den er in der Saison 2020/21 schon coachte und der vorher in der Bezirksliga für Schwerin aufgelaufen ist.

Jan-Luca Dykierek gehörte in seinem ersten Senioren-Jahr dem Bezirksliga-Kader der Spvg Schwerin an. © Volker Engel © Volker Engel

Jan-Luca Dykierek, Spieler der zweiten Frohlinder Mannschaft aus der Kreisliga A, trainiert ab sofort bei der Landesliga-Truppe mit. Thimm kennt den am 3. November 1999 geborenen Kicker natürlich aus seiner Zeit als Trainer der FCF-Reserve. Thimm sagte: „Er kann die Außenbahnen defensiv und offensiv beackern. Er soll aber noch die nächsten beiden Spiele in der Kreisliga A bestreiten. Wir werden ihn langsam bei uns aufbauen.“

Der neue Kicker entstammt quasi einer Fußball-Familie. Seinem Vater Frank und dessen Brüdern, Olaf und Christian, wurde das Fußballtalent durch ihren Vater Klaus Dieter quasi in die Wiege gelegt. Denn Opa Klaus-Dieter – oder vielmehr „Didi“, wie ihn alle auch noch heute rufen – war ein technisch versierter und torgefährlicher Spieler bei Blau-Gelb Schwerin. Alte Schweriner werden wissen, dass „Didi“ in der Zechen-Kolonie Kabinettstückchen mit einem Tennisball vorführte, die andere nicht mit dem größeren Fußball zuwege brachten.

Mit dem Enkelsohn von Didi Dykierek sei dann auch der Kader voll, erwähnte Thimm. Dieser rechnet in den nächsten Tagen auch wieder mit den Verletzten, Lukas Wohlfarth, Paul Neese und Alexander Sube. „Dann haben wir noch mehr Alternativen.“

Damit hat sich sicherlich auch die Aussage des Sportlichen Leiters Siggi Morina erledigt. Dieser sagte noch beim Stand von 0:0 in der Halbzeitpause gegen den SV Hilbeck: „Wenn wir keine Tore schießen, müssen wir vielleicht doch im Winter ins Risiko gehen und einen Torjäger holen.“ Mario Djordic hatte wenige Minuten vorher den Elfmeter verschossen, dann aber sicherlich auch Morina mit dem wichtigen 1:0 zum Sieg beschwichtigt.

Immerhin hat sich Frohlinde seiner Heimstärke nach zwei Unentschieden bewahrt. Thimm sagte: „Die Gegner werden jetzt wissen, dass sie es bei uns schwer haben werden.“ Und das alles auf dem aufgefrischten Grün. Der Plastikrasen wurde nämlich jüngst maschinell gebürstet und gelockert, wie es der Trainer beschrieb: „Optisch hat man das bemerkt. Am Spiel mit dem Ball hat sich aber nichts geändert.“

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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