Sport-Geschichten

Frohlinder Trainer zeigt seinen Spielern eine lange Nase vor dem Heimweg

Für die Anekdoten am Castrop-Rauxeler Sportwochenende sorgten Stefan Hoffmann (FC Frohlinde), Helmut Schulz, Maurice Grammel (Adler Rauxel), Klaus Overwien sowie die Schweriner Dennis Hasecke und Peter Wach.
Stefan Hoffmann, Spielertrainer des FC Frohlinde, hatte am Sonntag in Lünen einen Vorteil gegenüber seinen Spielern. © Volker Engel

Stefan Hoffmann, Spielertrainer der Landesliga-Fußballer im FC Frohlinde, zeigte seinen Spielern nach dem Testspiel bei Westfalia Wethmar (2:3) auf dem Heimweg quasi eine lange Nase. Denn er wohnt nah der Sportanlage in Lünen. Hoffmann: „In gefühlt 30 Sekunden bin ich an der Haustür.“ Das vergangene Test-Duell mit Wethmar hatte Stefan Hoffmann im Supermarkt mit dem Trainer vereinbart. Die Lüner haben jetzt einen neuen Coach. Hoffmann: „Daher habe ich das diesmal über den Kontakt zu einem Spieler gemacht.“

Helmut Schulz, in Südkirchen wohnender ehemaliger Trainer der Spvg Schwerin, des SV Yeni Genclik und des VfB Habinghorst. © Volker Engel © Volker Engel

Helmut Schulz, in Südkirchen wohnender ehemaliger Trainer der Spvg Schwerin, des SV Yeni Genclik und des VfB Habinghorst, hatte am Sonntag wieder Kontakt zum Castrop-Rauxeler Fußball. Als A-Junioren-Coach der JSG Nordkirchen/Südkirchen/Cappenberg gewann er ein Testspiel gegen Eintracht Ickern mit 10:2. Ickerns Trainer Yalim-Dogan Öztürk kickte einst bei Yeni unter Schulz. Dieser erklärte mit einer Prise Humor: „Ich bin jetzt 67 Jahre alt und damit mit Abstand der älteste Coach im Verein – also der Opatrainer. Ich betreue zudem die U10, in der mein Enkel am Samstag 17:0 gegen Union Lüdinghausen gewonnen hat und zwei Grundschul-AGs.“

Maurice Grammel (am Ball) vom KV Adler Rauxel. © Volker Engel © Volker Engel

Maurice Grammel, Korfball-Nationalspieler in Diensten des KV Adler Rauxel, bewies am Samstag sein Geschick mit Schere und Klebestift. Denn er vertrat seinen Club bei der Mitmach-Aktion zur Neu-Gestaltung der Hallenbad-Wiese. Für die Präsentation für die Online-Abstimmung bastelte er zudem mit Nachwuchs-Korbjägerin Cassandra einen Korfball-Platz, wie ihn sich die Rauxeler am Castroper Holz wünschen. Ein Lob mit Augenzwinkern kam von Freundin Johanna Treffts: „Ich finde, die beiden haben das schönste Modell von allen gebastelt.“

Korfball-Körbe bastelten Maurice Grammel (r) und Chassandra am Samstag am Hallenbad. © castrop-rauxel.de © castrop-rauxel.de
FLVW-Funktionär Klaus Overwien aus Waltrop. © FLVW © FLVW

Klaus Overwien, Staffelleiter der Bezirksliga 9 und Landesliga 3, war in seiner Funktion als Westfalenpokal-Spielleiter am Samstag in Kaiserau beim Finale der Oberligisten SV Meinerzhagen und SV Schermbeck (2:0). Davon zeugte bei seinem Besuch auf Schwerin beim Testspiel der Spvg gegen SW Wattenscheid (0:1) seine Mund und Nasenmaske. Der Schutz trug das Emblem des Fußball – und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLW). Overwien erzählte: „Das haben die Offiziellen alle bekommen.“ Wie in Kaiserau trug der Waltroper auch vorbildlich die Maske auf dem Schweriner Berg.

Bammel hatte Schwerins Trainer Dennis Hasecke, hier auf einem Archivbild – damals noch als Coach der SG Castrop. © Archiv © Archiv

Dennis Hasecke, Fußballtrainer der Spvg Schwerin, musste am Sonntag gegen SW Wattenscheid 08 nicht nur auf einen großen Teil seines Kaders verzichten, sondern auch auf seinen verhinderten Trainer-Kollegen Marco Taschke. Falls sich Hasecke, der auf dem offiziellen Spielberichtsbogen als Spieler stand, hätte einwechseln müssen, wäre die Trainerbank verwaist geblieben. Vorstandsmitglied Rainer Struckmeyer hatte dem Coach über den Platz zugerufen, als sich Murad Nasri verletzte: „Hase, mach dich warm.“ Hasecke konterte mit einem Lachen: „Ich habe davor auch schon Angst.“

Peter Wach, Geschäftsführer der Spvg Schwerin. © Volker Engel © Volker Engel

Peter Wach, Geschäftsführer der Spvg Schwerin, machte auf ein Dilemma aufmerksam, das immer dann am Grafweg zu Tage kommt, wenn die Bälle auf die benachbarte Pferdekoppel fliegen. Der eine oder andere „Balljunge“ hatte in der Vergangenheit mit viel Respekt vor den großen Vierbeinern das Leder erst nach vorsichtigem Abtasten zögerlich geholt. „Nicht gefunden“ ist die aktuelle Losung. Denn der Landwirt hat aus der Pferdekoppel ein Maisfeld gemacht. Wach sagte am Rande des Testspiels gegen SW Wattenscheid (0:1): „In dem dichten Dschungel haben wir die Bälle erst gar nicht gefunden.“