Nico Stockhausen (r) feiert beim VfB Habinghorst II ein Comeback. © Jens Lukas
Fußball

Fußballer aus Castrop-Rauxel beendet jahrelange Fußballpause und hat ein neues Team

Er ist wieder da. Nach fast sieben Jahren Fußball-Pause. Der Defensiv-Spieler will beim „Projekt VfB Habinghorst II“ dabei sein. Das erste Training hat er überstanden. Ohne Zerrung.

Sechs oder sieben Jahre Pause im Sport? Gefühlt eine Ewigkeit, im wahren Leben nicht viel weniger. Und dennoch wagt ein bekannter Castrop-Rauxeler Fußballer den Schritt zurück auf den Fußballplatz.

Nico Stockhausen will es nochmal wissen. Zwar an der alten Wirkungsstätte VfB Habinghorst – aber nicht in der „Ersten“. Stockhausen plant ein Comeback in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga B.

Wenn es nach Marc Olschewski geht, Trainer des VfB Habinghorst I, dann sollte die Rückkehr auf den Fußballplatz auch nach dieser langen Auszeit kein Problem sein. „Na klar schafft er das, er wird es locker schaffen. Er hat den fußballerischen Sachverstand, hatte immer ein starkes Zweikampfverhalten und die körperlichen Voraussetzungen“, traut ihm Marc Olschewski eine erfolgreiche Rückkehr zu. „Natürlich muss er sich erstmal finden, vielleicht braucht er drei oder vier Spiele, dann ist er aber wieder drin.“

Olschewski und Stockhausen sind alte Weggefährten, kickten ab der Saison 2010/11 zusammen bei der Spvg Schwerin in der Landesliga, zweieinhalb Jahre später wechselte Stockhausen zurück nach Habinghorst, seinem Jugendverein. Wo er heute noch in bester Erinnerung ist ob seiner kompromisslosen Einstellung als Defensivspieler. Sein frühzeitiges Ende vom Sport im Alter von nur 24 Jahren war einer hartnäckigen Hüftverletzung und der Konzentration auf dem Job als Polizeibeamter geschuldet.

Spielertrainer Tommy Kantzke steht für das „Projekt Habinghorst II“. © Volker Engel © Volker Engel

Bei Habinghorst II trifft der 30-Jährige auf zahlreiche ehemalige Mitspieler. Er sei begeistert von dem Projekt, dass Spielertrainer Tommy Kantzke auf die Beine gestellt habe, dass Kantzke mit Sebastian Janas einen regionalliga-erfahrenen Co-Trainer überzeugt hat, der ebenfalls aus den Reihen des VfB Habinghorst stammt.

„Zuerst hat Patrick Fritz versucht, mich zurückzuholen. Dann hat Tommy Kantzke mehrfach angerufen und mir das Projekt erklärt. Als Polizeibeamter kann ich zwar nicht jedes Training und jedes Spiel mitmachen. Aber ich will mich in das Projekt einbringen, meine Erfahrung an die jungen Spieler weitergeben. Außerdem habe ich wieder richtig Bock aufs Kicken“, beschreibt Stockhausen seine Motivation.

Drei Jahre lange American Football bis in die Regionalliga gespielt

Auch die ersten Trainingseinheiten hat Stockhausen nach eigener Aussage gut überstanden. Die im Netz kursierende Nachricht „erstes Training, direkt Zerrung“ trifft nicht ganz zu. Stockhausen: „Fußballerisch verlernt ja man nicht viel, körperlich muss ich noch etwas aufholen.“ Was aber kein Problem sein sollte. Immerhin besitzt Stockhausen als Polizist sowieso eine Grund-Fitness. Dazu hat er drei Jahre lang American Football bespielt, bei den Gelsenkirchen Devils, ist sogar sogar in die Regionalliga aufgestiegen. Und auch da habe man einen ganz ordentlichen Ball gespielt.

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Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl