Fußball-Bezirksliga

Gegen RW Germania: Castrop-Rauxeler Trainer traut sich mit 46 Jahren Matchwinner-Rolle zu

Eine 1:2-Niederlage zum Auftakt. Das ist, was zwei Duellanten am zweiten Bezirksliga-Spieltag vereint, wenn der FC Castrop-Rauxel aus RW Germania trifft.

Der erste Bezirksliga-Spieltag der Saison 2021/22 stand für den FC Castrop-Rauxel unter keinem guten Stern. Ein Grund: die aktuelle Personal-Knappheit. „Bei uns fehlten elf Spieler“, so Trainer Michael Wurst. Das führte dazu, dass sich der Coach in der 83. Minute selbst einwechseln musste. Eine Szene, wie sie sich am Sonntag, 5. September, gegen RW Germania wiederholen könnte.

Physio und Torwart standen zur Wahl bei Einwechselung

Die Situation war in Eichlinghofen eine kuriose. Michael Wurst blickt zurück und sagt: „Ich hatte die Wahl, unseren Physio, den zweiten Torwart oder mich selbst einzuwechseln.“ Also wechselte sich er sich selbst ein – und hatte Pech. Michael Wurst hatte nach einem Pass das 2:2 auf dem Fuß. Schiedsrichter Jan Altemeyer pfiff Abseits. Eine krasse Fehlentscheidung, so Wurst. Und meinte auch, dass ohne Linienrichter es für Bezirksliga-Schiris nicht einfach sei, immer alles im Auge zu haben.

Am Sonntag, 5. September, um 15 Uhr hat es der FC Castrop-Rauxel daheim gegen Rot-Weiß Germania in der Hand, wieder das Glück des Tüchtigen zu haben.

Am Fuchsweg treffen zwei Teams aufeinander, die jeweils mit einem 1:2 in die Saison eingestiegen sind. „Unsere personelle Situation wird sich nur unwesentlich verbessern. Ich werde selbst wieder als Einwechselspieler in der Aufstellung auftauchen“, so Wurst.

Wie sein Cousin Dustin Wurst die Doppelbelastung als Spieler des FC und Co-Trainer der neuen Frauenmannschaft von Borussia Dortmund unter einen Hut bekomme, dazu sagt Michael Wurst: „Das ist für ihn nicht einfach, lässt sich aber alles koordinieren – und ist allein eine Frage der Einteilung.“ Dass Dustin ab und zu bei Trainingseinheiten fehle, weil er beim BVB gebraucht würde, sei verkraftbar.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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