Wie das Trainerteam des FC Frohlinde mit Daniel Diaz (l.) und Jimmy Thimm hat auch ihre Mannschaft zwei Gesichter. © Volker Engel
Fußball-Landesliga

Hui und pfui: Der FC Frohlinde ist das Team mit den zwei Gesichtern

Der FC Frohlinde (11.) ist in der Landesliga das Team der zwei Gesichter: „Zuhause hui und auswärts pfui“, so könnte man die Lage auch ein wenig flapsig und locker umschreiben. Woran liegt das?

Die Landesliga-Kicker des FC Frohlinde spielen in der Saison 2021/22 nicht nur gegen die Gegner, sondern an den bislang sieben Spieltagen auch mit den Nerven ihrer Fans. Während der Anhang auf eigener Anlage an der Brandheide bisher viel Positives beklatschen konnte, gab es in der Fremde kaum Möglichkeiten für Beifall.

Zwei Gesichter also. Dreimal musste die Mannschaft des Trainer-Duos Jimmy Thimm und Daniel Diaz reisen, dreimal kamen sie mit leeren Punktehänden wieder zurück. Frech umschrieben also doch „hui und pfui“?

Thimm: „Wenn wir weiter daheim kein Spiel verlieren, werden wir auch nicht absteigen“

Die Diskrepanz zu den erfolgreichen Heimaufgaben ist kaum zu verstehen. In vier Spielen gab es zwei Unentschieden und zwei Siege. Eine Erklärung: Nicht möglich. Doch die Zahlen lügen nicht, sagt selbst Coach Thimm bevor er ins Detail der Aufarbeitung gehen wollte.

Die Zahlen in der Tabelle zeigen, dass Frohlinde im Heim-Ranking einen guten siebten Platz einnimmt, aber in der Auswärts-Rangliste auf Rang 18 ohne ein Pünktchen die Rote-Laterne trägt. Abstiegsgefahr? Das sieht bitter aus, doch Thimm macht da schon eine andere Rechnung auf: „Wenn wir weiter daheim kein Spiel verlieren, werden wir auch nicht absteigen.“

Beim kommenden Spiel geht es gegen Tabellenführer Horsthausen

Allerdings arbeite er mit Coach-Pendant Diaz „Woche für Woche“ daran, dass die Fans auch auswärts etwas zu lachen bekommen werden. Aber woran liegt diese offensichtlich und eklatante Auswärtsschwäche?

Wie soll das anders werden, wenn jetzt, wie am Sonntag (17. Oktober) der erste Hochkaräter wie Spitzenreiter Spvg Horsthausen wartet? Darüber sagte Thimm nur: „Alle reden doch schon davon, dass wir dort eh verlieren.“ In Wirklichkeit haben die Europastädter nach dem momentanen Stand der Dinge wirklich dort nichts zu verlieren.

Auswärtsschwäche nagt am Selbstvertrauen der Frohlinder

Da wollen sich die Frohlinder anders präsentieren. Denn laut Thimm sei auch bei den bisherigen Punktverlusten auswärts mehr drin gewesen. „Aber wenn man einmal aus sieben Chancen kein Tor macht, beim anderen Spiel bei zehn guten Möglichkeiten nicht trifft, dann kann man nicht gewinnen.“ Und weiter erzählt der Trainer: „Das nagt natürlich am Selbstvertrauen, das ist klar, wenn man dann durch vermeidbare Gegentore psychische Nackenschläge bekommt.“

Doch die Moral ist bei der Mannschaft um Kapitän Stefan Tiedke trotzdem nicht gebrochen. An der heimischen Brandheide lebt erfolgreiches Selbstverständnis wieder auf. Der 4:0-Sieg gegen die DJK Wattenscheid lässt keine andere Beurteilung zu.

So seufzte ein FCF-Fan hinter der Bande: „Wenn sie doch nur auswärts auch so spielen würden.“ Und es wäre aus Frohlinder Sicht schön, wenn man nicht mehr diesen Unterschied zwischen hui und pfui machen müsste. Trainer Thimm scheint da guter Dinge zu sein: „Wir werden uns etwas einfallen lassen.“

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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