Die Ex-Spieler von Filipe Santos Couto traten allesamt zum Wiedersehenspiel in Trikots mit der Nummer 8 an. © Volker Engel
Fußball-Geschichte

Kult-Trainer kehrt nach zehn Jahren zurück – 22 Ex-Spieler feiern feuchtfröhlich nach 13 Toren

Er war wieder hier - nach zehn Jahren wieder zurück in seinem Revier. Ein Ex-Kulttrainer des VfB Habinghorst hat sein Versprechen wahrgemacht und seine ehemaligen Spieler im „Habichthorst“ getroffen.

Es ist zehn Jahre her, dass Filipe Santos Couto beim VfB Habinghorst zum Kult-Trainer wurde. 2011 trainierte Filipe den VfB II in der Kreisliga B. Was an sich ja noch nicht viel sagt. Sein Team steckte im Aufstiegsrennen. Auch so etwas ist nicht außergewöhnlich.

200 Kilometer Anreise zu Kreisliga-B-Spielen

Zum Kult-Trainer wurde Santos Couto durch eine wohl einmalige Geschichte im Castrop-Rauxeler Fußball. Trotz seines Umzugs nach Mainz im März 2011 reiste er bis zum Saisonende zu Spielen seines Teams an – trotz Hinfahrt von über 200 Kilometern.

Mit Meisterschaft und Aufstieg wurde es zwar nichts, beim VfB Habinghorst blieb der Name Filipe Santos Couto jedoch nachhaltig in Erinnerung. Am Samstag, 18. September 2021, wurden frühere Geschichtchen wieder aufgefrischt: Filipe Santos Couto kehrte zurück zum VfB Habinghorst – nach zehn Jahen. Er hatte es versprochen.

Diesmal war die Fahrt noch länger mit über 600 Kilometern vom Wohnort am Bodensee bis in den „Habichthorst“. Santos im Rückblick: „Die Hinfahrt mit der freudigen Erwartung auf ein Wiedersehen mit früheren Spielern und Freunden war schön – die Rückfahrt hätte ich mir lieber erspart.“ Zumal der Samstagabend nach Santos Worten „sehr feuchtfröhlich abgelaufen ist im Habinghorster Klubheim“.

Filipe Santos Couto (r) und sein Allstar-Team traten gegen die Altherren des VfB Habinghorst an. © Volker Engel © Volker Engel

Nach zehn Jahren gab es viel zu erzählen. Wie es bei Fußballern eben so ist: Mit jedem Bierchen mehr wurden auch die Anekdoten lustiger. Santos Jungs staunten beim Wiedersehen: „Mensch, Trainer, du hast aber kräftig Gewicht zugelegt.“ Filipes Antwort: „Zehn Jahre ist eben eine lange Zeit.“ Aber auch viele der Ex-Spieler hatten sich über Jahre nicht gesehen und seien erstaunend gewesen, wie sie sich verändert hätten.

22 Ex-Spieler waren gekommen, um mit ihrem Kult-Trainer Fußball zu spielen und zu feiern. Vor der abendlichen Kür rief die fußballerische Pflicht. Das Santos-Allstar-Team spielte gegen die aktuelle VfB-Altherren-Mannschaft. Für seine Allstars hatte Filipe sogar Shirts anfertigen lassen. „Alle Shirts hatten meine frühere Nummer 8 auf dem Rücken.“

Der Kult-Trainer selbst spielte eine Halbzeit für jede Mannschaft. Das Ergebnis war eigentlich egal. Der Vollständigkeit halber sei es trotzdem erwähnt: Die Altherren-Fußballer siegten mit 8:5. „Zu Beginn lagen meine Allstars schnell hoch zurück – was später besser wurde. Viele meiner Ex-Jungs spielen wie auch ich schon länger nicht mehr Fußball.“ Es sei trotzdem ein cooles Spiel mit einer später noch cooleren Feier gewesen.

Neben den Ex-Spielern sind auch viele Weggefährten von früher gekommen, um Filipe Santos Couto zu treffen. „Da sind ja Leute auf unserem Sportplatz, die wir seit Jahren hier nicht mehr gesehen haben“, waren laut Santos Couto selbst die VfB-Organisatoren dieses Treffens baff erstaunt gewesen über diese Resonanz.

Filipe Santos Couto hatte sichtlich Spaß beim Wiedersehen mit seinem Team aus dem Jahr 2011. © Volker Engel © Volker Engel

Nach dem Spiel ging es erst einmal an den Grill – als es dunkel wurde dann ab ins Vereinsheim. „Es war lange richtig viel los – diese Nummer hat uns allen mega Spaß gemacht. Es war alles top organisiert worden“, so Filipe Santos Couto. „Ich behalte dieses Treffen mit Spielern und Freunden bei meinem Ex-Verein VfB Habinghorst in guter Erinnerung.“

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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