Im Kreispokal-Wettbewerb 2021/22 wird der Nachfolger des SV Wacker Obercastrop (Westfalenliga) gesucht, der bereits in der ersten Runde ausgeschieden ist. © Jens Lukas
Fußball-Kreispokal

Pokal-Viertelfinale mit nur einer Castrop-Rauxeler Elf droht: Team mit bester Chance ist raus

Mit vier Mannschaften ist Castrop-Rauxel im Kreispokal-Achtelfinale vertreten. Die Spvg Schwerin und der FC Castrop-Rauxel stehen vor hohen Hürden. Die machbarste Aufgabe der spielenden Teams hatte Eintracht Ickern gegen einen Liga-Rivalen.

Die Bezirksligisten Spvg Schwerin und FC Castrop-Rauxel sowie Eintracht Ickern und die SG Victoria/Sportfreunde (Freilos) aus der Kreisliga A vertreten die Castrop-Rauxeler Farben im Pokal-Achtelfinale des Fußballkreises Herne. Schwerin und der FC treffen auf die Landesliga-Topteams Spvg Horsthausen und SV Wanne 11 und haben somit geringere Chancen auf das Viertelfinale als die Eintracht, die den Klassenkameraden ETuS Wanne zugelost bekam. Nur gut, dass Victoria/Sportfreunde per Freilos schon weiter ist.

Fünf Ickerner Spieler sagten kurzfristig ab

Die Ickerner stiegen am Mittwoch (20. Oktober) als Erster aus dem Trio in den Ring und verließen diesen nach einem 1:4 (1:3) als Verlierer. Die Gäste aus Herne hatten bereits nach 31 Minuten durch Tore von Niklas Lob (2) und Driton Hamitaj bereits mit 3:0 geführt, ehe Gürsel Aptoulaziz das 1:3 (33.) gelang.

Die Vorfreude und der Optimismus von Eintracht-Trainer Cemal Cicibas war wenige Stunden vor Anpfiff der Partie verflogen. Denn kurzfristig sagten ihm fünf seiner Spieler für die Partie ab – aus verschiedenen Gründen, wie er berichtete.

Viele Stammkräfte fehleten bei Eintracht Ickern (schwarze Hemden), hier in der Liga-Partie gegen den FC Frohlinde II, im Kreispokal-Spiel gegen ETuS Wanne. © Volker Engel © Volker Engel

In der zweiten Halbzeit versetzten sich die Ickerner durch ein Eigentor von Yasin Tinkilic zum 1:4 (69.) selbst den Knockout. Coach Cicibas meinte am Tag nach der Partie: „Das Ergebnis geht völlig in Ordnung. ETuS Wanne hat verdient die nächste Runde erreicht – weil wir wieder einmal unser zweites Gesicht gezeigt haben.“

Er und sein Team durchleben aktuell ein heftiges Auf und Ab, erklärt Cemal Cicibas: „Das eine Mal spielen wir die Gegner vor die Wand – wie gegen Armina Ickern und Frohlinde II. Die anderen Male sind wir nicht auf der Höhe – wie gegen den VfB Habinghorst und jetzt gegen ETuS.“

Der Trainer versucht sich die Lage damit selbst zu erklären, dass er vor jeder Begegnung seine Mannschaft auf vier bis sechs Positionen umbauen muss. Bereits am Sonntag, 24. Oktober, duellieren sich die Eintrachtler erneut mit ETuS Wanne. Auswärts am neunten Kreisliga-A-Spieltag. Cicibas ist vor dem Spiel nicht bange. Er sagt: „Wir können Wanne schlagen, wenn wir unser wahres Gesicht zeigen.“

Eintracht-Trainer Cemal Cicibas hat seinen Optimismus noch nicht verloren. Trotz des 1:4 im Kreispokal gegen ETuS Wanne sieht er die Herner im Kreisliga-A-Duell als schlagbar an. © Volker Engel © Volker Engel

Durch die Ickerner Niederlage sind die Spvg Schwerin und der FC Castrop-Rauxel aus heimischer Sicht die letzten heißen Eisen im Kreispokal-Feuer, die noch spielen. Womöglich ist die Spielgemeinschaft Victoria/Sportfreunde der letzte heimische Mohikaner im Pokal. Denn der FC empfängt am Dienstag, 26. Oktober, ab 19 Uhr den Landesliga-Zweiten SV Wanne 11. Vergleichbar schwer wird für Schwerin die Aufgabe tags darauf. Denn es kommt der ungeschlagene Landesliga-Spitzenreiter Spvg Horsthausen zum Grafweg und läuft hier um 19.15 Uhr auf.

Horsthausen hat in der ersten Runde den Westfalenligisten und Pokal-Verteidiger SV Wacker Obercastrop aus dem Wettbewerb geworfen. Da auch Oberligist Westfalia Herne (auf Schwerin) schon die Segel streichen musste, gelten die Horsthausener zusammen mit dem DSC Wanne (Westfalenliga) und Wanne 11 als größte Anwärter auf den Kreispokal.

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas