Die SG Castrop, hier mit Serkan Kalkan (r.) im Spiel gegen Mengede 08/20, steht am neunten Spieltag unter Erfolgsdruck im Kellerduell mit Union Lüdinghausen. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga

SG Castrop geht das Personal ausgerechnet vor Kellerduell mit Lüdinghausen aus

Beide Klubs stecken tief im Bezirksliga-Keller. Nun prallen sie am neunten Spieltag im Stadion an der Bahnhofstraße direkt aufeinander. Der Druck des Gewinnen-Müssens ist immens hoch für die SG Castrop und Union Lüdinghausen.

Wenn Bezirksligist SG Castrop (15.) irgendwann aus dem Abstiegs-Schlamassel herauskriechen möchte, gibt es im Heimspiel gegen Union Lüdinghausen (14.) kein Wenn und Aber: Ein „Dreier“ muss her. Es wäre der zweite in dieser Saison nach dem Olfen-Sieg. Anstoß zu dieser wichtigen Partie ist am Sonntag, 24. Oktober, um 15 Uhr im Stadion Bahnhofstraße.

Spieler der Dritten Mannschaft sind gefragt

„Ohne Spieler wird ein Erfolg sehr schwer. Ich kann gar nicht alle Leute aufzählen, die uns gegen Lüdinghausen fehlen werden“, so SG-Trainer Tino Westphal. Er selbst will jedenfalls seine Sporttasche wieder mitbringen. Spieler-Anleihen sollen sogar bei der Dritten Mannschaft der SG (Kreisliga C) getätigt werden. Das sind keine optimalen Bedingungen bei der SG Castrop für dieses wichtige Spiel.

Gegner Lüdinghausen hat zwar auch erst einmal gewonnen. Das geschah nach zwei weiteren Unentschieden aber ausgerechnet vor einer Woche gegen die Spvg Schwerin. Mit einem 1:0 durch einen Treffer (38.) von Christoph Blesz. Angst vor den Lüdinghäuser Torschuss-Qualitäten muss die SG Castrop nicht haben bei erst sechs Torerfolgen in acht Spielen.

Ein schlechtes Omen könnte jedoch sein, dass Union Lüdinghausen in der durch Corona annullierten Saison 2020/21 den ersten Sieg am 11. Oktober mit 4:3 gegen Westfalia Huckarde geholt hatte. SG Castrop, jetzt bitte aufgepasst: Eine Woche später dann sofort den nächsten „Dreier“ nachlegte mit 6:3 beim TuS Eichlinghofen. Ergo: Um Mitte Oktober herum ist offenbar Lüdinghausens beste Fußball-Zeit.

Dem Lüdinghäuser 1:0-Sieg gegen Schwerin, steht eine 1:8-Niederlage bei RW Germania gegenüber. Überhaupt: Bei der Menge der kassierten Tore hakt es gewaltig bei der SG-Truppe von Trainer Tino Westphal. Die Castroper Torhüter mussten in acht Spielen schon 39 Mal hinter sich greifen. Das ist ein Durchschnittswert von fast fünf Toren pro Spiel – womit es nichts zu gewinnen gibt. Zur Erinnerung: Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften.

Trainer Westphal sagt: „Es ist sehr wichtig, dass wir dranbleiben, wenn wir nicht absteigen wollen“. Das soll wohl heißen, dass ein Sieg her muss gegen Union Lüdinghausen. Bei einer Niederlage werde der Weg nach oben immer länger, weiß Westphal. Der SG-Trainer hat inzwischen erkannt: „Wir müssen schauen, was möglich ist, um in der Winterpause personell nachzurüsten.“ Spannung dürfte am Sonntag im Stadion an der Bahnhofstraße jedenfalls reichlich in der Luft liegen.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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