Fußball-Bezirksliga

SG Castrop schießt gegen Roj das 2:2 – der Schiedsrichter sah es anders

Als Tabellenschlusslicht steht die SG Castrop nach dem dritten Bezirksliga-Spieltag da. Dem Titelanwärter FC Roj hatten die Castroper allerdings gut Paroli geboten - und machten das 0:7 des zweiten Spieltags vergessen.

Nach dem dritten Spieltag bleibt die SG Castrop im Tabellenkeller gefangen. Denn gegen den Titelanwärter FC Roj musste sich das Team von SG-Trainer Tino Westphal mit 2:4 (0:2) geschlagen geben.

Gegentore per Elfmeter und per Freistoß

Ausschlaggebend waren dabei die beiden Gegentore in der ersten Halbzeit. Hier verwandelte der stark aufspielende Roj-Kapitän Marcel Ramsey einen Foulelfmeter (16.) sowie einen Freistoß aus 20 Metern direkt (24.). Ramsey war es auch, der dem Team der sehr verspielt wirkenden Gästen aus Dortmund Ordnung und Effektivität verlieh.

Die Castroper hatten den Mut, den sie in den ersten 15 Minuten mit etlichen Nadelstichen und gewonnenen Zweikämpfen versprühten, mit dem 0:2 (24.) komplett verloren. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit schöpfte die SG nochmals Hoffnung, als sich Roj-Routinier Zakaria Tairech nach einer Tätlichkeit (Nachtreten) gegen Castrops Zouhir Akrifou mit der Roten Karte verabschiedete.

In der zweiten Halbzeit gelang dem eingewechselten Luca Seegers das 1:2 (65.) nach einem langen Ball im 1:1 gegen den Keeper. Seegers gelang auch ein weiteres Tor – im Sitzen. Der Schiedsrichter entschied auf Stürmer-Foul.

Gäste schinden in Schlussminute Zeit

Die SG entblößte die Abwehr. Anstatt des Ausgleichs fiel dann aber das 1:3 (81.). Serkan Kalkan verkürzte auf 2:3 (83.). Eiskalt trafen die Dortmunder aber noch zum 4:2 (89.) – und spielten mit einer Auswechselung lässig auf Zeit.

Westphal: „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit von 100 auf 200 Prozent gesteigert. Wir hätten etwas verdient gehabt.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas