SG-Castrop-Trainer Tino Westphal bringt die Erinnerung an eines der ersten vier Bezirksliga-Spiele noch zur Weißglut. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga

SG Castrop: Trainer Tino Westphal hat für sich zwei Entscheidungen getroffen

Fußball-Bezirksligist SG Castrop kennt Abstiegskampf. Trainer Tino Westphal wurde diesmal vom miesen Saisonstart aber auf dem falschen Fuß erwischt: „Damit hatte ich nie und nimmer gerechnet.“

Vier Spiele, vier Niederlagen, 1:18 Tore sind ernüchternd. Zumal die am Ende gute Testspiel-Serie für die Bezirksliga-Fußballer der SG Castrop mit sieben Spielen ohne Niederlage (darunter ein 2:2 gegen Westfalenligist Spvg Erkenschwick) so etwas nicht vermuten ließ.

In der abgebrochenen Corona-Saison 2019/20 haperte es in der Offensive. Darauf wurde reagiert mit den Neuverpflichtungen der Recklinghäuser Mesut Aktas, Levent Oral, Sefa Ceylan und Spielmacher Mesut Aktas. Doch dann passierte das, womit keiner gerechnet hatte: Plötzlich drückt bei der SG Castrop in der Defensive der Schuh.

Wut im Bauch wegen Huckarde-Spiel

Das ist eine Misere, die sich durch alle Spiele zog. Der Auftakt beim TuS Stockum fiel aus wegen eines Corona-Verdachts, wurde nachgeholt und 3:5 verloren. Topfavorit FC Roj war einfach besser (0:4). Es folgte das Totalversagen daheim gegen Westfalia Huckarde (1:6). „Am Donnerstag vor diesem Spiel haben Torwart Pascal Heuser – und mit Nico Mühlegg, Benedikt Meyer-Drabert und Sahin Tüysüz drei Mann aus der Vierer-Kette – abgesagt. Trotzdem dürfen wir uns so nicht abschlachten lassen“, ist Westphal immer noch sauer.

Zuletzt bei der 0:3-Niederlage in Eichlinghofen hat der Coach eine deutliche Steigerung erkannt: „Wir waren die bessere Mannschaft. Am Montag bei der Video-Analyse mit den Spielern habe ich keine gravierenden Fehler gesehen“, sagt Westphal. Dass Ingmar Holtkamp in Eichlinghofen die Rote Karte gezeigt bekam, setzt den SG-Negativ-Erlebnissen nur die Krone auf. Staffelleiter Klaus Overwien (Waltrop) hat die Holtkamp-Sperre auf drei Spiele festgelegt.

Kellerduell steigt am 4. Oktober

Ausgerechnet in den nächsten beiden Spielen gilt es aber für die SG Castrop. Am Sonntag, 4. Oktober, daheim gegen das punktlose Team von Union Lüdinghausen sowie eine Woche später bei Teutonia SuS Waltrop. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir in diesen Spielen punkten“, sagt Westphal. Zumal mit Oral, Kurt, Aktas und Manuel Backes mehr Offensiv-Kraft auf dem Platz steht.

Wann aber setzt der Trainer Westphal den Spieler Westphal dauerhaft ein? „Ich hoffe nie. Ich trainiere jetzt für den Fall aller Fälle aber intensiver mit“, lässt Westphal diese Frage offen. Sollte es hypothetisch gesehen nicht besser werden, wann hat Trainer Westphal „Flasche leer“? „Das kann ich nicht beantworten. Ich möchte aber kein zweites Mal so abgeschlachtet werden wie gegen Huckarde. Unser Kader in Bestbesetzung stark genug, um das Ruder herumzureißen“, erwartet Westphal eine positive Wende.

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Jens Lukas

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