Marc Olschewski (r.), Trainer des VfB Habinghorst, muss seine Taktiktafel nicht weit transportieren. Seine Elf gastiert beim SC Arminia Ickern, der ebenfalls an der Recklinghauser Straße beheimatet ist. © Jens Lukas
Fußball-Kreisliga A

Spitzenreiter Habinghorst kann zu Fuß zum Straßenkampf gehen – Gastgeber hat kleinere Hausnummer

Ein Derby jagt das nächste in der Fußball-Kreisliga A Herne/Castrop-Rauxel. Diesmal liegt nur ein Kilometer zwischen den Plätzen der beiden Gegner.

Die Kreisliga-A-Fußballer des VfB Habinghorst haben nach dem Duell mit Eintracht Ickern (6:0) am Sonntag, 26. September, ab 15 Uhr bei Arminia Ickern das nächste Derby vor der Brust. Die Ickerner Glückauf-Kampfbahn ist für den VfB-Tross sogar fußläufig zu erreichen – so nah liegen beiden Klubs räumlich beeinander. Auf einer Straße. Der VfB hat auf der Recklinghauser Straße die Hausnummer 333, die 208a besitzt der SC Arminia.

Beide Kader sind voll vor dem Lokalderby

Die Fans dürfen sich auf ein Topspiel freuen: Die Trainer Marc Olschewski (VfB) und Kim Weber (Arminia) melden vollbesetzte Kader. Für Ickern gibt es nach drei Spielen ohne Punktverlust einen zusätzlichen Reizfaktor. „Wenn wir gewinnen, stürzen wir Habinghorst von der Spitze und schieben uns in der Tabelle mit einem Spiel weniger sogar vor den VfB“, so Trainer Weber, der in diesem Derby für Arminia „den ersten richtigen Schlagabtausch in dieser Saison“ sieht.

Gegen eine Niederlage hat Habinghorsts Trainer Marc Olschweski jedoch etwas einzuwenden: „Wir fahren mit breiter Brust zu Arminia Ickern – wir wollen in dieser Saison kein Derby verlieren.“ In der Glückauf-Kampfbahn hofft Olschewski, dass „wir unseren Plan durchbringen und die Tabellenspitze verteidigen“.

Im Training unter der Woche hat der VfB-Coach erkannt, dass sein nun größere Kader den Konkurrenzkampf anfeuert. Die Serie von drei Siegen in Folge solle nicht ausgerechnet in einem Derby enden, so Marc Olschewski. Er warnt aber auch: „Wir wissen, was Arminia kann – und werden keinesfalls überheblich auftreten.“

Nicht wirklich in einen Spiel-Rhythmus kommen konnte SuS Merklinde (6.) bislang. Am zweiten Spieltag fehlte der Schiedsrichter. Spieltag vier wurde vom SuS abgesagt wegen Corona-Fällen. Positiv ist, dass Merklinde noch ohne Punktverlust ist nach zwei Spielen. Inzwischen wurden die Nachholspiele terminiert. Gegen VfB Börnig wird am Donnerstag, 7. Oktober, um 19.30 Uhr gekickt – gegen die SG Victoria/Sportfreunde am Mittwoch, 13. Oktober, um 19.30 Uhr. Mit dem SV Holsterhausen (3./10 Punkte) erscheint nun ab 15 Uhr am Fuchsweg aber ein echter Brocken am Fuchsweg.

Ein Heimspiel hat auch der FC Frohlinde II (11.) gegen DSC Wanne II (15.). An der Brandheide bietet sich Frohlinde ab 13 Uhr die Chance, den nicht gerade berauschenden Saison-Einstieg etwas aufzuhübschen mit einem „Dreier“.

Der FC Marokko Herne (7.) ist auf dem Sportplatz Am Vossnacken am Sonntag ab 15 Uhr Gastgeber für die SG Victoria/Sportfreunde (14.). Marokko ließ zuletzt aufhorchen durch einen 3:1-Sieg gegen den VfB Börnig (12.). Und eben in Börnig tritt Eintracht Ickern (10.) auf dem Sportplatz Schadeburgstraße an. In Herne muss sich zeigen, ob die Eintracht das 0:6 beim VfB Habinghorst verarbeitet hat – und ob sich die personelle Lage positiv entwickelt hat.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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