Vor Ostern haben Hobbykicker am Grafweg auf Schwerin einen massiven Zaun zerstört, um auf den Fußballplatz zu gelangen. © Jens Lukas
Meinung

Sportplatz-Einbrüche sind kein Kavaliersdelikt

Sichtungen durch Privatpersonen und Vorfälle häufen sich. Klar wird dadurch: Castrop-Rauxeler Sportplätze werden illegal von Hobbykickern geentert. Muss man das dulden? Dazu hat unser Autor seine eigene Meinung.

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Die Castrop-Rauxeler Sportplätze werden seit Wochen von Leuten heimgesucht, die weder Eigentum noch Ordnung – geschweige denn Anstand – kennen. Es war schon vor Jahren kein Kavaliersdelikt, wenn Jugendliche oder junge Männer durch ein ihnen bekanntes Loch im Zaun einen Fußballplatz enterten.

Ja, gewiss fehlen heutzutage zunehmend jene Orte, die einst im öffentlichen Raum zum Pöhlen einluden. Wegen dieser Tatsache darf sich aber niemand selbst einen Freifahrtschein für einen Hausfriedensbruch ausstellen. Und eben nichts anderes ist es, wenn die illegalen Kicker über hohe Zäune klettern oder diese sogar mit Gewalt beschädigen, um eine verschlossene Anlage zu betreten.

Derzeit macht es den Anschein, dass die Stadt, der ja die Areale gehören, den Ernst der Lage noch nicht erkannt hat. Viel zu selten sind Ordnungskräfte an und auf den Sportplätzen gesichtet worden.

Das ist während der Pandemie als noch prekärer zu bewerten. Weil die illegalen Gruppen auf den Plätzen zusätzlich gegen alle Corona-Regeln verstoßen.

Es wird Zeit, dass jetzt Zeichen gesetzt werden. Zeichen, die abschreckend auf die Gesetzlosen wirken.

Über den Autor
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas