Yalim-Dogan Öztürk (l.) und die Spvg Schwerin gingen gegen RW Germania mit 3:6 baden. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga

Spvg Schwerin und RW Germania liefern sich Neun-Tore-Schlagabtausch

Neun Tore und eine Rote Karte. Das sahen die Zuschauer am Grafweg im Bezirksliga-Duell zwischen der Spvg Schwerin und RW Germania aus Westerfilde.

Dass Rot-Weiß Germania nicht zum „Fallobst“ der Fußball-Bezirksliga 9 zählt, war allen klar. Dass die Spvg Schwerin das Heimspiel am siebten Spieltag gegen den direkten Nachbarn aus Westerfilde mit 3:6 verlieren würde, überrascht dennoch sehr.

Schwerins Trainer wollte nicht an das Telefon gehen

Schwerins Geschäftsführer Peter Wach meinte dazu, dass Trainer Dennis Hasecke telefonisch nicht zu erreichen war: „Er hat einen dicken Hals.“ Über das „Warum“ ging Wach ins Detail: „Wir haben defensiv so schlecht gestanden wie ich es noch nie von einer Schweriner Mannschaft gesehen habe.“

Zu allem Überfluss sah Kevin Wagener noch die Rote Karte (76.). Wach erklärt: „Kevin kam etwas zu spät und hat den Gegner am Knöchel getroffen. Das war eine Gelbe Karte – dafür Rot zu zeigen, war viel zu hart.“

Der Schweriner Geschäftsführer attestiert RW Germania aber auch, dass gut herausgespielte Tore unter den sechs Schweriner Gegentreffern waren. Und Wachs sagt auch: „Für uns bricht jetzt keine Welt zusammen. Es gibt in der Woche beim Training aber Redebedarf. Dennis Hasecke wird die richtigen Worte finden.“

Maurice Schumann schoss RW Germania mit 2:0 in Führung (6./31.). Ibrahim El-Lahib verkürzte vor der Pause auf 1:2 (37.). Raphael Meissner erhöhte für Germania auf 3:1 (51). Dann ließ Kevin Wagener mit dem 2:3 (57.) Hoffnung aufkeimen bei Schwerin. Diese hielt nur für kurze Zeit. Erneut Meissner traf zum 4:2 (58.) für den Gast. Und Schumann legte mit seinem dritten Tor zum 5:2 (65.) nach.

Schwerin verkürzte wieder auf 3:5 (74.) durch Louis Wissing. Nach Wageners „Rot“ stellte Yannik Tielker mit dem 6:3 (65.) den alten Abstand wieder her. Schwerin rutschte durch die Niederlage auf den achten Tabellenplatz ab.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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