Gastieren am Samstag bei Wacker Obercastrop: Kevin Großkreutz mit dem TuS Bövinghausen. © Stephan Schütze
Fußball

Trainer drücken Wacker gegen Bövinghausen die Daumen – einer widerspricht Baris Özbek

Es ist das Topspiel der Westfalenliga am kommenden Spieltag: Obercastrop gegen Bövinghausen. Die Favoritenrolle ist klar verteilt, die Daumen der Castrop-Rauxeler Trainer sind aber für den Underdog gedrückt.

Samstag, 18. September, 19 Uhr. Das Datum sollten sich alle Fußball-begeisterten Castrop-Rauxeler merken. Denn dann kommen Kevin Großkreutz, David Odonkor und Baris Özbek mit dem TuS Bövinghausen zum Westfalenliga-Spitzenreiter Wacker Obercastrop. Die Trainer der Castrop-Rauxeler Fußballteams wissen um die Bedeutung. Sie widersprechen Baris Özbek und sticheln gegen den TuS Bövinghausen.

Jimmy Thimm, Trainer des FC Frohlinde (Landesliga 3): „Ich kann noch nicht genau sagen, ob ich mir das Spiel anschaue. Meine Wochenendplanung ist noch nicht durch. Aber ich wäre gerne dabei. Es wird ein hochinteressantes Spiel. Wacker brilliert durch Geschlossenheit und Mannschaftsstärke, ist defensiv sehr stark. Dazu sind sie immer in der Lage, Tore zu schießen. Klar ist aber auch, sie treffen auf eine brutal qualitätsstarke Mannschaft. Ich drücke meine Daumen natürlich Wacker – wir Castroper sollten zusammenhalten. Mein Tipp: 3:2 für Wacker!“

Jimmy Thimm tippt 3:2 für Wacker Obercastrop.
Jimmy Thimm tippt 3:2 für Wacker Obercastrop. © Jens Lukas © Jens Lukas

Tino Westphal, Trainer der SG Castrop (Bezirksliga 9): „Es wird ein attraktives Spiel. Weil ich arbeiten bin, bin ich leider nicht dabei. So ein Spiel guckt man sich eigentlich aber gerne an.“

Dennis Hasecke, Trainer Spvg Schwerin (Bezirksliga 9): „Sollte ich wieder gesund sein, kann ich mir vorstellen, das Spiel zu sehen. Es wird auf jeden Fall interessant, aber nicht nur wegen Bövinghausen, sondern auch wegen Wacker.

Baris Özbek möchte ich übrigens widersprechen, dass Wacker Bövinghausen nicht wehtun kann. Da bin ich anderer Meinung. Bei Wacker wird super gearbeitet. Dass da kein Fußball gespielt wird, wie Baris Özbek meinte, ist nicht so. Obercastrop hat sich super entwickelt und hat eine gute Geschlossenheit. Über die Teamschiene kann man auch den einen oder anderen Punkt holen.“

Dennis Hasecke, Trainer der Spvg Schwerin. © Volker Engel © Volker Engel

Michael Wurst, Trainer FC Castrop-Rauxel (Bezirksliga 9): „Ich bin leider nicht dabei, weil ich musikalisch unterwegs bin. Aber natürlich hätte ich das Spiel gerne gesehen, weil da zwei gute Mannschaften aufeinandertreffen. Ich glaube, es sind die spielstärksten Teams der Westfalenliga. Meine Daumen sind für Wacker gedrückt, weil da kontinuierlich gearbeitet wird.“

Cemal Cicibas, Trainer Eintracht Ickern (Kreisliga A): „Wir hatten vor, das Spiel bei uns im Vereinsheim im Livestream zu gucken. Neugierig ist man ja, wenn so ein Spiel ansteht. Castroper Team, Tabellenführer, dort läuft es gut und Aytac (Uzunoglu, Trainer Wacker Obercastrop, Anm. d. Red.) ist ein guter Freund. Ich wünsche seiner Mannschaft viel Glück – und gönne Bövinghausen den Aufstieg nicht. Wie man so viel Geld ausgeben kann, ist für mich unerklärlich.“

Björn Brinkmann ist Coach des SuS Merklinde © Volker Engel © Volker Engel

Björn Brinkmann, Trainer SuS Merklinde (Kreisliga A): „Klar, bin ich auf jeden Fall vor Ort, weil ich bei Wackers Alten Herren spiele. Ich bin deswegen verbunden mit dem Verein. Mit Aytac habe ich schon gesprochen über das Spiel. Unabhängig von meiner Vereinszugehörigkeit traue ich Wacker zu, eine gute Chance zu haben. Die bringen die Qualitäten mit.

Wenn ich an die Westfalenpokalspiele denke gegen höherklassige Gegner, denke ich: Spiele, wo sie nicht Favorit sind, liegen Obercastrop. Die spielerische Klasse liegt eher bei Bövinghausen, das ist klar. Aber durch den Heimvorteil wird einiges los sein, da sehe ich das Plus bei Wacker.“

Über den Autor
Volontär
Nachrichten gibt es überall, jeder kann sie verbreiten. Wahrheitsgemäße Recherche kommt da leider oft zu kurz. Qualitativer Lokaljournalismus ist daher wichtiger denn je. Wer, wenn nicht wir ausgebildeten Lokaljournalisten, berichtet über das, was wirklich in unserer Stadt Gesprächsthema ist?
Zur Autorenseite
Niklas Berkel