Durch steigende Zahlen von Corona-Kranken befürchten die Fußballer, dass ihre Plätze gesperrt werden und die Saison gestoppt wird. © Jens lukas
Fußball

Verbands-Funktionär spricht über Saisonabbruch-Spekulationen und kritisiert Coach des TuS Haltern

Die Corona-Zahlen schnellen Mitte November explosionsartig in die Höhe. Da stellt sich die Frage: Wie weit ist der Amateurfußball in Westfalen von einem erneuten Saison-Abbruch entfernt?

Das Damoklesschwert der Corona-Pandemie schwebt zum wiederholten Mal über dem Amateurfußball. Der Sächsische und Thüringische Fußball-Verband haben ihre Spiele wegen der hohen Inzidenz-Zahlen bereits ausgesetzt. Und wie sieht es aktuell im überkreislichen Spielbetrieb des Fußball- und Leichtatheltik-Verbands Westfalen (FLVW) aus?

Nur wenige Spiele sind wegen Corona ausgefallen

Klaus Overwien (Waltrop), Staffelleiter der Bezirksliga 9 und Landesliga 3 sowie Mitglied des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA), hat den Überblick: „Von einem Saison-Abbruch sind wir in Westfalen aktuell noch weit entfernt – obwohl auch bei uns schon wieder die wildesten Spekulationen im Umlauf sind.“ Wenn man die Vielzahl der Spiele im überkreislichen westfälischen Fußball sehe, würden sich die Corona-Absetzungen noch in einem zahlenmäßig niedrigen Bereich bewegen.

Was sich aber schnell ändern könne. Daher mahnt Overwien: „Im Fußball müssen alle Vorsichtsmaßnahmen streng eingehalten werden, damit die Spiel-Absetzungen nicht in die Höhe schnellen.“ Sinnvoll wäre, wenn sich Mannschaften bei den Trainingseinheiten nicht mischen – bestenfalls sich sogar aus dem Weg gehen. Jeder Verein und jeder Spieler trage einfach ein stückweit Mitverantwortung dafür, wie es im westfälischen Amateurfußball letztlich weitergehe.

Kein Verständnis für Halterns Trainer Ostdorf

Daher hat der Funktionär auch kein Verständnis für ein kürzliches Szenario rund um Timo Ostdorf, dem Trainer des Oberligisten TuS Haltern. Wegen vier Halterner Corona-Verdachtsfälle war deren Spiel beim ASC Dortmund abgesetzt worden. TuS-Trainer Timo Ostdorf kickte stattdessen für den TuS nun spielfreien Sonntag für seinen früheren Klub GW Erkenschwick in der Kreisliga A. „Muss so etwas in diesen schwierigen Corona-Zeiten sein?“, fragt sich Klaus Overwien.

Dem Vernehmen nach sollen ab Mittwoch, 24. November, in Nordrhein-Westfalen die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft treten. Sollte es so kommen, würden auch für den Sport die 2G-Regel gelten. Dann sieht Klaus Overwien auf die Fußball-Vereine eine Verantwortung zukommen, der sie kaum gerecht werden könnten.

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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