Wackers Kapitän Moritz Budde hat vor dem Top-Spiel gegen Bövinghausen gesagt, von wem er glaubt, dass er Meister wird. © Jens Lukas
Fußball-Westfalenliga

Vor Westfalenliga-Kracher: Wacker-Kapitän Moritz Budde tippt am Flughafen in Kroatien den Meister

Die Fußball-Fans von Wacker Obercastrop zählen in der Westfalenliga die Stunden, bis es am Samstag, 18. September, zum Showdown gegen den TuS Bövinghausen geht. Die gute Nachricht: Ein Leistungsträger ist wieder im Kader.

Die Stimmung ist bei beiden Vereinen auf dem höchsten Level, möchte man meinen. Wacker Obercastrop gegen TuS Bövinghausen in der Westfalenliga. Das ist ein Spitzenspiel schon am vierten Spieltag. Das werden die Fans beider Vereine kaum erwarten können. Es wird für Samstag, 18. September, um 19 Uhr sogar mit einer vierstelligen Zuschauerzahl in der Erin-Kampfbahn gerechnet.

Obercastrop und Brünninghausen führen die Tabelle an

Dazu haben beide Teams beste Vorleistung geboten. Das Wacker-Team von Trainer Aytac Uzunoglu führt die Tabelle punktgleich mit einem weniger kassierten Treffer (8:1) als der FC Brünninghausen (8:2) an. Allerdings haben die Obercastroper auch schon ein Spiel mehr absolviert als der Samstagsgegner Bövinghausen (4.). Wacker hat drei Spiele gewonnen, Bövinghausen zwei. Wackers Elvis Shala war mit fünf Toren quasi „Vater der Siege“ und führt jetzt alleine die Torjägerliste der Liga an.

Können die Obercastroper die Spitzenstellung verteidigen? Bövinghausen stellt mit den Ex-Nationalspielern Kevin Großkreutz, David Odonkor sowie Ex-Profi Baris Özbek scheinbar eine zu hohe Hürde dar. Dass die Dortmunder Grenzstädter den SV Wacker Obercastrop ernst nehmen, scheint dennoch sichtbar.

Der bei der Spvg Schwerin groß gewordene Baris Özbek war sogar an der Karlstraße beim 4:0-Sieg der Obercastroper gegen den SV Sodingen als Beobachter auf der Tribüne (wir berichteten). Großen Eindruck hat er wohl nicht mit nach Bövinghausen genommen.

Er sagte im Gespräch mit unserer Redaktion: „Ich habe nicht viele fußballerische Akzente gesehen. Wacker kommt mit viel Kick-and-Rush und vielen langen Bällen.“ Um aber gleich eine Wacker-Qualität hinterherzuschieben: „Die kommen eher vom Teamgeist.“

Damit lag der zuletzt in der Türkei spielende Özbek richtig. Die Obercastroper sind in den vergangenen Jahren wirklich zu einer festen Gemeinschaft zusammengewachsen, wie es Trainer Uzunoglu sowie Co-Coach Steffen Golob immer wieder betonen. Allerdings fehlten Wacker zuletzt einige Leistungsträger: Christian Mengert, Marius Hoffmann, Stefan Kitowski, Marius Nolte und auch Kapitän Moritz Budde.

Können diese Ausfälle, die auch am Samstag drohen, kompensiert werden? Fehlt da vielleicht doch ein Hauch mehr an spielerischen Elementen, die Baris Özbek als „Spion“ nicht sah? Kann sein. Abschließend warnte Özbek seine Kameraden in Bövinghausen trotzdem: „Da sind elf Spieler, die sich reinhauen und kämpfen.“

Einer der gerne dabei wäre, ist Wacker-Kapitän Moritz Budde, der schon länger verletzt ausfällt. Wir haben den Spielführer mit den Aussagen von Özbek konfrontiert. Doch der Wacker-Kapitän sah diese ganz pragmatisch: „Für mich ist der TuS Bövinghausen der klare Favorit. Die Dortmunder wollen aufsteigen und werden auch aufsteigen, wenn nichts Überraschendes passiert.“

Ob vielleicht jemand die Özbek-Aussage zur besonderen Motivation an die Kabinentür nageln wird, glaubt Budde ebenfalls nicht. Denn zu diesem Zeitpunkt ist der Kicker weit ab vom Geschehen. Als der Reporter unserer Redaktion ihn am Telefon erreichte, wartete der gerade auf einem Flughafen in Kroatien auf den Weiterflug nach Italien.

Dort hat er mit Teamkollege Stefan Kitowski, der nach einer Operation auch schon mehrere Wochen ausfiel, und mit Marcel Herder (FC Frohlinde) ein paar Tage verbracht. Kurz bevor er die Maschine nach Bari bestieg, erwähnte er aber doch noch zur aktuellen Lage, dass Hoffmann (Muskelbündelriss) und Nolte (Urlaub) ausfallen. Alle würden dem Team, das sich trotzdem so prächtig geschlagen hat, gut zu Gesicht stehen. Wie etwa Routinier Mengert, der im Mittelfeld mit seiner spielerischen Übersicht ein wichtiger Faktor sei. Die gute Nachricht: Er ist für Samstag wieder einsatzbereit.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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