Die Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu (l.) und Steffen Golob haben mehrere A-Junioren in ihren Westfalenliga-Kader berufen. © Marcel Witte (SV Wacker)
Fußball-Westfalenliga

Wacker Obercastrop: Trainer Uzunoglu spricht über sein Küken-Quartett

Mit großer Vorfreude haben vier Fußballer aus der A-Jugend des SV Wacker Obercastrop die Vorbereitung zur Saison 2021/22 in den Westfalenliga-Kader bestritten. Haben sie den Sprung geschafft? Wir haben Trainer Aytac Uzunoglu gefragt.

Gute Jugendarbeit zahlt sich aus. Ein gutes Beispiel bietet der SV Wacker Obercastrop, bei dem vier A-Junioren zur zweiten Westfalenliga-Saison in den Kader der ersten Mannschaft befördert wurden. Das Quartett Philip Wielsch, Dawid Lewandowski, Marc Schatterny und Tim Böing wurde mit Vorschuss-Lorbeeren bedacht.

Nach dem 1:0 am achten Spieltag gegen den SC Neheim haben wir bei Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu nach dem „Küken-Quartett“ gefragt. Haben die Vier den Sprung von den Junioren zu den Senioren schon geschafft?

Coach Uzunoglu kam zuerst auf Philip Wielsch (19 Jahre) zu sprechen. Dieser hat von seinen Eltern als ersten Vornamen „William“ ins Stammbuch geschrieben bekommen. William-Philip Wielsch hat wohl aus verschiedenen Gründen den größten Schritt bei Wacker gemacht. Uzunoglu: „Phil hat die Erwartungen bislang mehr als erfüllt.“ Er ist zu einem festen Bestandteil des Kaders geworden und hat schon außergewöhnlich viele Einsätze hinter sich. Der Coach resümierte weiter: „Wir sind mit seiner Entwicklung sehr zufrieden und sehen noch viel Potenzial, das wir ausschöpfen möchten.“

Philip Wielsch (beim Schuss) kam bereits zu einigen Einsätzen im Westfalenliga-Team des SV Wacker Obercastrop. © Jens Lukas © Jens Lukas

Ganz anders muss sich Marc Schatterny (19) fühlen, den der Wacker-Coach als Pechvogel titulierte: „Er hat direkt nach einer Woche Vorbereitung zur Saison auf Grund anhaltender Knieprobleme abbrechen müssen und ist nicht mehr ins Training eingestiegen.“ Schade für einen Spieler, der sich von der F-Jugend an in Obercastrop in den Dunstkreis der ersten Mannschaft gespielt hat.

Tim Boeing, der 2019 vom SV Hochlar in die Erin-Kampfbahn wechselte, bescheinigt Uzunoglu „großes Potenzial“. Der ehemalige Wacker- Jugendtrainer Danny Piel hatte dem 19-jährigen den SV Wacker schmackhaft gemacht. Und auch Uzunoglu ist sich sicher: Er wird in naher Zukunft zur Mannschaft aufschließen.“

Der Trainer erzählte: „Tim hatte großes Pech, dass er große Teile der Vorbereitung verpasst hat. Seine konditionellen Defizite soll er jetzt mit Einsätzen in der 2. Mannschaft in der Kreisliga B aufholen. Ich bin mir sicher, dass er schon in der Hinrunde noch eine echte Option für die Außenbahnen darstellen wird.“

Der Vierte aus dem Junioren-Quartett hatte schon mit seinem Namen Tor-Träume vermittelt. Dawid Lewandowski (19 Jahre) heißt er und er macht sich laut seines Trainers „ordentlich“. Der Coach übermittelt: „Er hat sein Niveau kontinuierlich gesteigert und muss sich nur an das Spieltempo gewöhnen. Daher tut ihm aktuell das Training bei der Ersten und Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sehr gut.“

Und wenn das alles passt, dann wird der 1,94-Meter große Kicker, der mit zweijähriger Unterbrechung bei der SG Castrop von den Mini-Kickern an für Wacker spielte, wieder viele Tore schießen. Wie in der Jugend und vielleicht so, wie sein Namensvetter Robert bei Bayern München.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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