Gedränge beim Startschuss am Gevelsberg? Das darf es wegen Corona nicht geben. Deshalb findet der Rekener 24-Stunden-Lauf in diesem Jahr nur virtuell statt. © Privat
Rekener 24-Stunde-Llauf

10.000 reale Euro für virtuellen Lauf?

Der Rekener 24-Stunden-Lauf kann wegen Corona in diesem Jahr nur virtuell stattfinden. Trotzdem rechnet Organisator Rainer Kauczor mit einem guten Ergebnis.

Ausgerechnet die zehnte Auflage des Rekener 24-Stunden-Laufs muss an diesem Wochenende wegen Corona ausfallen. Zumindest in der herkömmlichen Form. Denn auch wenn am Freitag um 16 Uhr am Gevelsberg kein Startschuss fallen wird, werden doch wieder zahlreiche Läufer für den guten Zweck an den Start gehen. Virtuell und doch real.

Denn gelaufen werden kann in diesem Jahr überall. Wer sich über das Laufportal my.raceresult anmeldet, bekommt eine Bestätigungsmail mit einem Link, der am Samstag um 16 Uhr, also mit Ablauf der 24 Stunden Laufzeit, scharf gestellt wird. Dort können die Teilnehmer angeben, welche Strecke sie zurückgelegt haben. Eine Kontrolle, dieser Angaben erfolgt nicht. „Das ist natürlich Vertrauenssache“, sagt Rainer Kauczor, Urheber und Organisator des Rekener Laufs: „Aber wer das 112 Kilometer läuft, obwohl er nur 12 gelaufen ist, zieht sich ja nur selbst über den Leisten.“

Andreas Niedrig und Rainer Kauczor beim 24-Stunden-Lauf in Reken
Organisator Rainer Kauczor (r.) konnte beim 24-Stunden-Lauf in Reken schon Prominente wie Triathlet Andreas Niedrig (l.), Olaf Thon oder Heiner Brand begrüßen. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Bis Donnerstagabend hatten sich 222 Teilnehmer zu dem Lauf angemeldet, und Rainer Kauczor ist zuversichtlich, dass er auch mit der virtuellen Version des Laufes die 10.000-Euro-Spendenmarke knacken wird. „Das ist in diesem Jahr umso wichtiger“, erklärt er, denn den Kinderhospizdiensten, die von der Veranstaltung profitieren, seien die Spenden in 2020 dramatisch eingebrochen.

Rainer Kauczors Optimismus speist sich aber nicht nur aus der Zahl der offiziell Angemeldeten.

Ich gehe davon aus, dass am Freitag natürlich der ein oder andere ,ganz zufällig‘ am Gevelsberg laufen wird“, sagt er. Außerdem hat es bereits Unterstützung im Vorfeld gegeben: „Die Bröker Jungs aus Reken sind traditionell bei uns gelaufen, hatten aber an diesem Wochenende keine Zeit und haben deshalb gefragt, ob sie nicht eine Woche früher starten könnten. Da habe ich natürlich ja gesagt.“ Ergebnis: Die „Bröker“ stellten einen eigenen 24-Stunden-Lauf auf die Beine, zählten 92 Teilnehmer und spendeten 700 Euro.

Auch die „Pinnwand-Anwärter“ Ansgar Zschunke und Jörg Timmer halfen mit einer ganz besonderen Laufaktion: Sie riefen den Tower Run ins Leben und liefen den Rekener Funkturm 200 mal hinauf und wieder runter. Nach 22 Stunden hatten sie 67.200 Treppenstufen und 6000 Höhenmeter hinter sich gebracht.

Ganz so verrückt muss die Hilfe natürlich nicht bei jedem ausfallen. Läufer aus Dorsten und Lembeck etwa treffen sich am Freitag um 17.30 Uhr im Hervester Bruch zum gemeinsamen Lauf für den guten Zweck, und selbst wer bei sich zuhause im Garten laufen will, muss sich einfach nur bei my.raceresult.com anmelden.

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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