Herten obenauf: Hertens Gabriel Jung (M.o.) versucht Dorstens Tyler Brevard (mit Ball) zu stoppen. © Ralf Pieper
Basketball

Adam Pickett hat an Hertens Sieg den Löwenanteil

Die Hertener Löwen haben ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Sie gewannen bei der BG Dorsten in einem nicht immer guten, dafür aber immer spannenden Spiel mit 83:76 (42:44).

Überragender Spieler des Vest-Derbys war einmal mehr Adam Pickett. Der Amerikaner schenkte seinem alten Verein nicht weniger als 42 Punkte ein und war so für mehr als die Hälfte der Löwen-Zähler verantwortlich.

Dorstens Trainer Franjo Lukenda sagte aber nach dem Spiel: „Es wäre schön, wenn wir unsere Niederlage auf Adams Punkte schieben könnten. Doch ich sehe unsere 22 Ballverluste als entscheidend an. Das geht so in der Regionalliga nicht.“

Überhaupt waren Fehler das Hauptthema in diesem sehr gut besuchten Spiel. Es ist nicht oft der Fall, dass man in der Regionalliga so viele Fehlpässe, misslungene Korbleger und technische Patzer sieht.

BG Dorsten - Hertener Löwen
Hertens Robin Pflüger (l.) hatte gegen Dorstens Lange wie Petar Madunic (r.) früh Foulprobleme. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

Davon waren zuerst einmal die Löwen betroffen. Während die BG nach drei Minuten ins Spiel kam, setzten die Gäste im ersten Viertel einen Ball nach dem anderen neben den Korb. Die Zweierquote von 25 Prozent (4/16) spricht Bände, und von den sieben Dreierversuchen fand nur einer ins Ziel. Hinzu kam, dass Robin Pflüger in der achten Minute sein drittes Foul bekam und erst einmal auf die Bank musste.

Dorsten bewegte sich im normalen Rahmen und angetrieben vom Amerikaner Tyler Brevard, der auf achtbare 28 Punkte kam, lagen die Gastgeber nach dem ersten Viertel mit 21:15 und zur Pause mit 44:42 vorn.

Hertens Trainer Cedric Hüsken nahm sich sein Team in der Halbzeitpause vor: „Ich habe gesagt, dass ich von außen zwar coachen könne, die Punkte müssten sie aber schon selber machen.“ Der Schlüssel zum Erfolg war dann allerdings nicht nur die bessere Trefferquote. Vielmehr schafften es die Löwen im gesamten Match, die Dorstener Distanzschützen gut aus dem Spiel zu nehmen. Zum einen verhinderten sie die Pässe, und wenn einer ankam, mussten die Dorstener oft schwere Würfe nehmen. So kam die BG nur auf neun Dreier, für ihre Verhältnisse sehr wenig.

Das Match blieb auch weiterhin sehr eng, und es war von ständigen Führungswechseln, insgesamt zwölf, geprägt. So führten die Gäste in der 24. Minute schon mit 52:44, doch nach einer 12:0-Serie hatten die Dorstener wieder die Nase mit 56:52 vorn.

BG Dorsten machte schlimme Fehler

Allerdings war es symptomatisch, dass die Dorstener dieses Momentum nicht nutzten, sondern mit drei schlimmen Fehlern in Folge Herten wieder eine 62:58-Führung nach dem dritten Viertel ermöglichten.

Auch im Schlussviertel blieb die Spannung sehr hoch, und die Führung wechselte weiterhin oft. Die Entscheidung leiteten die Gastgeber selber ein. Jonas Peters warf den Ball bei einem Einwurf direkt in die Arme Adam Picketts, der sich mit einem Dreier zum 76:71 (39.) bedankte. In der hektischen Schlussminute legt er noch vier Punkte zum 80:73 nach, die alle Zweifel am Hertener Sieg beseitigten.

  • BG Dorsten – Hertener Löwen 76:83 (42:44)
    BG:
    Pelaj (8/2), Cica (10/1), Alarashe (o.E.), Madunic (8), Morlock (3/1), Styranko (o.E.), Fabek (4), Rodriguez (2), Brevard (27/3), Peters (12/2), Altekruse (o.E.), Voca (2).
    Herten: Pflüger (9), Kaintoch (o.E.), Bambullis (3), Severing, Pickett (42/3), Husmann (7), Neuhaus (o.E.), Jakupovic (4), Jung (10), Bungart (2), Perry (6).