Tim Heintbreder (r.) hatte kurz nach dem Seitenwechsel eine große Ausgleichschance, scheiterte aber am Keeper. © Ralf Pieper
Fussball

Benedikt Jansen behält für den SV Dorsten-Hardt die Nerven

Viel Geduld brauchte Landesligist SV Dorsten-Hardt gegen die SG Bockum-Hövel. Und Mittelfeldspieler Benedikt Jansen gute Nerven.

Hart erkämpft war das 1:1 (0:1)-Remis der Landesliga-Fußballer des SV Dorsten-Hardt gegen agile Gäste von der SG Bockum-Hövel. Der Hardter Trainer Marc Gebler fasste nach dem Spiel zusammen: „Ich finde, es war ein verdienter Punkt. In der ersten Halbzeit hatten wir ein Chancenplus und in der zweiten Bockum-Hövel. Beim Tor der Gäste wurde allerdings zu fahrlässig verteidigt.“

Früh kamen die Hardter zur ersten Möglichkeit. Bei einer scharfen Hereingabe kam Hendrik Bromkamp jedoch einen Schritt zu spät (7.). Aber auch die konterstarken Gäste kamen zu Chancen und verfehlten das Tor des Hardter Keepers Louis Krietemeyer zwei Mal nur knapp (10. und 12.).

Die größter Hardter Möglichkeit vor der Pause hatte Daniel Moritz, seinen Schuss aus elf Metern lenkte der SG-Keeper aber zur Ecke, die nichts einbrachte (20.). Und auch Arthur Fells Versuch nach feinem Solo ging um Zentimeter neben das Gästetor (26.).

Krietemeyer zeigt zwei Glanzparaden

Mit den Fingerspitzen lenkte Krietmeyer den Ball bei einem Schuss der Gäste über die Querlatte. Bei der folgenden Ecke bekam die Hardter Abwehr den Ball nicht weg und SG-Angreifer Justin Krausch hämmerte das Leder aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung der Gäste ins Hardter Tor (33.). Einen weiteren Versuch der Gäste lenkte Krietemeyer erneut über die Querlatte (45.), so dass die Hardter mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gingen.

Nach einem vom starken Benedikt Jansen getretenen Freistoß schoss Tim Heitbreder den Ball aus kurzer Entfernung dem Gästetorwart in die Arme (48.). Weiter zeigte sich Bockum-Hövel brandgefährlich. Ein Pfostenknaller war die Ausbeute (57.) und der sichere Krietemeyer verhinderte einen höheren Rückstand (61.).

Glück hatte dann Bockum-Hövel, als Jan Luka Husmann von hinten weggegrätscht wurde und dessen Gegenspieler danach nur die Gelbe Karte sah (65.) – eine Rote Karte wäre angemessen gewesen. Die Partie wurde nun von Minute zu Minute hektischer und der Schiedsrichter brachte mit seinen teils strittigen Entscheidungen Entscheidungen keine Ruhe ins Spiel.

Griff an die Kehle wird nur mit Gelb geahndet

Wie beim Griff eines Gästespielers an die Kehle von Jansen, der nur mit Gelb geahndet wurde, als Tätlichkeit aber eine Rote Karte verdient gehabt hätte. Nach einem klaren Foul an Ismet Kaynak im Strafraum zeigte der Referee dann ohne zu Zögern auf den Elfmeterpunkt. Jansen trat an und jagte den Ball zum 1:1-Ausgleich unhaltbar ins Gästetor (87.). In der Nachspielzeit ließ sich Kaynak von seinem Gegenspieler wohl provozieren und sah nach einer Beleidigung in dessen Richtung noch den Roten Karton (90.+3). Es blieb letztlich beim 1:1-Remis.

  • Hardt: Krietemeyer; Lensing, Heitbreder (84. Einhaus), Sosnowski, Husmann, Jansen, Poch, Bromkamp, Beisenbusch, Moritz (66. Kaynak), Fell.
    Tore: 0:1 (33.) Krausch, 1:1 (87./FE) Jansen.
    Bes. Vorkommnis: Rote Karte gegen Kaynak (Hardt) wegen Beleidigung (90.+3).
Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Armin Dille, Jahrgang 1952, Dorstener und Ruheständler, seit 1988 freiberuflicher Journalist mit Tätigkeitsschwerpunkt Sportberichterstattung, vornehmlich Fußball, Basketball und Reitsport.
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Armin Dille