Nderim Pelaj (r.) kam im ersten Saisonspiel in Ibbenbüren auf acht Punkte. © Joachim Lücke
Basketball

BG Dorsten bietet Topfavorit lange Paroli

Die BG Dorsten hat sich in ihrem ersten Meisterschaftsspiel beim Top-Favoriten BB Ibbenbüren beim 73:81 gut aus der Affäre gezogen. Wenige Minuten vor dem Ende schnupperte das Lukenda-Team sogar an einem Sieg.

Gut drei Minuten vor der Schluss-Sirene stand es in Ibbenbüren noch 72:72, und BG-Trainer Franjo Lukenda hegte Hoffnungen auf eine ganz große Überraschung. Der BG-Trainer erkannte dann aber: „Dann machte sich bemerkbar, dass Ibbenbüren mit einer eingespielten Mannschaft und vielen erfahrenen Spielern auf dem Feld stand.“

Auch wenn ihn die Niederlage grämte, gab es doch genügend Dinge, die er positiv herausstellte. Der Amerikaner Tyler Brevard wird wohl in die Fußstapfen seiner erfolgreichen Vorgänger treten. Er war mit 24 Punkten nicht nur Top-Scorer des Spiels, sondern sammelte auch noch sieben Assists, die ebenfalls Spitzenwert des Tages waren.

Uros Cica fehlen noch Trainingseinheiten für die Bindung

Dem Serben Uros Cica fehlte nach nur ein paar Einheiten die Bindung zum Team, doch seine kämpferische Einstellung beeindruckte Lukenda: „Er hat zehn Rebounds geholt und gegen Marcello Schröder eine starke Partie geliefert.“ Auch Center Petar Madunic machte gegen Benjamin Fumey, den wohl besten Center der Liga, einen sehr guten Job und war mit zwölf Punkten neben Brevard der einzige Dorstener, der zweistellig punktete.

Die Dorstener kamen sehr gut ins Spiel. In der sechsten Minute führten die Gäste mit 16:9 und lagen auch noch nach dem ersten Viertel mit 21:16 in Front. Auch wenn Ibbenbüren zwischenzeitlich mit 31:27 vorne lag, glich die BG zur Pause wieder zum 39:39 aus.

Franjo Lukenda sieht keine groben Schnitzer

Es waren dann Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden, so Lukenda: „Wir haben keine wirklichen dicken Patzer gemacht, doch gegen so eine Mannschaft reichen schon kleine Dinge, um das Spiel zu verlieren.“ So ging die Dreierquote deutlich in den Keller, was vor allem im entscheidenden Schlussviertel den Ausschlag gab. Lag sie zur Pause noch bei knapp 30 Prozent, so standen nach 40 Minuten nur 20 Prozent auf dem Scouting. So kam es, dass am Ende alle prädestinierten Dreierschützen nur einstellig punkteten.

Das 59:64 nach dem dritten Viertel ließ noch alle Optionen offen, doch am Ende gaben dann die erwähnten Kleinigkeiten den Ausschlag zugunsten der Gastgeber. Lukenda ist sich sicher: „Wir werden nach der kommenden Trainingswoche gegen den TuS Herten schon viel besser harmonieren.“

  • BB Ibbenbüren – BG Dorsten 81:73 (39:39)
    BG: Pelaj (8), Cica (8/1), Madunic (12), Morlock, Styranko (o.E.), Fabek (4), Galvez Rodriguez (4), Brevard (24/2), Peters (9/3), Voca (4).