Fussball

Comeback nach elf Wochen Verletzungspause – Dennis Drepper gibt RW Deuten wieder mehr Alternativen

Elf lange Wochen war er zum Zuschauen verdammt. Jetzt feierte der Ex-Halterner Dennis Drepper beim SV Rot-Weiß Deuten sein Comeback.
Dennis Drepper (l.) gehörte in der vergangenen Saison zu den gefährlichsten Angreifern des SV Rot-Weiß Deuten. In dieser Saison verpasste er die ersten fünf Spiele verletzt.

64. Minute gegen Gerlingen. Westfalenligist Rot-Weiß Deuten wechselt aus. Es ist keine Auswechselung wie jede andere, denn der Mann, der für Moritz Noetzel auf den Platz kommt, hat vorher in dieser Saison noch keine einzige Minute gespielt. Dabei gehörte Dennis Drepper seit seinem Wechsel an den Deutener Bahndamm zu den verlässlichsten Torschützen der Rot-Weißen. Doch dann hatte Drepper Pech.

Dennis Drepper, RW Deuten
Dennis Drepper kam im Sommer 2020 vom Oberligisten TuS Ennepetal nach Deuten. Vorher spielte er unter anderem beim TuS Haltern. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

„Wir hatten gerade mal zwei Wochen trainiert, da passierte es im Training“, erinnert er sich. Außenbandriss und Fissur im Knie lautete die Diagnose, die den 25-Jährigen für den Rest der Vorbereitung, den Saisonstart und die ersten fünf Spieltage außer Gefecht setzte. So lange wie noch nie zuvor.

Dennis Drepper war noch nie so lange verletzt

„Es war die erste Knieverletzung“, erzählt Drepper. Bänderrisse im Knöchel, ja. Auch die Schulter war mal lädiert. Aber elf Wochen hatte der Angreifer, der früher beim TuS Haltern spielte und vom Oberligisten TuS Ennepetal nach Deuten kam, noch nie pausieren müssen.

„Nach Corona war das natürlich besonders hart. Alle waren heiß und freuten sich, dass es endlich wieder los ging, und dann so was.“ Doch den Frust hat Dennis Drepper überwunden. Unter Anleitung von Deutens Physio Stuart Rickards arbeitete er sich Schritt für Schritt zurück, und jetzt überwiegt die Freude, „dass es keine Rückschläge mehr gab“.

Der Moment der Einwechselung am vergangenen Sonntag sei natürlich ein besonderer gewesen: „Ich habe mich mega gefreut.“ Doch Drepper relativiert auch: „Das Spiel war zu dem Zeitpunkt bei einer 4:1-Führung schon in gute Bahnen gelenkt. Ich konnte mich also gut auf mich fokussieren, um erst mal rein zu finden.“

Ansprüche auf den alten Stammplatz stellt er keine: „Die Mannschaft hat ja auch ohne mich funktioniert, und ich muss erst meinen Trainingsrückstand aufholen. Natürlich will ich spielen, aber ich mache keinen Druck. Nicht mir und nicht den Trainern.“

Dass die zweite Westfalenliga-Saison für die Deutener bislang noch nicht so gut läft wie die erste, sieht Dennis Drepper nicht so problematisch: „Der Einsatz im Training ist der gleiche wie letztes Jahr. Und wenn wir in ein, zwei Spielen früher ein Tor machen, sähe die Welt ganz anders aus. Wir spielen weiter mutigen Fußball.“ Und jetzt auch wieder mit Dennis Drepper.

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.