Die Juniorenfußball-Reform sorgt für geteilte Meinungen. © Manfred Rimkus
Fussball

Dann beginnt bei Dorstens Vereinen das Jugendtraining wieder

Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen ab heute wieder in Gruppen bis zu 20 Personen im Freien Sport treiben. Wie gehen die heimischen Fußballvereine damit um? Wir fragten nach.

Als am Freitag nach einigem Hin und Her dann doch klar war, dass Sport unter freiem Himmel für Kinder bis 14 wieder erlaubt ist, befürchteten nicht wenige einen regelrechten Run auf die Sportplätze. Doch davon sind die heimischen Vereine bei aller Euphorie doch ein gutes Stück entfernt, wie eine Umfrage unserer Redaktion zum Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb zeigt.

SV Schermbeck

Beim SV Schermbeck sollte es zunächst am Mittwoch wieder auf den Platz gehen, und das für die Jahrgänge 2007 bis 2016. Trainings- und Hygieneplan werden gerade erstellt und sollten am Montag veröffentlicht werden. Dann entschloss sich der Vorstand aber doch noch, bis Anfang kommender Woche zu warten, um die weitere Entwicklung der Coronazahlen zu beobachten.

Zugang zur Volksbank-Arena haben Spieler bis 14 Jahre auf jeden Fall nur mit der CheckIn-App des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen. Sie dient der Nachverfolgung von Personenkontakten und Aufenthaltszeitpunkten im Rahmen der Corona-Hygieneverordnung und erspart so aufwendige Zettelwirtschaft. Die App steht allen FLVW-Mitgliedsvereinen kostenlos zur Verfügung.

SV Dorsten-Hardt

An der Storchsbaumstraße soll der Trainingsbetrieb erst wieder am 22. März (Montag) beginnen. „Wir gehen es bewusst langsam an, weil wir die weitere Entwicklung beobachten wollen“, erklärte Jugendleiter Thomas Iwanowsky. Er hofft, dass bis zum 22. März vielleicht weitere Lockerungen wirksam werden. „Wir wollen vor allem unseren Jüngsten Schnelltests ersparen, die sonst bei bestimmten Inzidenzwerten vorgeschrieben sind“, sagte Iwanowskys Stellvertreter Stefan Gramberg.

SV RW Deuten

Am Deutener Bahndamm fällt der Startschuss zum Wiedereinstieg am Montag um 16 Uhr. „Wir haben einen Trainingsplan und klare Regeln aufgestellt“, berichtete der stellvertretende Jugendleiter Niklas Berkel. Pro Tag trainiert in der Regel eine Mannschaft; wenn es zwei sind, liegen 15 Minuten Puffer zwischen den Trainingszeiten. Die Spieler dürfen erst unmittelbar vor dem Training auf die Anlage und müssen sie nach der Einheit zügig verlassen. Vereinsheim, Kabinen und Toiletten bleiben allesamt verschlossen.

SV Lembeck

Der Lembecker Jugendvorstand berät sein Vorgehen am Montagabend und stimmt sich dann auch mit dem SSV Rhade und RW Deuten ab, mit denen der Club ja eine Jugendspielgemeinschaft bildet. Jugendleiter Michael Heller hat Verständnis für die Jugendlichen: „Die sind natürlich heiß da hinterher.“ Aber zuvor gäbe es noch einige Fragen zu klären: „Etwa die, ob die Eltern mit auf den Platz sollen. Vor allem wollen wir aber ein einheitliches Konzept mit Rhade und Deuten.“

SSV Rhade

„Spätestens Dienstag“ will Martin Trockel die Kinder in Rhade wieder auf den Platz lassen. Montag dürfte es aber auch noch nicht gehen, weil auch der SSV die Beratungen innerhalb der Jugendspielgemeinschaft abwarten will und die Trainingstage der verschiedenen Mannschaften dementsprechend verteilen will.

1. SC BW Wulfen

Am Wittenbrink geht es heute mit dem Training los. Ein entsprechendes Informationsvideo hat der Vorstand am Sonntag über Facebook veröffentlicht. Sieben Mannschaften trainieren je einmal pro Woche. Der Platz wird dafür von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Trainieren zwei Gruppen am selben Tag, liegen 30 Minuten Zeit dazwischen. Beim Hygienekonzept orientieren sich die Wulfener wie alle anderen Vereine an den Vorschriften und Erfahrungen aus dem vergangenen Sommer.

BVH Dorsten

Auch am Waldsportplatz geht es schon heute wieder mit dem Training los. „Die Kinder wollen es unbedingt. Deshalb haben wir alles dafür getan, dass es klappt“, erklärte Jugendleiter Karsten Humme. Der entsprechende Trainingsplan und das Hygienekonzept wurde den Trainern am Sonntag vorgestellt.

TuS Gahlen

Beim TuS kehren die Jugendfußballer am Mittwoch auf den Platz zurück. „Wir wollen alles gut vorbereiten und geordnet anfangen“, sagte Jugendleiter Vincenzo Marrali: „Das Konzept ist ja da. Ich habe volles Vertrauen in unsere Trainer. Wir wissen damit umzugehen.“

FC RW Dorsten

Noch eine Woche warten wollen FC-Vorsitzender Stefan Cremer und sein Team. „Wir wollen die Entwicklung beobachten. Das Ganze kann ja auch schnell kippen, und dafür wäre uns dann der Aufwand zu groß.“ Aktuell stehe die Instandsetzung der Anlage am Jahnplatz im Vordergrund.

SV Altendorf-Ulfkotte

Den 15. März hat auch der SV Altendorf-Ulfkotte als Starttermin ins Auge gefasst. „Bis dahin werden wir alles in Ruhe vorbereiten und die Materialien prüfen“, sagte Vorsitzender Michael Winkel. Dass der SVA nur vier Jugendteams habe, sei in dieser Situation „fast ein Vorteil. Es erleichtert die Organisation“. Auch beim SV Altendorf erfolgt die Nachverfolgung der Teilnehmer über die CheckIn-App des FLVW.

SuS Hervest-Dorsten

SuS-Jugendleiter Norman Mischling wollte am Sonntag noch offizielle Statements der Stadt und des Stadtsportverbandes abwarten: „Bevor man da einen Fehler macht …“ Grundsätzlich wäre er aber „froh, wenn wir schnellstmöglich anfangen können“. Dann soll pro Tag eine Mannschaft am Ellerbruch trainieren. Mit den Trainern müsse er sich aber noch kurzschließen, erklärte der Jugendleiter.

SuS GW Barkenberg

Auch in Barkenberg findet die Besprechung zwischen Vorstand und Trainern am Montagabend statt. Nach der Einweisung ins Hygienekonzept könne der Trainingsbetrieb dann starten, sagte Vorsitzender Frank Hofmann.

TSV Raesfeld

Beim TSV findet die Sitzung des Vorstands und der Jugendtrainer ebenfalls am Montag statt. Dort soll der Starttermin festgezurrt werden.

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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