BVH-Stürmer Leon Schwandt (l.) stellte die Gahlener Abwehrspieler wie Luke Andre Kluth (r.) vor Probleme. © Ralf Pieper
Fussball

Der TuS Gahlen ist bereit für den Showdown beim TSV Raesfeld

In der Kreisliga A1 RE hat der TuS Gahlen den BVH Dorsten auch mit einer Portion Glück niedergerungen und ist bereit fürs anstehende Gipfeltreffen beim TSV Raesfeld.

Kreisliga A1 RE

TuS Gahlen – BVH Dorsten 3:1

Der TuS Gahlen geht nächsten Sonntag als Tabellenführer in den Showdown beim TSV Raesfeld. Dass es so ist, lag an diesem Sonntag gegen den BVH Dorsten an einigen wenigen Szenen.

Denn hätte der Schiedsrichter den Einsatz von Daniel Hennebach gegen Tim Bruß so gewertet, wie ihn wohl die meisten auf dem Platz gesehen hatten, hätte sich Gahlens Orkan Güclü den Ball nicht auf den Elfmeterpunkt legen und das erste Tor für Gahlen erzielen können (29.).

Bis dahin hatte der BVH mit 1:0 geführt. Durch Elfmeter von Leon Schwandt, ebenfalls nicht unumstritten, auch wenn selbst TuS-Trainer Erdal Dasdan ihn nach Rempler von Kevin Lachs gegen Schwandt als berechtigt bezeichnete (12.).

Zwischen den beiden Strafstößen hatte BVH-Keeper Marcel Czok einen Fernschuss von Donavan Sadek an die Latte gelenkt, kurz nach dem 1:1 wurde Orkan Güclü im Holsterhausener Strafraum gefoult, doch diesmal blieb der Elfmeterpfiff aus.

Hätte schließlich Nico Winter bei seiner Großchance kurz vor der Pause nicht in TuS-Torwart David Janshen seinen Meister gefunden, der BVH wäre wohl mit einer 2:1-Führung in die Pause gegangen, und die Partie hätte einen deutlich anderen Verlauf genomen.

Stattdessen legte Tim Bruß eine hohe Flanke mustergültig für Theo Kötter auf, der aus spitzemWinkel von rechts quasi mit dem Pausenpfiff zum 2:1 für Gahlen traf (45.).

Sadek bereitet 3:1 per Hackentrick vor

Die letzte entscheidende Szene schließlich war Donavan Sadeks genialer Hackentrick, durch den Tim Bruß frei vor dem BVH-Tor an den Ball kam und das 3:1 erzielte (82.), als der TuS unter dem zunehmenden Druck der Gäste doch allmählich ins Schwimmen geraten war.

Dass Orkan Güclü in der Schlussphase noch einmal per Kopf auf der Linie klärte, fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht, denn es hätte nur noch den Holsterhausener Anschlusstreffer bedeutet.

BVH-Trainer Daniel Schikora haderte nach dem Schlusspfiff mit dem Ergebnis: „Wir haben hier ein richtig gutes Spiel gemacht. Schade, dass wir uns nicht dafür belohnt haben.“

Sein Gahlener Pendant Dasdan meinte: „Spielerisch habe ich uns besser gesehen. Der BVH hat schon viel mit langen Bällen operiert. Wir sind schwer ins Spiel gekommen, aber gegen Ende der ersten Hälfte hatten wir dann mehr Chancen. Unsere Tore zum 2:1 und 3:1 fallen natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt, aber unterm Strich sehe ich unseren Sieg als verdient an. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht; jetzt freuen wir uns auf den Showdown in Raesfeld.“

ETuS Haltern – TSV Raesfeld 0:6

Schon in der dritten Minute erzielte Maximilian Suer das 1:0 für die Gäste. Mario Brockmann per „Tor des Monats-reifer“ Volleyabnahme sowie Alexander Hölling erhöhten schnell (15., 17.) auf 3:0. Nach einer Hölling-Vorlage traf Brockmann vor der Pause (35.) auch noch zum 4:0. Raesfeld musste auf acht etablierte Kräfte verzichten, hatte aber trotzdem alles im Griff.

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie dann angesichts der klaren Verhältnisse etwas dahin. Julian Kortstegge (85.) und abermals der torhungrige Brockmann (89.) sorgten für das 6:0-Endresultat.

Trainer Christian Gabmaier: „Die schnelle Führung war mit der Schlüssel zum Erfolg. Auch über die weiße Weste hinten freue ich mich sehr.“

SV Schermbeck II – SG Borken II 2:1

Die Schermbecker taten sich in der ersten Viertelstunde schwer und lagen nach einem berechtigten Foulelfmeter (12.) schnell mit 0:1 hinten. Danach erwachte die Elf von Ilkay Kara und Marc Jagella und kam nach einem von Ali Salha verwandelten indirekten Freistoß im Anschluss an einen vermeintlichen Rückpass zum Ausgleich (16.). Danach vergab Moritz Klüsener frei vor dem Tor (22.) und Salha verpasste eine Flanke von Lars Klingner, die der dahinter postierte Claudius Mertes rechts neben das Tor setzte (30.). Nach dem Wechsel jagte Mehmet Can Özkaya den Ball mit Innenpfostenkontakt zur 2:1-Führung in die Maschen (49.). Kurz darauf verschoss Özkaya noch einen Strafstoß (55.). Nach zwei weiteren Schermbecker Großchancen (70., 83.) hatten die Rot Weißen in der 88. Minute dann noch einmal Riesenglück, als Torwart Justin Woeste noch so eben mit den Fingerspitzen am Ball war.

BW Wulfen – Westfalia Gemen II 4:0

Gegen harmlose Gemener, die im gesamten Spiel nicht zu einer einzigen nennenswerten Torchance kamen, tat sich die Knura-Elf zunächst schwer. Zeitweise sah es aus wie beim Handball, Gemen verteidigte den Strafraum vielbeinig und Wulfen suchte vergeblich die Lücke. In der 47. Minute dann endlich der Dosenöffner von Marvin Wloch, der die überfällige Wulfener Führung erzielte.

Auch danach änderten die Gäste ihre Taktik kaum. Trotzdem gelangen Nick Kirstein (58., 90.) sowie Tarik Yilmaz Yücel (63.) noch drei weitere Treffer in dieser einseitigen Partie.

SC Marl-Hamm – SV Lembeck 3:2

Die Marler setzten wie gewohnt auf lange Bälle und hatten nach einem Aussetzer in der Lembecker Abwehr auch schon in der sechsten Minute Erfolg mit ihrem Rezept. Nach dem schnellen Rückstand spielte die Rohrand-Elf solide, hatte auch zwei, drei Gelegenheiten zum Ausgleich, fing sich stattdessen aber kurz vor der Pause (42.) noch das bittere 0:2.

Im zweiten Durchgang gab es dann Lembecker Dauerdruck, doch in die erste Druckperiode hinein erspielten sich die Hausherren dann auch noch sehenswert das 3:0 (54.). Lembeck gab nicht auf, Christian Vadder verkürzte nur eine Minute später auf 1:3. In der 70. Minute dann der 2:3-Anschlusstreffer durch Julian Risthaus, und die Lembecker waren wieder voll im Geschäft. Die Hammer Löwen mutierten zusehends zu Schmusekätzchen, präsentierten sich in der Schlussphase stehend k. o.. Am Ende blieb es dennoch bei einer unnötigen, knappen 2:3-Niederlage für die Truppe vom Hagen. Trainer Patrick Rohrand: „Da war heute deutlich mehr drin, auch wenn wir personell mittlerweile nicht mal mehr auf dem Zahnfleisch gehen!“

FC RW Dorsten – SC Reken II 1:0

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte mit jeweils in etwa zwei Tormöglichkeiten auf beiden Seiten führte der FC, weil Mustafa Yildiz sich bei einem Freistoß von der halblinken Position, bei dem wohl alle mit einer Flanke rechneten, ein Herz fasste und den Ball über den langen Innenpfosten kunstvoll ins Netz zauberte (43.).

Nach der Pause musste Reken dann immer mehr öffnen, sodass sich Dorsten immer wieder Konterchancen boten, die jedoch zum Teil kläglich abgeschenkt wurden. In der 72. Minute dann noch einmal Aufregung bei einer Strafraumsituation, bei der es auch aus Sicht von Cholewinski durchaus einen Pfiff zugunsten der Gäste aus Reken hätte geben können.

Cholewinski am Ende erleichtert: „Endlich der erste Dreier! Endlich mal das Glück auf unserer Seite! Ich bin megaglücklich. Aber es war unnötig aufreibend, wir hätten die Entscheidung früher herbeiführen müssen.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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