Bei den Derbys zwischen dem BSV Wulfen und der BG Dorsten platzten die Hallen bislang stets aus allen Nähten. Doch am Samstag dürfte das anders werden. © Andreas Leistner
Basketball

Derby vor halbleeren Rängen? Was macht der BSV Wulfen?

Fünf Tage noch bis zum Derby-Knaller zwischen dem BSV Wulfen und der BG Dorsten. Doch wie viele Fans am Samstag dabei sein können, ist noch völlig offen.

Am Montagabend will der Vorstand des BSV Wulfen beraten, unter welchen Bedingungen das Regionalliga-Derby gegen die BG Dorsten am kommenden Samstag (4. Dezember) in der Sporthalle der Gesamtschule Wulfen stattfinden kann. Derzeit sind noch viele Varianten denkbar.

Eine davon ist ein Einlass nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich noch einen Bürgerschnelltest vorlegen. „Das Problem dabei ist, dass es im Gemeinschaftshaus Wulfen kein Testzentrum mehr gibt“, erklärt BSV-Vorsitzender Christoph Winck. „Wir haben darüber nachgedacht, selber eine Teststelle einzurichten. Aber bei 30 Tests pro Stunde und rund 600 Zuschauern müssten wir 20 Stunden testen. Das kann also keine Option sein.“

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BSV Wulfen – BG Dorsten

Auf einen Vorverkauf hatte der BSV angesichts der ungewissen Situation um die geltenden Coronaschutzmaßnahmen bereits verzichtet. „Wenn, dann wird es Tickets nur an der Abendkasse geben“, sagt Christoph Winck. Es gebe aber auch noch das Gedankenmodell, nur Dauerkarteninhaber und Trainer der BSV-Mannschaften in die Halle zu lassen. Die Entscheidung soll, wie gesagt, in der digitalen Vorstandssitzung am Montagabend fallen.

„Vielleicht überholt uns aber auch noch die Politik, und es gibt am Donnerstag eine neue Coronaschutzverordnung“, verweist der BSV-Vorsitzende darauf, dass auch die Beschlüsse des Wulfener Vorstandes keine endgültige Sicherheit geben können. „Allerdings“, so Winck weiter, „ist es im Moment ja eher so, dass wir die Politik überholen.“

Der WBV verlangt ab sofort 2G+

Der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) verlangt in Absprache mit den Clubs ab dem kommenden Spieltag für alle Spieler der 1. Regionalliga 2G+. „Das haben wir freiwillig schon vergangenen Samstag so gehandhabt“, berichtet Winck vom Auswärtsspiel in Ibbenbüren, wo der Impfnachweis der BSV-Regionalliga-Mannschaft sogar zweimal kontrolliert worden sei: „Beim Betreten der Halle vom TV Ibbenbüren und dann noch einmal von den Schiedsrichtern.“

Dass der WBV mit seinen Vorgaben weiter geht als der Landessportbund, findet der BSV-Vorsitzende richtig: „Der Verband trägt damit der Situation Rechnung, dass die einzelnen Kommunen als Hausherren der Sportstätten ebenfalls weiter gehen können.“ Winck hat das am Wochenende in Bochum bei einem Spiel der U19-Bundesliga selbst erlebt: „Da hat die Hausmeisterin nur Leute mit 2G in die Halle gelassen.“

Eines, so Winck, sei mit Blick auf das Spiel am kommenden Samstag sicher: „Eine ausverkaufte Halle mit fast 1000 Menschen wird es nicht geben. Natürlich bedeutet das einen finanziellen Verlust für uns, aber wir sind uns unserer Verantwortung in dieser Situation bewusst.“

Norddeutscher Verband stellt Spielbetrieb ein

Derweil hat der Norddeutsche Basketball-Verband am Montag den Spielbetrieb vorerst bis zum 31. Dezember eingestellt. Sollte der WBV folgen, müsste sich um die Zahl der Zuschauer beim Derby niemand Gedanken machen ….

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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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