Geht es in der 1. Regionalliga noch einmal weiter? Eine erste Voraussetzung dafür wäre jetzt erfüllt. © Joachim Lücke
Basketball

Freude und Frust für den Westdeutschen Basketball-Verband

Der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) hat weiterhin die Chance, einen Aufsteiger zur 2. Bundesliga Pro B zu ermitteln. Wenn Corona mitspielt.

Neben den Dragons Rhöndorf sollen sich nach Informationen unserer Redaktion noch drei weitere Vereine aus der 1. Regionalliga West um eine Pro-B-Lizenz beworben haben. Damit könnte der WBV die von der 2. Liga verlangte sportliche Qualifikation seines Aufsteigers gewährleisten – vorausgesetzt, die Corona-Pandemie lässt die rechtzeitige Austragung einer Aufstiegsrunde oder eines Turniers überhaupt zu.

Das erscheint allerdings derzeit fraglich. Quarantäne-Lösungen wie sie die Fußballer gerade für ihre 1. und 2. Bundesliga beschlossen haben, dürften für die Regionalliga-Clubs weder umsetzabr noch erlubt sein. Schließlich handelt es sich nicht um Profiligen.

Frist bis zum 30. April

Unabhängig von diesen noch ungelösten Problemen muss sich jeder Club bis zum 30. April (Freitag) schriftlich für das „gesonderte Auswahlverfahren zum Aufstieg“, also zum Turnier, beim Westdeutschen Basketball Verband anmelden. Bis zu diesem Datum wollen WBV und 2. Liga die Namen der fraglichen Clubs nicht bekannt geben.

Neben Rhöndorf bestätigte unserer Redaktion bislang nur die BBG Herford, dass sie mit im Rennen ist. Die beiden anderen Kandidaten halten sich noch bedeckt. In den letzten Videokonferenzen der Liga soll aber der Deutzer TV Interesse bekundet haben, Ambitionen hatten in den vergangenen Jahren zudem immer wieder die Grevenbroich Elephants. Tabellenführer Ibbenbüren hat unterdessen bereits vor einiger Zeit abgewunken.

Als Austragungsort für das Aufstiegsturnier hatte Rhöndorf den Telekom Dome in Bonn ins Gespräch gebracht. Darüber dürfte aber noch verhandelt werden. „Mit welcher Berechtigung sollte das Turnier automatisch in Rhöndorf stattfinden?“, fragt etwa Herfords stellvertretender Vorsitzender Jürgen Berger. Der Austragungsort steht für ihn „noch völlig in den Sternen“.

Geschäftsführer Sebastian Schmidt hat gekündigt

Hoffnung für den WBV also an der Aufstiegsfront, Ärger dafür an einer anderen: Geschäftsführer Sebastian Schmidt, gerade erst als Nachfolger der Wulfenerin Mechtild Künsken dabei, sich von ihr in seine Aufgabe einarbeiten zu lassen, hat dem Verband wegen eines anderen Jobangebots wieder gekündigt. Zum Glück, so der WBV, habe Künsken sich bereit erklärt, für eine Übergangszeit noch einmal auszuhelfen.

Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
Zur Autorenseite
Andreas Leistner