Schermbeck-Spieler Enes Schick, hier im direkten Duell mit zwei Gegenspielern vom SC Westfalia Herne. © Archiv
Fußball: Oberliga

Jedes Match ist für den SV Schermbeck ein Endspiel

Ein weiterer Sieg und der SV Schermbeck setzt sich in der oberen Tabellenhälfte der Oberliga Westfalen fest. Der Gegner Kaan-Marienborn überrascht derweil mit einem neuem Trainer.

Der SV Schermbeck hat sich in den letzten Wochen wieder an die Spitzengruppe herangekämpft. Mit einem Sieg in Kaan-Marienborn wäre der Oberligist wieder ganz oben dabei.

Schermbecks Trainer Sleiman Salha lässt sich von solchen Rechenspielen aber nicht mehr nervös machen: „In dieser Einfachrunde ist für uns jedes Spiel ein Endspiel. Wir fahren am Sonntag auch nach Kaan-Marienborn, um zu gewinnen.“

Da spielt es für ihn auch keine Rolle, in welcher Besetzung man im Siegerland antritt. Paul Stieber hat sich am Mittwoch beim Training auf dem Naturrasen verletzt, und auch Nicolai Pakowskis Einsatz ist am Sonntag mehr als fraglich.

Bei Timur Karagülmez und Bilal Özkara haben die Schermbecker erst einmal für klare Verhältnisse gesorgt. Die beiden werden in den kommenden vier Wochen nicht für den SVS spielen, so Salha: „Sie sollen die Verletzungen ordentlich auskurieren. Es hilft nichts, wenn sie zu früh dabei sind und die Verletzungen noch schlimmer werden.“

Schermbeck-Coach Salha: „Die ganze Mannschaft muss arbeiten, damit wir unsere Chancen bekommen“

Dafür stößt nun Verteidiger Leutrim Alimusaj zum Schermbecker Kader. Sleiman Salha lobt den Neuzugang: „Er hat toll trainiert und in der Reserve stark gespielt. Er wird auf jeden Fall auf der Bank sitzen.“

Der FC Kaan-Marienborn hat am Donnerstag für Schlagzeilen gesorgt. Obwohl das Team zehn Punkte aus den ersten fünf Spielen geholt hat, wurde Trainer Tobias Wurm beurlaubt. Stattdessen übernimmt Ex-Profi Thorsten Nehrbauer die bislang unbesiegte Mannschaft. Nehrbaueer stand bei den Känern schon zwischen 2014 und 2019 an der Linie.

Der SV Schermbeck will dem neuen Trainer natürlich seinen Einstand vermiesen: „Wir werden sicher nicht abwarten, um zu sehen, was der FC uns anbietet. Stattdessen werden wir aktiv unsere Chancen suchen.“ Er schaut dabei auch nicht auf einzelne Spieler wie Tolga Özdemir, der schon fünf Tore geschossen hat: „So funktioniert das bei uns nicht. Die ganze Mannschaft muss arbeiten, damit wir unsere Chancen bekommen. Sonst können unsere Stürmer keine Tore schießen.