Kevin Großkreutz spielt seit Februar 2021 für den Westfalenligisten TuS Bövinghausen. Am Sonntag kommt das Team als Tabellenführer zum SV Rot-Weiß Deuten. © Stephan Schütze
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Kevin Großkreutz weiß den nächsten Bövinghausen-Gegner Deuten richtig einzuschätzen

Er wurde 2014 Weltmeister, mit Borussia Dortmund mehrfach Deutscher Meister - Kevin Großkreutz hat in seiner Karriere schon viel gesehen. Am Sonntag lernt er die Sportanlage des SV Rot-Weiß Deuten kennen.

Kevin Großkreutz, Sonntag spielen Sie mit dem TuS Bövinghausen beim SV Rot-Weiß Deuten. Hand aufs Herz: Wissen Sie, wo Deuten liegt?

Ich glaube in der Nähe von Haltern, oder?

Respekt. Damit liegen Sie deutlich besser als Ihr Teamkollege David Odonkor. Was wissen Sie sonst über die Gegner des TuS Bövinghausen in der Westfalenliga?

Ich gehöre ja aktuell zu unserem Trainerteam, deshalb beobachte ich auch Spiele und weiß natürlich viel über die Gegner. Auch über Deutens Stärken und Schwächen.

Die da wären?

Wir sind gewarnt. Das ist eine gute, robuste Truppe, die auch spielerisch einiges drauf hat. Aber das gilt in der Westfalenliga für viele Mannschaften.

Kevin Großkreutz
Mit Borussia Dortmund wurde Kevin Großkreutz (M.) 2011 und 2012 Deutscher Meister. © dpa © dpa

Sie haben ja auch schon ganz andere Ligen kennen gelernt. Wie sehr steht man da in der Westfalenliga im Mittelpunkt?

Man merkt natürlich schon, dass da viele Zuschauer kommen, um Leute wie mich oder David Odonkor zu sehen. Aber das ist ja gut für den Amateurfußball. Wenn wir auswärts spielen, haben die Clubs eine gute Einnahme.

Für viele waren sie in früheren Jahren auch Reizfigur. Spüren Sie das bei den Spielen jetzt auch noch?

Nein. Ganz ehrlich? Ich habe wirklich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Neulich in Neheim haben wir hinterher mit den Leuten noch beim Bier zusammen gesessen. Auch gegen Obercastrop, und dabei war das ein Derby. Auch Wanne-Eickel war top. Ich hoffe, das bleibt so.

Sportlich läuft es ja auch wie geplant. Bövinghausen steht da, wo es am Ende auch stehen will, nämlich ganz oben. Aber jetzt haben Sie mit Baris Özbek einen wichtigen Spieler verloren. Muss der TuS da noch einmal auf dem Spielermarkt aktiv werden?

Der Weggang von Baris tut wirklich weh. Zuallererst als Mensch. Er wird fehlen. Letzte Woche hat er noch mit Schmerzen gespielt, aber es ging wohl nicht mehr.

Sie selbst sind 33. Wann ist denn da das Ende der Fahnenstange erreicht?

Ich habe ja erst einmal in Bövinghausen für zwei Jahre zugesagt, und es macht mir hier Riesenspaß. Die Knochen halten auch noch – toi, toi, toi! Und wenn sie das weiter tun, kann ich mir vorstellen, auch mit 40 noch zu spielen. Aber erst mal will ich Bövinghausen helfen. Vielleicht später sogar mal in der Zweiten.

Dann wünschen wir weiter Gesundheit und am Sonntag ein schönes Spiel!

Danke, aber eine Frage habe ich auch noch. Deuten ist doch eher Schalke-Land, oder?

Ja, Königsblau dürfte hier schon ein Übergewicht haben.

Okay, danke.

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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner