Strafraumszenen waren am Sonntag auf dem Waldsportplatz eher die Ausnahme. Bei den Chancen des TSV Raesfeld zeigte sich BVH-Keeper Marcel Czok (l.) auf dem Posten. © Ralf Pieper
Fussball

Kiki Gabmaiers Rückkehr an den Waldsportplatz wurde in letzter Minute verdorben

40 Jahre hat Christian Gabmaier als Spieler und Trainer beim BVH Dorsten zugebracht. Die Rückkehr am Sonntag hatte er sich schöner vorgestellt.

Kreisliga A 1 RE
BVH Dorsten – TSV Raesfeld 1:0

Es war kein schönes Spiel, dieses 1:0 des BVH Dorsten gegen den TSV Raesfeld. Darin waren sich beide Trainer einig. Doch während sich Holsterhausens Daniel Schikora wenigstens noch mit dem knappen Sieg seiner Mannschaft trösten konnte, hatt sich Raesfelds Christian „Kiki“ Gabmaier die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte ganz anders vorgestellt.

Eine Halbzeit lang hatte sein Team am Waldsportplatz, den Gabmaier aus 40 Spieler- und Trainerjahren beim BVH kennt, die Partie durchaus im Griff. Pech für den TSV, dass Marcel Czok im Tor der Holsterhausener einen Glanztag erwischt hatte und dreimal hervorragend parierte. Sowohl gegen einen Kopfball von Lukas Langhoff als auch gegen einen Flachschuss von Christoph Platzek und einen Freistoß von Dennis Steinkamp war „Czoki“ auf dem Posten. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie dann weiter, wobei die Gastgeber sich die Halbzeitansprache von Daniel Schikora zu Herzen nahmen und nach und nach mehr Spielanteile erarbeiteten. Chancen blieben aber auf beiden Seiten aus – bis zur 90. Minute.

In der landete ein langer Einwurf von BVH-Routinier Simon Wilkes beim eingewechselten Leon Schwandt, und dessen Kopfball-Bogenlampe senkte sich über Raesfelds Keeper Kevin Kock ins Tor (90.).

So weit, so schlecht für die Gäste. Doch die nächste Szene brachte Christian Gabmaier noch mehr in Rage. „Im Gegenzug gab es im Holsterhausener Strafraum ein glasklares Handspiel, das 148 von 150 Anwesenden gesehen haben. Nur nicht der an der Würstchentheke und der Schiedsrichter. Das war schon Volleyball“, schimpfte der TSV-Coach.

Die Pfeife des Unparteiischen blieb jedenfalls stumm, was Daniel Schikora zumindest teilweise nachvollziehen konnte: „Das war bei dem Regen schon sehr unübersichtlich. Ich habe ein Handspiel gesehen, konnte es aber keinem Akteur zuordnen.“

Dafür sah der Hosterhausener Trainer unmittelbar zuvor ein Foul an seinem Torhüter: „Er wurde angegangen, deshalb traf er den Ball nicht voll, und nur deshalb kam es zu dieser Handspiel-Situation.“ Unterm Strich wertete Schikora den Sieg seiner Mannschaft aber als „nicht unverdient, weil wir uns nach der Pause ins Spiel gearbeitet haben“.

Christian Gabmaier sah es anders: „Ein Unentschieden wäre das gerechtere Ergebnis für so ein Spiel gewesen“, lautete sein Fazit. Nach dem Spiel konnte er das noch mit einigen alten Weggefährten im BVH-Clubheim diskutieren. Dann ging er zu Fuß nach Hause. 400 Meter.

TuS Velen – SV Schermbeck II 0:1

Mit nur 11 Spielern und Trainer Ilkay Kara im Tor, dazu zwei Akteure aus der dritten Mannschaft, reisten die Schermbecker zu ihrer Mission zu den heimstarken Velenern. Trotzdem hatten die Gäste das Spiel im Griff, jeder kämpfte für den anderen und die beiden starken Schermbecker Innenverteidiger Tom Bedrunka und Yannik Schering sorgten dafür, dass Not-Keeper Kara einen geruhsamen Nachmittag hatte. Das Tor des Tages gelang Ali Salha (76.), der von Deniz Dana in Szene gesetzt wurde.

BW Wulfen- TuS Sythen 4:1

Sehr zufrieden war Wulfens Coach Arek Knura, da seine Mannen von der ersten Sekunde an hellwach waren und auch spielerisch einen ansehnlichen Fußball aufs Geläuf zauberten. Nach einem Doppelpack von Dennis Grodzik (29., 42.) führte Wulfen zur Pause bereits 2:0, hätte durch eine Großchance von Linus Poggensee bzw. einen Pfostenfreistoß von Mike Wloch aber auch höher in Front liegen können. Nach der Pause setzte Marvin Wloch zum 3:0 nach (60.), ehe Sythen fünf Minuten vor dem Ende aus dem Nichts zum 1:3-Anschlusstreffer gelangte. Für den Schlusspunkt sorgte mit dem 4:1 in der Nachspielzeit dann Mike Wloch (94.).

BW Wulfen - TuS Sythen
Jan Goroll (l.) und der SC BW Wulfen landeten den zweiten Sieg in Folge. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

F. I. Marl – SV Lembeck 3:1

Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde kamen die Lembecker gerade ins Spiel, da senkte sich ein bogenförmiger Schuss der Hausherren unhaltbar zum 0:1 ins Lembecker Tor (25.). Acht Minuten später bescherte ein Lembecker Foul nach einem leichtfertigen Ballverlust den Marlern einen Strafstoß, welchen diese zum 2:0 nutzten. Die in der ersten Hälfte verloren gegangene Ordnung fand die Rohrand-Truppe in der zweiten Halbzeit wieder, musste aber in der 54. Minute dennoch das 0:3 schlucken. Trotz einer Vielzahl an Chancen gelang Lembeck nur noch das 1:3 durch Marius Benning (85.).

FC RW Dorsten – ETuS Haltern 1:5

In einer Partie auf überschaubarem Niveau gingen die Rot Weißen nach der Pause (48.) durch ein Tor von Alex Gajewski in Führung. Ein individueller Fehler (62.) und ein mit Rot geahndetes Handspiel von Kelven Bioh , welches im anschließenden Strafstoß auch noch das 1:2 bewirkte (76.), brach der Cholewinski-Elf das Genick. Statt aus aussichtsreicher Position das 2:2 zu erzielen, musste der FC im Gegenzug das 1:3 hinnehmen (77.), die Tore zum 1:4 (86.) und 1:5 (93.) waren nur noch Makulatur.

TuS Gahlen – SC Marl-Hamm 8:0
Schon früh zeigte sich bei der Partie des SC Marl-Hamm beim TuS Gahlen, dass die Gastgeber deutlich besser eingespielt waren als die stark ersatzgeschwächten Hammer Löwen. Und dann war da auch noch TuS-Stürmer Marco Marrali, der den Löwen im ersten Abschnitt fast im Alleingang das Genick brach. Der Gahlener war an allen vier Toren vor der Pause maßgeblich beteiligt.

Die Partie zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellendritten war schon nach einer Viertelstunde so gut wie entschieden. Gerade einmal acht Minuten waren gespielt, als Marco Marrali Anton Kötter im Strafraum bediente und der zum 1:0 vollendete.

Zwei Minuten später versetzte Marrali im Alleingang den maroden Abwehrriegel der Gäste – 2:0. Beim 3:0 durch Leotrim Pelaj (15.) und dem 4:0 durch Theo Kötter (30.) gab Maralli wieder die Vorlagen. Doch es kam noch schlimmer für Marl: In der 35. Minute zog sich Yannick Goecke eine Zerrung zu und musste ausgewechselt werden.

Nach dem Wechsel machten die Gastgeber munter weiter: Das 5:0 (50.) und 6:0 (57.) steuerte Luke Andre Kluth bei, Leotrim Pelaj (60.) und Alexander Doerfler vollendeten zum 8:0.

Kreisliga B 1 RE
SSV Rhade – Adler Weseke 4:0
Einen souveränen 4:0-Sieg landete der SSV Rhade in der Kreisliga B zuhause gegen die Zweitvertretung von Adler Weseke.

Die Rhader hatten das Spiel von Anfang bis Ende fest im Griff und ließen über die gesamte Spieldauer nur einen nennenswerten Torschuss der Gäste zu. Dieser flog allerdings an die Latte. Die Führung für Rhade besorgte Leon Meister in der 18. Minute, der einen Abpraller nach Standardkombination über die Linie schoss. Sechs Minuten später erhöhte Vincent Möller durch ein kurioses Tor zum 2:0. Der Rhader lief einen Weseker Abwehrspieler an, der ihn so kräftig anschoss, dass der Ball von Möller ins Tor prallte.

Nach der Pause war es Julian Klein, der einen Spielzug über die rechte Seite mit einem Schuss aus zweiter Reihe ins Tor abschloss. Zum 4:0-Endstand traf abschließend noch Justin Klein-Wiele in der 60. Spielminute.

Eintracht Erle – FC Marbeck 2:1
Beim 2:1 über den FC Marbeck zeigte Eintracht Erle in der ersten Halbzeit keine gute Leistung.

„Wir standen defensiv gut, waren aber insgesamt zu passiv“, meinte Trainer Manuel Jakob. Zur zweiten Halbzeit stellte Erle um und wurde aktiver. In der 73. Minute war es ein Distanzschuss von Bastian Deißner, der die Führung für Erle brachte. Doch nur fünf Minuten später fiel der Ausgleich für Marbeck, der aber aus Erler Sicht niemals hätte zählen dürfen. „Erst wird unserem Innenverteidiger beim Zurücklaufen der Schuh ausgezogen, dann steht der Marbecker Spieler drei Meter im Abseits.“, monierte Manuel Jakob.

In der Folge wurde das Spiel ruppiger, aber der Schiedsrichter ahndete nichts mehr. „Es hätte auf beiden Seiten einen Platzverweis geben müssen“, meinte Manuel Jakob. Das Erler Happy-End kam durch Felix Wojtalla in der Nachspielzeit.

Kreisliga B 2 RE

SV Altendorf – BW Wulfen II 4:1

Tabellenführer SV Altendorf-Ulfkotte feierte in der Kreisliga B2 RE im sechsten Spiel den fünften Sieg und bleibt weiter ungeschlagen . Gegen die Zweitvertretung des SC BW Wulfen gab es einen verdienten 4:1-Sieg.

Die Elf von Christian Matschat legte gut los und traf bereits nach 10 Minuten durch Stürmer Chridtian Konstanczak zur Führung. Nach einem langen Ball stand der Stürmer im Eins-gegen-Eins gegen den Schlusmann der Wulfener und bezwang ihn. Der SVA ließ nicht nach und erhöhte nach einer Freistoßflanke per Kopfball von Niklas Scheuch auf 2:0. Kurz vor der Pause war es erneut Christian Konstanczak, der vom Elfmeterpunkt die 3:0-Pausenführung besorgte. Der Pausenstand hätte durchaus noch höher ausfallen können, doch den zweiten Elfmeter für Altendorf verschoss Konstanczak in der 41.Minute.

SV Altendorf - BW Wulfen II
Leon Sahin (r.) und der SC BW Wulfen II hatten in der Altendorfer Volksbank-Arena das Nachsehen. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

Ein aus Altendorfer Sicht umstrittener Elfmeter führte dann zum Anschlusstreffer für die Gäste. Das Tor schockte den Gastgeber aber nicht. In der Folge kontrollierte Altendorf das Geschehen weiter und kam durch Christian Konstanczak, zum 4:1. Weitere Chancen, um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten, ließen die Gastgeber aus.

Mit 16 Punkten bleibt der SVA Tabellenführer und freut sich jetzt auf das Auswärtsspiel bei SuS Hervest-Dorsten am kommenden Sonntag.

TuS Gahlen II – GW Barkenberg 1:3

B-Ligist SuS GW Barkenberg hat einen souveränen 3:1-Auswärtssieg bei der Reserve des TuS Gahlen eingefahren. Die Elf von Trainer Frank Hofmann profitierte dabei von einer sehr guten ersten Halbzeit.

Bereits nach zwölf Minuten brachte Kujtim Arifaj die Gäste per Foulelfmeter in Führung. Arifaj war auch wenig später am zweiten Treffer der Barkenberger beteilligt. Er setzte sich mit einer starken Einzelleistung durch und setzte Teamkollege Salih Özmen in Szene, der nur noch einschieben musste. Nach knapp 35 Minuten war es Stürmer Marvin Pulver, der mit einem Traumtor die Barkenberger Führung ausbaute. Nach einem Diagonalball nahm Pulver den Ball sehenswert aus der Luft mit der Hacke an, spielte sich den Ball in den Lauf und überlupfte den herauseilenden Gahlener Schlussmann.

In der zweiten Hälfte verwaltete Barkenberg das Spiel und ließ vorhandene Chancen zu weiteren Toren aus. Die Nachlässigkeiten vorne wurden kurz vor Ende des Spiels bestraft, als Gahlens Nick Geislinger in der 82. Minute den Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte. Alles in allem war der Sieg aber trotz des späten Gegentreffers nie gefährdet und Barkenberg bleibt mit 15 Punkten aus sechs Spielen als Tabellenzweiter oben dran.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner
Freier Mitarbeiter

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