Bei der BG Dorsten drehen sich die Gedanken längst schon um die nächste Saison. Möglicherweise muss Trainer Franjo Lukenda dann auf einen Leistungsträger verzichten. © Joachim Lücke
Basketball

Leistungsträger der BG Dorsten denkt über Wechsel nach

Bei der BG Dorsten drehen sich die Gedanken längst schon um die nächste Saison. Möglicherweise muss Trainer Franjo Lukenda dann auf einen Leistungsträger verzichten.

„Mit zwei abgebrochenen und annullierten Spielzeiten will ich meine Karriere nicht beenden. Ich würde gerne noch einmal eine komplette Spielzeit mit allem Drum und Dran erleben. Zudem will ich auch weiter in der 1. Regionalliga spielen. Diesen Anspruch habe ich noch an mich“, sieht sich der 32-Jährige weiter in der höchsten Basketball-Spielklasse in Nordrhein-Westfalen.

Seit sieben Jahren im Trikot der BG Dorsten

Willy Köhler trägt nun schon seit sieben Jahren das Trikot BG Dorsten. Der Mannschaftskapitän ist auch der älteste Spieler im Lukenda-Team. Ans Aufhören denkt Köhler noch nicht, ob er aber weiter in Dorsten spielen wird, das wird gerade verhandelt.

Willi Köhler, BG Dorsten
Willi Köhler ist im Team von Trainer Franjo Lukenda ein absoluter Leistungsträger und zugleich Publikumsliebling. © Joachim Köhler © Joachim Köhler

Über seine Heimatstadt Soest, Paderborn und Schalke kam Willy Köhler zur BG Dorsten und hat sich dort immer wohl gefühlt und tolle Erfolge gefeiert wie den WBV-Pokalsieg, der die letzte reguläre Saison vor zwei Jahren abschloss. Gerade finden die Gespräche mit Trainer Franjo Lukenda statt: „Wir diskutieren gerade die grundsätzlichen Dinge, wie es bei der BG Dorsten weitergehen wird. Die Zusammenstellung der Mannschaft ist ein Thema, das auf meine Entscheidung einen großen Einfluss haben wird.“

An den Teams, die Lukenda in den letzten Jahren aufs Feld geschickt hat, übt Köhler keine Kritik: „Das war immer eine gut Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten. Zudem hat Franjo immer ein gutes Händchen bei den Imports gehabt, und spätestens der zweite Kandidat war goldrichtig.“

Die kurze letzte Saison war für den Kapitän aber wenig zufriedenstellend. „Wir haben zu oft verloren. Allerdings liegt das nicht am Trainer, sondern wir Spieler müssen uns an die eigene Nase fassen. Lediglich die Niederlage gegen Rhöndorf war nicht zu vermeiden, bei den anderen haben wir schlecht gespielt.“ Er setzt da bei sich selber an: „Ich war nicht auf dem Höhepunkt meiner Fitness. In der ersten langen Pause im letzten Jahr habe ich wohl nicht genug getan.“

Training mit Steffen Piechotta

Damit das nicht noch einmal passiert, trainiert er nun mit Steffen Piechotta als Personal Coach: „Wir machen viel Online-Training, treffen uns aber auch mal zu zweit in meinem Garten. Ich glaube, dass ich jetzt fitter bin als in den letzten Saisonspielen. Jetzt fehlt nur noch, dass ich wieder mal einen Ball in die Hand bekomme.“

Daher ist er auf der einen Seite für eine Summer-League: „Eine regionale Gruppe mit starken Gegnern wäre schon sehr reizvoll.“ Allerdings glaubt er auch, dass es im Sommer wegen Urlaubsreisen der Spieler zu unterschiedlich starken Teams kommen kann: „Man kann doch nicht gegen den BSV Wulfen spielen, wenn vier Leute aus der Starting-Five fehlen. Da geht es doch selbst in Freundschaftsspielen um viel Prestige.“

Familie spielt eine wichtige Rolle

Ob Willy Köhler dann weiter bei der BG spielt, hängt aber nicht nur von den Verhandlungen zwischen ihm und dem Club ab. „Ich bin verheiratet und beziehe auch meine Frau in die Entscheidung mit ein. Ich fahre für jedes Training von Sprockhövel nach Dorsten, dazu kommen noch die Spiele. Da geht eine Menge Zeit drauf. Allerdings wäre es auch komisch, meine vielleicht letzte Saison nicht für den Club zu spielen, in dem ich in den letzten sieben Jahren zuhause war.“