Müssen Nderim Pelaj (l.) von der BG Dorsten und Jonas Kleinert (r.) vom BSV Wulfen in dieser Saison doch noch einmal antreten? © Joachim Lücke
Basketball

Müssen BG Dorsten und BSV Wulfen noch mal spielen?

Die Regionalliga-Herren der BG Dorsten und des BSV Wulfen haben die Saison 20/21 eigentlich abgehakt. Doch es gibt ein Szenario, bei dem sie noch einmal spielen müssten.

Der Westdeutsche Basketball-Verband und seine Basketballkreise haben die Saison 2020/21 Mitte März endgültig abgesagt bzw. beendet. Mit zwei Ausnahmen: der 1. Regionalliga Herren und der Regionalliga Damen. Denn hier geht es um den möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga, und für den hat deren Ligaleitung den Landesverbänden klare Bedingungen gestellt.

Kein Aufstieg ohne Spiele

Einen Aufstieg ohne sportliche Qualifikation darf es nach diesen Vorgaben nicht geben. Das heißt: Die möglichen Bewerber müssen auf jeden Fall noch einmal spielen. Stellt sich aktuell nur die Frage: Wer will überhaupt nach oben?

In der 1. Regionalliga West sind das aktuell auf jeden Fall die Dragons Rhöndorf. Andere Interessenten können ihren Lizenzantrag noch bis Mitte April einreichen. Für die fraglichen Teams plant der WBV dann Ende Juni ein Turnier um den Aufstieg in die 2. Liga Pro B. Spielort wäre der Telekom Dome in Bonn, den die Dragons Rhöndorf für diesen Zweck schon reserviert haben. Ein Hygienekonzept ist bereits vorhanden, da im Dome auch die BBL-Spiele der Tekeom Baskets Bonn stattfinden.

Aber was, wenn Rhöndorf der einzige Bewerber bliebe? „Dann müsste wohl die gesamte Liga noch mal ran“, sagt Christoph Winck, Vorsitzender des BSV Wulfen. Der BSV selbst wird wohl auf einen Lizenzantrag verzichten, auch Trainer Franjo Lukenda von der BG Dorsten äußerte sich zu einem nochmaligen Antreten seines Teams in dieser Saison eher skeptisch. Christoph Winck ist aber zuversichtlich, dass es zu einem Aufstiegsturnier kommt: „Herford und Ibbenbüren sollen auf jeden Fall interessiert sein. Auch Deutz überlegt wohl.“

So könnten die anderen Teams die Saison 20/21 zu den Akten legen und schauen, wer von unten dazustößt. Denn auch die beiden Aufstiegsplätze in der 2. Regionalliga sollen in Turnierform vergeben werden. Wer teilnimmt, ist auch hier noch offen.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner