So wie in dieser Szene Raesfeld Kapitän Daniel Bleker (r.) hatte der TSV auch das gesamte Spiel gegen den SC Blau-Weiß Wulfen im Griff. © Ralf Pieper
Fussball-Kreisliga A

Raesfeld gewinnt das Topspiel – gehen beim FC die Lichter aus?

In der Kreisliga A 1 Recklinghausen feierte der TSV Raesfeld einen souveränen Sieg über Blau-Weiß Wulfen. Die Hoffnungen des FC RW Dorsten sind dagegen an einem neuen Tiefpunkt angelangt.

Kreisliga A 1 RE

TSV Raesfeld – BW Wulfen 4:0

Mit 4:0 besiegten die Raesfelder die seit acht Spieltagen ungeschlagenen Wulfener, die die Ausfälle von Rene Gorke, Marvin Polczinski und Matthias Büch nicht kompensieren konnten.

Eine knappe halbe Stunde lang war es noch ein halbwegs ausgeglichenes Beschnuppern auf beiden Seiten, auch wenn Yannis Brömmel nach fünf Minuten allein vor dem Tor schon die Raesfelder Führung erzielen hätte müssen. Als in der 28. Minute der Wulfener Maxi Buhl sich auf seinen Schlussmann Daniel Spielhoff verließ, anstelle entscheidend zu klären, war es dann aber passiert. Nutznießer dieses Fehlers war Alexander Hölling, der Raesfeld somit mit 1:0 in Führung schoss.

Zwölf Minuten später dann eine Freistoßflanke der Raesfelder, die Spielhoff falsch berechnete und unterlief. Wieder war es Hölling, der zuvor schon in der zweiten Mannschaft gespielt hatte, aber schon früh für den verletzten Björn Schädlich ins Team rückte und am zweiten Pfosten goldrichtig stand, um zum 2:0 einzunicken.

Damit war aus Sicht von Wulfens Coach Arek Knura eigentlich die Geschichte schon erzählt: „Mit dem 0:2 hatte sich in der Nachschau die Angelegenheit schon erledigt. Wir konnten unsere Ausfälle nicht kompensieren. Schon einige Male lagen wir in dieser Saison ja schon zurück, aber ich hatte diesmal in der Folge nie das Gefühl , dass wir noch einmal zurückkommen könnten. Und mein Gefühl behielt am Ende Recht. Jetzt gilt es, sich zu schütteln und eine neue Serie zu starten!“

Auch in der zweiten Hälfte behielt der TSV das Zepter fest in der eigenen Hand. Nach überragender Vorarbeit von Brömmel traf Julian Kortstegge in der 49. Minute zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte nach einer schön rausgespielten Situation über mehrere Stationen dann Mario Brockman mit seinem Treffer zum 4:0-Endstand in der 63. Spielminute.

TSV-Trainer Christian Gabmaier war natürlich hochzufrieden: „Wir waren von der ersten Minute an wach und bissig und haben absolut verdient gewonnen, aber das hat Arek auf der Gegenseite ja auch so gesehen. Vor der Partie hätte ich angesichts der Wulfener Serie auch nicht gedacht, dass es eine so klare Angelegenheit wird. Aber die Jungs haben es fantastisch gelöst und wenn es dann so läuft, ist es natürlich umso schöner. Ich glaube, am Ende war Wulfen vom Resultat her sogar noch ganz gut bedient.“

SC Reken II – TuS Gahlen 0:4

Mit einem klaren 4:0-Erfolg gegen Reken II behauptete der TuS Gahlen seine Spitzenposition in der Tabelle.

Bereits in der 14. Minute ging die Truppe von Trainer Erdal Dasdan nach Vorlage des starken Orcan Güclü durch Marco Marrali in Führung. Direkt vor der Pause legte Marek Cvetkovic dann für Güclü auf, der daraufhin zum 2:0 traf.

Nach dem Wechsel dauerte es lange bis zum nächsten Torjubel, wenngleich der TuS das Geschehen vollauf im Griff hatte. Erneut war es Güclü, der in der 85. Minute, diesmal auf Vorlage von Tim Bruß, zum 3:0 zur Stelle war.

Auch das letzte Tor des Tages erzielte drei Minuten später wiederum Güclü, der damit seinen Dreierpack zuschnürte. Vorbereiter war in diesem Fall Kevin Lachs mit einem gut getimten Flugball, den Güclü perfekt annahm und danach versenkte.

Erdal Dasdan sagte: „Jetzt haben die Jungs nächstes Wochenende frei, um sich auf die kommenden schweren Aufgaben gut vorzubereiten. Nach dem Heimspiel gegen den BVH Dorsten und dem Auswärtsspiel in Raesfeld wissen wir dann, wo wir stehen.“

BVH Dorsten – ETuS Haltern 4:0

Mit 4:0 gewann der BVH Dorsten sein Heimspiel gegen ETuS Haltern. Mann des Tages war Leon Schwandt, der in der 16. Spielminute per Flanke, welche Sammy Katnik per Kopf versenkte, das 1:0 vorbereitete. Zehn Minuten später wurde Schwandt dann im Strafraum gelegt, den fälligen Strafstoß versenkte er dann mal gleich selbst zum 2:0. Dies war gleichzeitig der Pausenstand in einer doch sehr einseitigen Partie.

Nach dem Wechsel legten die Hausherren dann in der 51. Minute schnell zum vorentscheidenden 3:0 nach. Wieder war es Schwandt, der, nachdem sich zuvor Nils Franke erfolgreich durchgetankt hatte, mit dem Kopf zur Stelle war. Abgerundet wurde der Sieg dann durch Simon Wilkes, der in der 57. Minute nach einer rausgeköpften Flanke mit seinem Schuss das 4:0 erzielte. In der Schlussphase hatte der BVH noch einige Kontergelegenheiten, spielte diese aber zumeist nicht zwingend genug zu Ende. Katnik verzog in der 70. Minute nach flacher Hereingabe von Schwandt noch einmal per Hacke.

Westfalia Gemen II – SV Schermbeck II ausgef.

Unverrichteter Dinge muste der SV Schermbeck II am Sonntag die Rückreise aus Gemen antreten. Die Partie gegen die Reserve der Westfalia muste ausfallen. Der Grund: Der angesetzte Schiedsrichter war erkrankt.

Nun hätten die Schermbecker sogar einen Ersatzmann mit dabei gehabt. Letztlich konnten sich die Gemener aber nicht für diese Lösung erwärmen. „Alles korrekt“, wie Staffelleiter Franz-Josef Humme auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte: „Die beteiligten Mannschaften müssen sich in so einem Fall auf einen Ersatzschiedsrichter einigen. Kommt es zu keiner solchen Einigung, muss die Partie neu angesetzt werden.“

Und so müssen die Schermbecker am kommenden Donnerstag (18. November) noch einmal die Reise zur Gemener Jugendburg antreten. Anstoß ist dann um 19.30 Uhr. Mit einem Sieg könnte der SVS dann auf Platz fünf vorrücken, und den SC Blau-Weiß Wulfen verdrängen, der am Sonntag das Spitzenspiel beim TSV Raesfeld verloren hat.

SG Borken II – SV Lembeck 1:2

Mit einem 2:1-Auswärtssieg im Gepäck kam der SV Lembeck vom Spiel bei der SG Borken II nach Hause.

Die Rohrand-Elf begann stark, hatte in den ersten 20 Minuten bereits 4 -5 Großchancen, um in Führung zu gehen. Dann in der 20. Minute ein Freistoß für Borken, den Torhüter Christopher Fellner zwar parierte, doch in der Folge war dann erst einmal der Wurm im Spiel der Schwarz Weißen. Nur eine Minute nach dem gehaltenen Freistoß dann ein Borkener Konter, der zur Führung für die Hausherren führte. Bis zur Pause fanden die Lembecker danach nicht mehr richtig in ihr Spiel zurück.

In der Pause appellierte Trainer Patrick Rohrand an seine Schützlinge, den Kopf frei zu machen, was dann auch gelang. Der Lembecker Druck nahm zu und in der 75. Minute traf Kevin Faßelt mit links zum 1:1-Ausgleich in den Torwinkel. Diesmal hatten die Lembecker das Glück des Tüchtigen, da in der 82. Minute Julian Risthaus den Ball zum 2:1-Siegtreffer über die Linie drückte, nachdem ein Borkener den Ball auf der Torlinie gestoppt hatte.

TuS 05 Sinsen II – FC RW Dorsten 7:1

Bei der Zweitvertretung von TuS Sinsen setzte es eine weitere herbe 1:7-Niederlage für die Elf von Trainer Dirk Cholewinski. Das Unheil nahm bereits vor dem Spiel seinen Lauf, da ein FC-Akteur sich nicht umziehen wollte, weil er nicht in der Startelf stand. Trainer Dirk Cholewinski: „Damit war schon vorher Unruhe da. Warum man seinem Team aus eigener Eitelkeit so schadet, kann ich nicht verstehen. Innerhalb der Truppe stimmt es einfach nicht, das muss man so festhalten. Einige sehen nur sich selbst und nicht das Team. Im Spiel fehlte die Kompaktheit, wir haben viel zu hoch verteidigt und uns so immer wieder nach Chipbällen über die Abwehr überrennen lassen. So gewinnt man keine Spiele! Wie es jetzt weitergeht, weiß ich auch noch nicht.“

Nach Toren in der 7., 20., 27., 36., und 39. Minute stand es bei einem eigenen Treffer durch Mustafa Yildiz (24.) zur Pause bereits 1:5. Der Rest der Partie plätscherte dann so dahin, Sinsen traf in der 64. und 86. Minute allerdings noch zwei weitere Male.

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.